Das Bearbeiten von Nano Banana-Bildern via Gemini wird viel einfacher

Google integriert eine praktische Bildbearbeitung direkt in den Chat der Gemini-App. Nutzer können künftig fehlerhafte Details einfach einkreisen und gezielt per Textbefehl korrigieren lassen. Das erspart den umständlichen Weg über externe Editoren.
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Bildbearbeitung direkt im Chat möglich

Google integriert derzeit eine Funktion in die (mobile) Gemini-App, die das nachträgliche Bearbeiten von generierten Bildern effizienter gestaltet. Anwender müssen fehlerhafte Details in den sogenannten Nano-Banana-Bildern nicht mehr rein textbasiert beschreiben oder den Arbeitsprozess unterbrechen. Stattdessen erlaubt das neue Werkzeug das direkte Markieren von Bildbereichen mittels eines Editors innerhalb des Chats.

Sobald ein Bild generiert wurde, erscheint künftig ein Stift-Symbol in der Benutzeroberfläche. Ein Tippen darauf öffnet einen Markup-Editor, in dem Nutzer die zu ändernde Stelle visuell hervorheben oder einkreisen können. Nach Bestätigung der Auswahl wird das bearbeitete Bild automatisch in das Eingabefeld übernommen.

Dort kann der Nutzer spezifische Anweisungen wie Himmel abdunkeln oder Objekt entfernen eingeben, die sich exakt auf den maskierten Bereich beziehen. Das Verfahren ist technisch als Inpainting bekannt und verhindert, dass die KI bei kleinen Änderungswünschen das gesamte Bildmotiv neu interpretiert.

Inpainting von Nano Banana auf Gemini (Android Authority)Inpainting von Nano Banana auf Gemini (Android Authority)Inpainting von Nano Banana auf Gemini (Android Authority)Inpainting von Nano Banana auf Gemini (Android Authority)

Bislang war der Workflow für solche Korrekturen in Gemini oft frustrierend. Nutzer mussten generierte Bilder herunterladen, in einer externen Anwendung markieren und anschließend erneut hochladen, um der KI den nötigen Kontext für die Änderung zu geben. Die native Integration der Funktion schließt damit eine Lücke in der Benutzerführung und spart Zeit bei iterativen kreativen Prozessen.

Fund im Quellcode der App

Wie Android Authority berichtet, konnte das Feature in der Version 17.8.59 der Google-App bereits identifiziert und manuell aktiviert werden. In der Beta-Version zeigte sich, dass neben dem reinen Markieren auch Textanmerkungen direkt auf dem Bild platziert werden können. Das hilft dabei, komplexe Änderungswünsche noch präziser zu kommunizieren.

Die interne Bezeichnung Nano Banana taucht in den Codedateien der App auf. Der Name bezieht sich auf die spezifische Bildgenerierungs-Pipeline von Google, die mittlerweile auf dem Modell Gemini 3.1 Flash Image basiert. Der Zusatz Nano deutet oft auf Prozesse hin, die besonders effizient oder sogar lokal auf dem Endgerät ausgeführt werden können, wenngleich die Bildgenerierung aktuell meist noch Cloud-Ressourcen benötigt.

Konkurrenz zu Adobe Firefly

Damit nähert sich Google dem Funktionsumfang etablierter Kreativ-Werkzeuge an. Konkurrenzprodukte wie Adobe Firefly oder Canva bieten bereits länger maskenbasierte Änderungen an. Die Integration in einen Chatbot-Kontext senkt jedoch die Hürde für Gelegenheitsnutzer, die schnelle Ergebnisse ohne den Einsatz professioneller Bildbearbeitungssoftware erzielen möchten. Wann genau das Feature für alle Nutzer freigeschaltet wird, ist noch offen, da Google solche Funktionen oft stufenweise über serverseitige Updates verteilt.

Nutzt ihr Gemini bereits für die Erstellung von Grafiken oder setzt ihr lieber auf spezialisierte Tools wie Midjourney? Wie wichtig ist euch eine integrierte Bearbeitungsfunktion im Chat? Schreibt es uns in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Google integriert eine Bildbearbeitung direkt in den Gemini-App-Chat
  • Fehlerhafte Details können per Einkreisen und Textbefehl korrigiert werden
  • Ein Stift-Symbol öffnet einen Markup-Editor zum Markieren von Bereichen
  • Das Inpainting-Verfahren verhindert eine komplette Neuinterpretation des Bildes
  • Bisher mussten Bilder extern bearbeitet und erneut hochgeladen werden
  • Das Feature wurde in Version 17.8.59 der Google-App bereits entdeckt
  • Google nähert sich dem Funktionsumfang von Adobe Firefly und Canva an

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