Qingzhou: Neuer Frachter für Tiangong-Raumstation geht in Produktion
Chinas Raumfahrtprogramm setzt auf Effizienz: Mit Qingzhou steht ein neuer, kostengünstiger Frachter für die Raumstation Tiangong in den Startlöchern. Die Produktion beginnt 2026, der Zeitplan für den Erstflug wurde angepasst. Alle Details und Hintergründe.
Das Projekt der Innovationsakademie für Mikrosatelliten der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (IAMCAS) zielt auf flexiblere Missionen und niedrigere Transportkosten. Der Produktionsstart der Ingenieurmodelle ist für Anfang 2026 geplant.
Der Erstflug zur Raumstation Tiangong ist nun für 2026 vorgesehen. Wie China in Space berichtet, beginnt die Fertigung der ersten flugfähigen Modelle im kommenden Jahr. Als Gründe gelten zusätzliche Tests der neuen Trägerrakete sowie Anpassungen an den Andockmechanismen der Raumstation. Qingzhou soll mit der neu entwickelten Trägerrakete Lijian-2 starten, die von CAS Space gefertigt wird.
Die Rakete ist auf kosteneffiziente Starts ausgelegt und kombiniert Feststoff- und Flüssigtreibstoffe. Damit sollen die Startkosten gegenüber den bisherigen Lange-Marsch-Raketen sinken.
Wie CCTV zeigt, geht der ...
... Qingzhou-Prototyp in die Testphase
Anders als die Qingzhou-Kapsel soll Haolong nach dem Wiedereintritt horizontal landen und Experimente zur Erde zurückbringen. Beide Systeme sollen unterschiedliche Aufgaben übernehmen: Qingzhou für den Transport von Verbrauchsgütern, Haolong für Missionen mit Rückfracht. China möchte so die Abhängigkeit von den nicht wiederverwendbaren Tianzhou-Schiffen verringern und die Versorgung der Raumstation flexibler gestalten.
Was haltet ihr von Chinas Strategie, auf zwei unterschiedliche Systeme für die Versorgung der Raumstation zu setzen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.
Siehe auch:
Qingzhou: Neuer Frachter für Tiangong
China entwickelt mit dem Frachtraumschiff Qingzhou (auf Deutsch "Leichtes Schiff") eine kostengünstige Ergänzung zu den bisherigen Tianzhou-Transportern für die Raumstation Tiangong.Das Projekt der Innovationsakademie für Mikrosatelliten der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (IAMCAS) zielt auf flexiblere Missionen und niedrigere Transportkosten. Der Produktionsstart der Ingenieurmodelle ist für Anfang 2026 geplant.
Verzögerung beim Erstflug bestätigt
Der Prototyp soll bei einer Startmasse von rund 5000 Kilogramm bis zu 1800 Kilogramm Nutzlast in den niedrigen Erdorbit bringen. Ziel ist es, die Logistikkosten zu senken und Versorgungsflüge bei Bedarf häufiger durchführen zu können.Der Erstflug zur Raumstation Tiangong ist nun für 2026 vorgesehen. Wie China in Space berichtet, beginnt die Fertigung der ersten flugfähigen Modelle im kommenden Jahr. Als Gründe gelten zusätzliche Tests der neuen Trägerrakete sowie Anpassungen an den Andockmechanismen der Raumstation. Qingzhou soll mit der neu entwickelten Trägerrakete Lijian-2 starten, die von CAS Space gefertigt wird.
Die Rakete ist auf kosteneffiziente Starts ausgelegt und kombiniert Feststoff- und Flüssigtreibstoffe. Damit sollen die Startkosten gegenüber den bisherigen Lange-Marsch-Raketen sinken.
Wie CCTV zeigt, geht der ...
... Qingzhou-Prototyp in die Testphase
Raumgleiter als parallele Entwicklung
Parallel dazu verfolgt China mit dem Raumgleiter Haolong ein weiteres Logistikkonzept. Der Entwurf wurde ebenfalls von der Behörde für bemannte Raumfahrt (CMSA) ausgewählt.Anders als die Qingzhou-Kapsel soll Haolong nach dem Wiedereintritt horizontal landen und Experimente zur Erde zurückbringen. Beide Systeme sollen unterschiedliche Aufgaben übernehmen: Qingzhou für den Transport von Verbrauchsgütern, Haolong für Missionen mit Rückfracht. China möchte so die Abhängigkeit von den nicht wiederverwendbaren Tianzhou-Schiffen verringern und die Versorgung der Raumstation flexibler gestalten.
Was haltet ihr von Chinas Strategie, auf zwei unterschiedliche Systeme für die Versorgung der Raumstation zu setzen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.
Was ist das Qingzhou-Raumschiff?
Qingzhou (übersetzt "Leichtes Schiff") ist ein neues, kostengünstiges Frachtraumschiff, das von China für die Versorgung der Raumstation Tiangong entwickelt wird. Es wird von der Innovationsakademie für Mikrosatelliten (IAMCAS) gefertigt und soll eine agile Ergänzung zur bestehenden Tianzhou-Flotte darstellen.
Das System ist darauf ausgelegt, die Logistikkosten drastisch zu senken und gleichzeitig eine höhere Flexibilität bei den Missionen zu ermöglichen. Es kombiniert ein Druckmodul für die Crew-Versorgung mit einem drucklosen Heckbereich für externe Nutzlasten.
