Nintendo bricht Schweigen:
Switch 2 könnte bald teurer werden

Bisher warnten nur Analysten, jetzt wird es konkret: Nintendo-Chef Furukawa bestätigt offiziell, dass eine Preiserhöhung für die Switch 2 geprüft wird. Wegen explodierender Speicherkosten ist der aktuelle Preis ab April wohl in Gefahr.
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Unsplash / Daniel Romero

Preisanstieg durch Chip-Knappheit

Die globale Knappheit bei Speicherchips trifft den Endverbrauchermarkt für IT-Hardware zunehmend härter. Nachdem bereits die Preise für PC-Komponenten und Grafikkarten in den vergangenen Monaten spürbar angezogen haben, steht nun auch bei aktuellen Spielkonsolen eine Preiserhöhung im Raum. Konkret betroffen ist die im Juni 2025 erschienene Nintendo Switch 2.

Der aktuelle Listenpreis von 449 US-Dollar für das Basismodell könnte im Laufe des Jahres 2026 nicht mehr zu halten sein. Ursache hierfür ist eine massive Verknappung von DRAM-Modulen, die primär durch den enormen Hunger von KI-Rechenzentren nach Speicherressourcen ausgelöst wurde.


Experten zeichnen ein nüchternes Bild der Lage. Die Fertigungskapazitäten großer Speicherhersteller wie Samsung und SK Hynix werden aktuell massiv zugunsten von Kunden aus dem KI-Sektor verschoben, was das Angebot für Consumer-Electronics verknappt. Da Produktionslinien für hochpreisigen HBM-Speicher (High Bandwidth Memory) priorisiert werden, sinkt der Output für klassischen LPDDR5X-Speicher, der in mobilen Konsolen zum Einsatz kommt.

Wie der Analyst Daniel Ahmad von Niko Partners laut einem Bericht von GameSpot prognostiziert, ist daher eine Preiserhöhung der Konsole um 50 bis 100 US-Dollar ein realistisches Szenario.

Nintendo bezieht Stellung zum Preis

Inmitten der angespannten Marktlage hat sich nun die Führungsebene des japanischen Konzerns zu Wort gemeldet. Wie Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa im Rahmen der Bekanntgabe jüngster Quartalszahlen einräumte, werden Preiserhöhungen für die Switch 2 angesichts der steigenden Speicherkosten offiziell "in Erwägung gezogen".

Wie GameRant berichtet, betonte Furukawa jedoch gleichzeitig, dass für das laufende Geschäftsjahr, welches am 31. März 2026 endet, vorerst keine Änderungen geplant seien. Das Neujahrsgeschäft und das erste Quartal 2026 bleiben somit preislich stabil.

Für das im April beginnende neue Fiskaljahr sieht die Situation jedoch anders aus. Sollten die Beschaffungskosten für Komponenten weiterhin auf diesem hohen Niveau verharren oder gar steigen, könnte das die Profitabilität des Unternehmens unter Druck setzen. Nintendo vermeidet es traditionell, Hardware dauerhaft mit Verlust zu verkaufen. Eine Entscheidung über eine Anpassung der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) würde jedoch nicht leichtfertig getroffen.

Verkaufszahlen und Marktausblick

Trotz der drohenden Preisanpassungen steht die Hardware derzeit gut da. Seit dem Launch im Juni 2025 wurden bereits 17,37 Millionen Einheiten der Switch 2 abgesetzt. Gleichzeitig erreichte der Vorgänger, die erste Nintendo Switch, einen historischen Meilenstein: Mit über 155 Millionen verkauften Einheiten hat sie den Nintendo DS überholt und ist nun die erfolgreichste Konsole in der Geschichte des Unternehmens.

Die Strategie für die kommenden Monate bleibt abzuwarten. Da auch Mitbewerber wie Microsoft und Sony im Jahr 2025 ihre Preise für Hardware und Services angepasst haben, wäre ein ähnlicher Schritt für die Switch 2 kein Phänomen. Gamer, die eine Anschaffung planen, sollten die Marktentwicklung im Frühjahr 2026 genau beobachten. Mit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres im April dürfte mehr Klarheit über die neue Preisstruktur herrschen.

Die steigenden Hardwarepreise betreffen mittlerweile fast alle IT-Bereiche. Rechnet ihr fest mit einer Preiserhöhung der Switch 2 oder wird der Hersteller die Kosten schlucken? Schreibt uns eure Einschätzung in die Kommentare!

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Zusammenfassung
  • Speicherchipknappheit durch KI-Rechenzentren trifft Konsolenmarkt
  • Nintendo erwägt Preiserhöhung der Switch 2 aufgrund steigender DRAM-Kosten
  • Aktueller Preis von 449 US-Dollar könnte 2026 um 50-100 US-Dollar steigen
  • Bis Ende des Geschäftsjahres am 31. März 2026 bleibt der Preis stabil
  • Ab April 2026 sind Preisanpassungen möglich, wenn Komponenten teuer bleiben
  • Switch 2 verkaufte sich seit Launch im Juni 2025 bereits 17,37 Millionen Mal
  • Vorgängermodell erreichte mit 155 Millionen Einheiten historischen Rekord

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