Apple-Chef Cook spricht vor dem Abschied über seinen größten Fehler
Apple-Chef Tim Cook hat kurz vor seinem angekündigten Rückzug einen der größten Fehltritte seiner Amtszeit eingeräumt: Der Start von Apple Maps im Jahr 2012 sei sein "erster wirklich großer Fehler" als Konzerncchef gewesen.
Die Panne hatte weitreichende Folgen für den Konzern. Sie führte zur ersten größeren Umstrukturierung unter Cooks Führung. Damals trennte sich Apple von Softwarechef Scott Forstall, einem engen Weggefährten des verstorbenen Mitgründers Steve Jobs. Cook übernahm den Chefposten im August 2011 nach dem Rücktritt von Jobs und bleibt noch bis zum 1. September im Amt.
Trotz des Fehlstarts bezeichnete Cook die Krise im Nachhinein als wichtige Lernerfahrung. Apple entschuldigte sich damals öffentlich bei seinen Kunden und empfahl sogar konkurrierende Karten-Apps aus dem App Store. Das sei "demütigend" gewesen, aber im Interesse der Nutzer, sagte Cook. Heute verfüge Apple nach seinen Worten über "die beste Karten-App der Welt". Der Fall habe gezeigt, wie wichtig Beharrlichkeit sei.
Neben dem Maps-Debakel nannte Cook weitere Rückschläge der vergangenen Jahre, darunter das nie erschienene AirPower-Ladepad sowie das eingestellte Projekt für ein autonomes Auto. Keiner dieser Fehlschläge habe das Unternehmen jedoch ernsthaft zurückgeworfen.
Unter Cook stieg Apples Börsenwert von rund 350 Milliarden Dollar auf zeitweise vier Billionen Dollar. Zudem baute der Konzern sein Angebot deutlich aus, unter anderem mit neuen iPhone-Varianten, weiteren iPads, AirPods und einem stark wachsenden Dienstleistungsgeschäft.
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Das Apple-Maps-Debakel
Bei einer internen Veranstaltung mit seinem designierten Nachfolger John Ternus sagte Cook laut Bloomberg, die Karten-App sei damals zu früh veröffentlicht worden. Zum Marktstart hatte Apple Maps weltweit mit massiven Problemen zu kämpfen. Nutzer berichteten über falsche Routenführungen, fehlerhaft benannte Orte und eine deutlich schlechtere Qualität als bei dem damaligen Konkurrenten Google Maps. Man habe geglaubt, die Software sei bereit, weil vor allem lokale Funktionen getestet worden seien, erklärte Cook rückblickend.Die Panne hatte weitreichende Folgen für den Konzern. Sie führte zur ersten größeren Umstrukturierung unter Cooks Führung. Damals trennte sich Apple von Softwarechef Scott Forstall, einem engen Weggefährten des verstorbenen Mitgründers Steve Jobs. Cook übernahm den Chefposten im August 2011 nach dem Rücktritt von Jobs und bleibt noch bis zum 1. September im Amt.
Trotz des Fehlstarts bezeichnete Cook die Krise im Nachhinein als wichtige Lernerfahrung. Apple entschuldigte sich damals öffentlich bei seinen Kunden und empfahl sogar konkurrierende Karten-Apps aus dem App Store. Das sei "demütigend" gewesen, aber im Interesse der Nutzer, sagte Cook. Heute verfüge Apple nach seinen Worten über "die beste Karten-App der Welt". Der Fall habe gezeigt, wie wichtig Beharrlichkeit sei.
Neben dem Maps-Debakel nannte Cook weitere Rückschläge der vergangenen Jahre, darunter das nie erschienene AirPower-Ladepad sowie das eingestellte Projekt für ein autonomes Auto. Keiner dieser Fehlschläge habe das Unternehmen jedoch ernsthaft zurückgeworfen.
Erfolgsmodell Apple Watch
Gleichzeitig zog Cook eine positive Bilanz seiner Amtszeit. Besonders stolz sei er auf die Apple Watch und deren Gesundheitsfunktionen. Als die Uhr 2014 vorgestellt wurde, verfügte sie zunächst vor allem über eine Herzfrequenzmessung. Inzwischen kamen zahlreiche weitere Funktionen hinzu, etwa zur Erkennung von Bluthochdruck. Besonders bewegt habe ihn die erste Nachricht eines Nutzers, der schrieb, die Uhr habe ihm das Leben gerettet.Unter Cook stieg Apples Börsenwert von rund 350 Milliarden Dollar auf zeitweise vier Billionen Dollar. Zudem baute der Konzern sein Angebot deutlich aus, unter anderem mit neuen iPhone-Varianten, weiteren iPads, AirPods und einem stark wachsenden Dienstleistungsgeschäft.
Zusammenfassung
- Tim Cook nennt Apple Maps 2012 seinen ersten großen Führungsfehler
- Die App erschien zu früh und bot weltweit falsche Routen und Ortsnamen
- Die Krise führte zu Umbauten, inklusive Trennung von Scott Forstall
- Apple entschuldigte sich öffentlich und empfahl sogar Konkurrenz-Apps
- Cook bleibt bis 1. September im Amt und lobt Beharrlichkeit als Lehre
- Trotz Rückschlägen wuchsen Apple Watch, Dienste und der Börsenwert stark
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Apples Aktienkurs unter Tim
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