Streaming-Dienste: Investition in Inhalte knackt 100-Mrd.-$-Marke

Der Konkurrenzkampf zwischen den inzwischen recht zahlreichen Streamingdiensten führt zumindest dazu, dass die Nutzer sich auf mehr Premium-Inhalte freuen können. Die Investitionen in Content steigen weiterhin deutlich an.
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Zu neuen Rekorden

Die weltweiten Ausgaben großer Streamingdienste für Inhalte werden in diesem Jahr erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar überschreiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Marktanalyse von Ampere Analysis, die den globalen Markt für audiovisuelle Produktionen untersucht. Demnach treiben Plattformen wie Netflix, Disney+, Prime Video, HBO Max, Paramount+ und Apple TV+ weiterhin den größten Teil des Wachstums im Content-Bereich voran.

Laut Ampere werden die Streaminganbieter ihre Budgets durchschnittlich um rund sechs Prozent erhöhen. Dadurch soll die weltweite Gesamtinvestition in TV- und Filmproduktionen um etwa zwei Prozent steigen. Der für dieses Jahr prognostizierte Wert von 101 Milliarden Dollar markiert dabei nicht nur einen historischen Höchststand, sondern entspricht auch rund zwei Fünfteln der weltweiten Ausgaben für Inhalte durch alle Akteure. Noch vor wenigen Jahren war dieser Anteil deutlich niedriger, inzwischen hat sich das Kräfteverhältnis im internationalen TV-Geschäft aber klar zugunsten der Streamingplattformen verschoben.


Durchaus bemerkenswert ist der Anstieg der Investitionen in einem Jahr, dass von vielen großen Sportereignissen geprägt ist. Mit der Fußball-Weltmeisterschaft und den Olympischen Winterspielen stehen zwei mächtige Live-Events an, die traditionell vor allem den klassischen Fernsehsendern zugutekommen.

TV-Sender unter Druck

Dennoch erkennt Ampere gerade im Sports-Segment auch einen wichtigen Wachstumstreiber für die Streamingbranche. Immer mehr Plattformen sichern sich Übertragungsrechte, um live-fähige Inhalte in ihr Portfolio aufzunehmen. Amazon Prime Video hat unter anderem kürzlich umfassende NBA-Rechte bis 2026 erworben.

Während die Streamingdienste ihre Investitionen kontinuierlich ausbauen, geraten regionale und nationale Fernsehsender zunehmend unter Druck. Sie kämpfen laut Ampere mit steigenden Produktionskosten, rückläufigen Werbeeinnahmen und einem Publikum, das sich seit der Pandemie stärker zu On-Demand-Angeboten orientiert.

Zusammenfassung
  • Investitionen der Streamingdienste in Inhalte überschreiten 100 Mrd Dollar
  • Budgetsteigerung von sechs Prozent treibt das Wachstum im Content-Bereich
  • Streaming-Plattformen dominieren mit zwei Fünfteln der weltweiten Ausgaben
  • Sport-Übertragungsrechte werden zunehmend wichtige Wachstumstreiber
  • Amazon Prime Video sichert sich umfassende NBA-Rechte bis 2026
  • Klassische Fernsehsender leiden unter sinkenden Werbeeinnahmen

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