Smart Play ohne Apps: Lego stellt seine neuen Hightech-Steine vor

Lego will das das Spielen mit Klemm­bau­stei­nen neu erfinden. Eine Revolution der Steine? "Smart Play" erweckt Modelle zum Leben - ohne Bildschirme oder Apps. Wir verraten, wie der neue Hightech-Stein funktioniert und was Star Wars damit zu tun hat.
Lego, Klemmbausteine, Bausätze, Lego Sets, Lego Smart Brick, Lego Smart Play
Lego

Lego Smart Play: Hardware trifft Baustein

Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hat Lego eine umfassende technische Neuerung für ihr klassisches Klemmbaustein-System vorgestellt. Unter dem Namen "Lego Smart Play" führt das Unternehmen eine Plattform ein, die physisches Spielzeug mit digitaler Interaktion verknüpft, ohne dabei auf Apps oder Bildschirme angewiesen zu sein.

Im Zentrum der Entwicklung steht der sogenannte Smart Brick, ein Baustein im klassischen 2x4-Format, der mit Sensoren, einem Lautsprecher und einem speziellen Prozessor ausgestattet ist. Ziel ist es, Lego-Modellen durch Sound- und Lichteffekte eine direkte Reaktion auf das Spielverhalten zu ermöglichen.

Lego Smart Play: Die Technik hinter den smarten Bricks

Das technische Herzstück bildet ein proprietärer ASIC (Application-Specific Integrated Circuit) mit einer Größe von nur 4,1 Millimetern. Dieser "Play Engine"-Prozessor verarbeitet Daten von Beschleunigungssensoren und magnetischen Feldern in Echtzeit. Die Steine können dank integrierter Kupferspulen nicht nur ihre Ausrichtung erkennen, sondern mittels "Neighbor Position Measurement" auch die relative Distanz und Position zu anderen Smart Bricks bestimmen.

Die Technik erlaubt es somit, Bewegungsabläufe zu registrieren - etwa einen Looping mit einem Raumschiff - und diese akustisch passend zu untermalen.

Wie Lego in der offiziellen Ankündigung ausführt, kommunizieren die Kom­po­nen­ten über ein lokales Protokoll namens "BrickNet". Das System benötigt keine Internetverbindung und keine externe Steuerungseinheit, was einen deutlichen Strategiewechsel zu früheren, oft App-abhängigen Themenreihen markiert.

Neben dem Smart Brick umfasst die Plattform "Smart Tags" (2x2-Fliesen mit digitaler ID) und "Smart Minifigures". Die passiven Elemente nutzen eine NFC-ähnliche Technologie, um dem Hauptstein mitzuteilen, welcher Charakter oder welches Fahrzeug gerade bespielt wird. Setzt man etwa eine Darth-Vader-Minifigur in ein entsprechendes Cockpit, löst der Smart Brick das charakteristische Atemgeräusch aus.

Lego Smart Play: Kids bringen ihre Kreationen zum Leben

Sicherheit und technische Hintergründe

Die Entwicklung der Plattform erfolgte in Zusammenarbeit mit Capgemini Cambridge Consultants. Der Verzicht auf eine Online-Anbindung und die Wahl eines geschlossenen Ökosystems sollen dabei das Risiko externer Angriffe minimieren. Zudem betont der Hersteller den Datenschutz: Es sind keine Mikrofone verbaut, das Spielzeug "hört" also nicht mit.

Die Tonausgabe erfolgt nicht über einfache Samples, sondern über Echtzeit-Synthesizer, was den Speicherbedarf drückt und dynamischere Klangverläufe erlaubt. Die Stromversorgung gewährleisten fest verbaute Akkus, die kabellos über ein Sammel-Ladepad aufgeladen werden - Batteriewechsel entfallen somit.

Historisch gesehen ist das nicht der erste Versuch der Dänen, Technik und Stein zu verbinden. Während das inzwischen eingestellte "Lego Mindstorms" auf Programmierung setzte und Themen wie "Hidden Side" oder "Vidiyo" zwingend ein Smartphone erforderten, kehrt Smart Play zum haptischen Kern zurück. Die Technik soll "unsichtbar" bleiben und den Spielfluss nicht durch Bildschirme unterbrechen.

Die Partnerschaft mit Lucasfilm, die bereits seit 1999 besteht, dient hierbei als ideales Zugpferd, um die neue Technologie am Massenmarkt zu etablieren.
Lego Smart PlayLukes Red Five X-Wing Lego Smart PlayDarth Vaders TIE Fighter

Preise und Verfügbarkeit zum Start

Zum Marktstart am 1. März 2026 fokussiert sich der Hersteller vollständig auf die Lizenzmarke Star Wars. Drei Sets sind angekündigt, die ab dem 9. Januar vorbestellbar sind:

  • Darth Vaders TIE Fighter (75421): 473 Teile für 69,99 Euro.
  • Lukes Red Five X-Wing (75423): 584 Teile für 89,99 Euro.
  • Throne Room Duel & A-Wing (75427): 962 Teile für 159,99 Euro.

Die Preisgestaltung liegt damit spürbar über vergleichbaren Sets ohne Elektronik. Kritiker könnten zudem anmerken, dass fest verbaute Akkus die Langlebigkeit des Spielzeugs auf Jahrzehnte gesehen begrenzen könnten, wenngleich der Hersteller eine Haltbarkeit auch nach Jahren der Inaktivität verspricht.

Was haltet ihr von diesem Ansatz, Technik ohne Bildschirme in Spielzeug zu integrieren? Ist der Aufpreis für die Smart-Funktionen gerechtfertigt? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.

Lego-Deals bei Media Markt Tolle neue Sets für Jung und Alt Zum Angebot
Zusammenfassung
  • 'Lego Smart Play' verbindet physisches Bauen mit digitaler Interaktion
  • Smart Brick mit Sensoren und Lautsprecher als technisches Herzstück
  • Erkennt Ausrichtung und Position ohne Bildschirme oder Apps
  • Autarkes System 'BrickNet' ohne Internet oder externe Steuerung
  • Smart Tags und Smart Minifigures für charakterspezifische Effekte
  • Zunächst in drei Star-Wars-Sets ab dem 1. März 2026 erhältlich
  • Preise von 69,99 bis 159,99 Euro über Standardmodellen

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!