Nach Urteil: HDR kehrt zu Disney+ zurück - Streaming dennoch limitiert
Nach einer Zwangspause kehrt mit HDR10 ein wichtiges Bild-Feature zu Disney+ zurück. Ein Patentstreit hatte die Deaktivierung erzwungen und die Streaming-Qualität massiv eingeschränkt. Nutzern bleiben jedoch immer noch einige Funktionen vorenthalten.
Die Abschaltung erfolgte nicht aufgrund technischer Probleme, sondern hatte einen juristischen Hintergrund. Disney sah sich gezwungen, Änderungen an der Verfügbarkeit bestimmter Videoformate vorzunehmen, um rechtlichen Vorgaben zu entsprechen. Nachdem zunächst die dynamischen Formate HDR10+ und Dolby Vision entfernt wurden, traf es zwischenzeitlich auch den statischen HDR10-Standard. Das warf die Bildqualität vorübergehend komplett auf SDR-Niveau (Standard Dynamic Range) zurück.
InterDigital erwirkte daraufhin eine einstweilige Verfügung gegen den Streaming-Dienst. Das erklärt, warum Disney zunächst spezifisch jene Formate abschaltete, die dynamische Metadaten nutzen. Dass kurzzeitig auch das statische HDR10 deaktiviert wurde, könnte eine Vorsichtsmaßnahme oder ein technischer Kollateralschaden im Zuge der Umstellung gewesen sein. Disney selbst bestätigte in einer Stellungnahme gegenüber Heise lediglich das Verfahren vor dem deutschen Patentgericht und bedauerte die Unannehmlichkeiten.
Kritik muss sich der Konzern vor allem für die mangelnde Kommunikation gefallen lassen. Kunden wurden über die Verschlechterung der Leistung nicht proaktiv informiert und Preisnachlässe gab es bislang keine. Wann und ob die dynamischen HDR-Formate zurückkehren, ist derzeit völlig offen. Bis zu einer Einigung mit InterDigital oder einer erfolgreichen Berufung müssen sich Nutzer wohl mit statischem HDR begnügen.
Was meint ihr dazu? Reicht euch HDR10 für den Filmabend aus oder erwartet ihr im Premium-Abo zwingend Dolby Vision? Schreibt es uns in die Kommentare.
Siehe auch:
- HDR10 steht Abonnenten von Disney+ nach einer Pause wieder zur Verfügung
- Ein Patentstreit mit InterDigital erzwang eine Deaktivierung
- Das Landgericht München hatte im November gegen Disney+ geurteilt
- Dolby Vision und HDR10+ bleiben wegen des Rechtsstreits weiter deaktiviert
- Premium-Kunden zahlen monatlich 15,99 Euro für eingeschränkte Qualität
- Disney wird für die mangelnde Kommunikation gegenüber Kunden kritisiert
- Wann und ob dynamische HDR-Formate zurückkehren, bleibt unklar
Rückkehr der besseren Bildqualität
Abonnenten des Premium-Tarifs von Disney+ können aufatmen. Der Streaming-Dienst spielt Inhalte wieder im HDR10-Format aus. Nachdem die Plattform im Januar 2026 HDR10+ deaktiviert hatte, waren in den vergangenen Wochen sukzessive weitere Standards für den erweiterten Dynamikumfang (High Dynamic Range) aus dem Angebot verschwunden. Jetzt steht zumindest die Basis-Variante der Kontrastverbesserung wieder zur Verfügung. Zuvor hatten Nutzer in Foren und sozialen Medien ihren Unmut darüber geäußert, dass trotz des teuren Abonnements die versprochene Bildqualität plötzlich fehlte.Die Abschaltung erfolgte nicht aufgrund technischer Probleme, sondern hatte einen juristischen Hintergrund. Disney sah sich gezwungen, Änderungen an der Verfügbarkeit bestimmter Videoformate vorzunehmen, um rechtlichen Vorgaben zu entsprechen. Nachdem zunächst die dynamischen Formate HDR10+ und Dolby Vision entfernt wurden, traf es zwischenzeitlich auch den statischen HDR10-Standard. Das warf die Bildqualität vorübergehend komplett auf SDR-Niveau (Standard Dynamic Range) zurück.
Patentstreit mit InterDigital
Die Ursache für die drastischen Einschränkungen ist ein Patentstreit mit dem US-amerikanischen Unternehmen InterDigital. Das Landgericht München hatte bereits im November 2025 geurteilt, dass Disney+ durch das Streaming von Videos mit dynamischen HDR-Bildinformationen Patente von InterDigital verletze.InterDigital erwirkte daraufhin eine einstweilige Verfügung gegen den Streaming-Dienst. Das erklärt, warum Disney zunächst spezifisch jene Formate abschaltete, die dynamische Metadaten nutzen. Dass kurzzeitig auch das statische HDR10 deaktiviert wurde, könnte eine Vorsichtsmaßnahme oder ein technischer Kollateralschaden im Zuge der Umstellung gewesen sein. Disney selbst bestätigte in einer Stellungnahme gegenüber Heise lediglich das Verfahren vor dem deutschen Patentgericht und bedauerte die Unannehmlichkeiten.
Was fehlt weiterhin im Premium-Abo?
Obwohl die Rückkehr von HDR10 ein wichtiger Schritt ist, erhalten Kunden weiterhin nicht den vollen Leistungsumfang, den das Premium-Abo für monatlich 15,99 Euro ursprünglich versprach. Während HDR10 mit statischen Metadaten arbeitet, also die Helligkeitswerte für den gesamten Film einmal festlegt, passen Dolby Vision und HDR10+ diese Werte Szene für Szene oder sogar Bild für Bild an. Genau jene fortschrittliche Technologie bleibt aufgrund des andauernden Rechtsstreits aber weiter deaktiviert.Kritik muss sich der Konzern vor allem für die mangelnde Kommunikation gefallen lassen. Kunden wurden über die Verschlechterung der Leistung nicht proaktiv informiert und Preisnachlässe gab es bislang keine. Wann und ob die dynamischen HDR-Formate zurückkehren, ist derzeit völlig offen. Bis zu einer Einigung mit InterDigital oder einer erfolgreichen Berufung müssen sich Nutzer wohl mit statischem HDR begnügen.
Was meint ihr dazu? Reicht euch HDR10 für den Filmabend aus oder erwartet ihr im Premium-Abo zwingend Dolby Vision? Schreibt es uns in die Kommentare.
Siehe auch:
- Sky-Urteil: Schwarzsehen erfüllt nicht Computerbetrugs-Strafbestand
- Disney+ im Wandel: Streaming-Dienst will so cool wie TikTok sein
- Hammer-Urteil gegen Amazon: Werbung bei Prime Video ist rechtswidrig
- Prime Video: Amazons zweites KI-Feature scheitert ebenfalls krachend
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Thema:
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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- X-Men '97: Disney zeigt den Trailer zu Staffel 2 der Marvel-Serie
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