Forscher finden Umgebung, die sogar robuste Bärtierchen umbringt
Bärtierchen gelten als nahezu unverwüstlich: Die winzigen Achtbeiner überstehen extreme Kälte, starke Strahlung, Austrocknung und sogar das Vakuum des Weltraums. Doch nun haben Wissenschaftler eine Umgebung gefunden, die auch sie ins Jenseits befördert.
Für das Experiment stellten die Wissenschaftler zwei unterschiedliche Mars-Regolith-Simulanten her. Grundlage waren Daten, die der Rover Curiosity im Gebiet Rocknest-Krater im Gale Crater gesammelt hatte. Die erste Probe, MGS-1, sollte die durchschnittliche chemische Zusammensetzung der Marsoberfläche widerspiegeln. Die zweite, OUCM-1, wurde mit besonderem Augenmerk auf Mineralogie und chemische Details entwickelt.
Getestet wurden sowohl aktive als auch inaktive, stark ausgetrocknete Bärtierchen. Letztere befinden sich in einem Ruhestadium, das ihnen extreme Bedingungen überstehen lässt. In den Versuchen zeigte sich jedoch: Im MGS-1-Regolith nahm die Aktivität der Tiere rasch ab, einige wurden bereits nach zwei Tagen vollständig inaktiv und starben gar endgültig. Im OUCM-1-Simulanten hingegen blieben sie deutlich vitaler.
Allerdings betonen die Forschenden, dass es sich lediglich um Laborsimulationen handelt. Druck, Temperatur und weitere Umweltfaktoren des Mars wurden nur begrenzt berücksichtigt. Zudem erlauben Ergebnisse mit Bärtierchen keine direkten Rückschlüsse auf andere Mikroorganismen. Dennoch liefert die Studie wichtige Hinweise darauf, wie empfindlich selbst widerstandsfähige Lebewesen auf marsähnliche Böden reagieren und wie komplex die Herausforderung des planetaren Schutzes tatsächlich ist.
Siehe auch:
Der Mars ist tödlich
In einer aktuellen Studie, veröffentlicht im International Journal of Astrobiology, untersuchte ein Forschungsteam um die Mikrobiologin Corien Bakermans von der Penn State University, wie sich künstlich hergestellter Marsboden auf Bärtierchen auswirkt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage des sogenannten planetaren Schutzes: Wie lässt sich verhindern, dass irdische Organismen fremde Himmelskörper kontaminieren und umgekehrt?Für das Experiment stellten die Wissenschaftler zwei unterschiedliche Mars-Regolith-Simulanten her. Grundlage waren Daten, die der Rover Curiosity im Gebiet Rocknest-Krater im Gale Crater gesammelt hatte. Die erste Probe, MGS-1, sollte die durchschnittliche chemische Zusammensetzung der Marsoberfläche widerspiegeln. Die zweite, OUCM-1, wurde mit besonderem Augenmerk auf Mineralogie und chemische Details entwickelt.
Getestet wurden sowohl aktive als auch inaktive, stark ausgetrocknete Bärtierchen. Letztere befinden sich in einem Ruhestadium, das ihnen extreme Bedingungen überstehen lässt. In den Versuchen zeigte sich jedoch: Im MGS-1-Regolith nahm die Aktivität der Tiere rasch ab, einige wurden bereits nach zwei Tagen vollständig inaktiv und starben gar endgültig. Im OUCM-1-Simulanten hingegen blieben sie deutlich vitaler.
Relevant für Besuche
Überraschend war, dass ein einfaches Auswaschen des MGS-1-Bodens mit Wasser die Überlebensrate deutlich verbesserte. Offenbar enthält der simulierte Marsstaub Substanzen, die für selbst robuste Organismen schädlich sind, sich aber teilweise entfernen lassen. Das könnte für zukünftige Marsmissionen relevant sein, auch wenn Wasser auf dem Roten Planeten eine knappe Ressource darstellt.Allerdings betonen die Forschenden, dass es sich lediglich um Laborsimulationen handelt. Druck, Temperatur und weitere Umweltfaktoren des Mars wurden nur begrenzt berücksichtigt. Zudem erlauben Ergebnisse mit Bärtierchen keine direkten Rückschlüsse auf andere Mikroorganismen. Dennoch liefert die Studie wichtige Hinweise darauf, wie empfindlich selbst widerstandsfähige Lebewesen auf marsähnliche Böden reagieren und wie komplex die Herausforderung des planetaren Schutzes tatsächlich ist.
Zusammenfassung
- Bärtierchen überstehen extreme Kälte, Strahlung und das Vakuum im All
- Künstlicher Marsboden kann selbst widerstandsfähige Bärtierchen töten
- Die Studie wurde im International Journal of Astrobiology publiziert
- Zwei Mars-Regolith-Simulanten basierten auf Daten des Rovers Curiosity
- Im MGS-1-Regolith starben einige Bärtierchen bereits nach zwei Tagen
- Auswaschen des Marsbodens mit Wasser verbesserte die Überlebensrate
- Die Ergebnisse sind für den planetaren Schutz bei Marsmissionen relevant
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