Das System ist darauf ausgelegt, die Logistikkosten drastisch zu senken und gleichzeitig eine höhere Flexibilität bei den Missionen zu ermöglichen. Es kombiniert ein Druckmodul für die Crew-Versorgung mit einem drucklosen Heckbereich für externe Nutzlasten.
Welche Nutzlast kann transportiert werden?
Der Frachter verfügt über eine Startmasse von rund 5000 kg und kann bis zu 1800 kg Fracht in den Orbit befördern. Das Ladevolumen beträgt dabei beachtliche 27 Kubikmeter. Im Inneren werden bis zu 40 Container in speziellen Regalen installiert.
Für IT-Pros und Wissenschaftler besonders interessant: Fünf dieser 60-Liter-Container sind klimatisiert, um biologische Experimente oder frische Güter zu transportieren. Am Ende der Mission kann der Frachter bis zu 2900 kg Müll aufnehmen, der beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht.
Für IT-Pros und Wissenschaftler besonders interessant: Fünf dieser 60-Liter-Container sind klimatisiert, um biologische Experimente oder frische Güter zu transportieren. Am Ende der Mission kann der Frachter bis zu 2900 kg Müll aufnehmen, der beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht.
Wann findet der Erstflug statt?
Ursprünglich war eine Demonstrationsmission noch für das Jahr 2025 angedacht, doch aktuellen Berichten zufolge hat sich der Start auf das Jahr 2026 verschoben. Die Designprüfung wurde im Juni 2025 erfolgreich abgeschlossen.
Laut CCTV befindet sich das Projekt nun in der Phase der Systemtests. Die Produktion der ersten Ingenieurseinheiten für die Flüge soll Anfang 2026 beginnen, sodass mit einer Einsatzbereitschaft im Laufe des Jahres zu rechnen ist.
Laut CCTV befindet sich das Projekt nun in der Phase der Systemtests. Die Produktion der ersten Ingenieurseinheiten für die Flüge soll Anfang 2026 beginnen, sodass mit einer Einsatzbereitschaft im Laufe des Jahres zu rechnen ist.
Wie unterscheidet es sich von Tianzhou?
Während die Tianzhou-Serie als schweres Rückgrat der Versorgung dient, ist Qingzhou als "leichte" und kosteneffiziente Alternative konzipiert. Ein Hauptziel des Programms ist es, die Transportkosten auf unter 120 Millionen Yuan (ca. 17 Mio. USD) pro 1.000 kg Fracht zu senken.
Technisch setzt Qingzhou auf eine höhere Automatisierung und verbesserte Andocksysteme. Zudem dient es als Testplattform für Technologien, die in Zukunft eine Wiederverwendbarkeit ermöglichen könnten, auch wenn das aktuelle Design noch verglüht.
Technisch setzt Qingzhou auf eine höhere Automatisierung und verbesserte Andocksysteme. Zudem dient es als Testplattform für Technologien, die in Zukunft eine Wiederverwendbarkeit ermöglichen könnten, auch wenn das aktuelle Design noch verglüht.
Welche Rakete bringt Qingzhou ins All?
Hier herrscht derzeit Unklarheit. Ursprünglich war die Kinetica-2 des kommerziellen Anbieters CAS Space als Trägerrakete vorgesehen. Da sich deren Startpläne jedoch verschoben haben könnten, wurde im Dezember eine offene Ausschreibung für Startdienste veröffentlicht.
Die Anforderung an den Launcher ist spezifisch: Er muss in der Lage sein, 5000 kg in den Orbit der Tiangong-Station zu befördern und eine Nutzlastverkleidung bieten, die das 3,3 Meter breite Raumschiff aufnehmen kann.
Die Anforderung an den Launcher ist spezifisch: Er muss in der Lage sein, 5000 kg in den Orbit der Tiangong-Station zu befördern und eine Nutzlastverkleidung bieten, die das 3,3 Meter breite Raumschiff aufnehmen kann.
Welche Rolle spielt es für Mondmissionen?
Obwohl primär für den niedrigen Erdorbit (LEO) konzipiert, wird Qingzhou laut chinesischen Staatsmedien auch als technologische Brücke für Operationen jenseits des LEO betrachtet. Es soll Erkenntnisse für den Tiefenraumfrachttransport liefern.
Dies steht im Einklang mit Pekings ambitioniertem Zeitplan, bis 2030 Taikonauten auf den Mond zu bringen und eine Basis am Südpol des Trabanten zu errichten. Qingzhou könnte somit Vorläufertechnologien für die lunare Logistik testen.
Dies steht im Einklang mit Pekings ambitioniertem Zeitplan, bis 2030 Taikonauten auf den Mond zu bringen und eine Basis am Südpol des Trabanten zu errichten. Qingzhou könnte somit Vorläufertechnologien für die lunare Logistik testen.
Zusammenfassung
- China entwickelt kostengünstigen Frachter Qingzhou für die Tiangong-Station
- Produktionsstart der Ingenieurmodelle für Anfang 2026 vorgesehen
- Qingzhou kann bis zu 1800 Kilogramm Nutzlast bei 5000 kg Startmasse befördern
- Erstflug zur Raumstation wurde auf 2026 verschoben
- Kostengünstigere Lijian-2 Rakete soll als Trägerrakete dienen
- Parallel entwickelt China den Raumgleiter Haolong für Rückfracht-Missionen
- Beide Systeme sollen die Abhängigkeit von Tianzhou-Schiffen verringern
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