EU zwingt WhatsApp zur Öffnung:
Messenger startet Third-Party-Chats
WhatsApp startet in Europa die Interoperabilität mit anderen Messaging-Apps. Nutzer können bald mit Drittanbieter-Chats kommunizieren - die Funktion ist optional und nur auf Mobilgeräten verfügbar. Der erste Schritt zur App-übergreifenden Kommunikation.
WhatsApp-Nutzer auf iOS und Android, die sich für die Interoperabilitätsunterstützung entscheiden, können Nachrichten, Bilder, Sprachnachrichten, Videos und Dateien austauschen. Meta kündigte an, dass auch die Option zum Erstellen von Gruppen mit Drittanbieter-Nutzern verfügbar wird, sobald die Partner bereit sind, diese Funktion zu unterstützen. Die Interoperabilität beschränkt sich zunächst auf mobile Geräte, Meta hat bisher weder Web-Apps noch Desktop-Anwendungen erwähnt.
Wie aus einem Meta-Blogbeitrag hervorgeht, sind diese Partnerschaften mit BirdyChat und Haiket das Ergebnis von mehr als drei Jahren intensiver Arbeit mit europäischen Messaging-Diensten und der Europäischen Kommission. Das Ziel war es, eine Lösung für Drittanbieter-Chats zu entwickeln, die den strengen Anforderungen des DMA entspricht und gleichzeitig die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer bestmöglich bewahrt.
Die Chats können kombiniert, aber auch separat gehalten werden
Nicht jede Messaging-App kann diese strengen Verschlüsselungsanforderungen sofort erfüllen, was erklärt, warum größere Namen wie Telegram und Signal noch nicht integriert wurden. Telegram beispielsweise verwendet ein eigenes MTProto-Protokoll, während Signal ironischerweise trotz der Namensgleichheit des Protokolls noch Anpassungen vornehmen muss, um die spezifischen Interoperabilitätsanforderungen zu erfüllen.
Auf neue Chat-Anbieter sollen Nutzer aufmerksam gemacht werden
Für WhatsApp-Nutzer ist die Verbindung mit Personen in anderen Messaging-Apps vollständig optional. Nutzer müssen die Drittanbieter-Chat-Unterstützung manuell über Einstellungen aktivieren, wobei WhatsApp eine deutliche "Warnung" anzeigt, dass Betrug und Spam in diesen Unterhaltungen häufiger auftreten können. Diese Vorsichtsmaßnahme spiegelt Metas Bedenken wider, dass die Öffnung des Ökosystems neue Sicherheitsrisiken mit sich bringen könnte, kann aber auch als Abschreckung zu einer Maßnahme gesehen werden, die Meta unfreiwillig durchführt bzw. durchführen muss.
Verantwortlich für diese Öffnung ist die EU und der Digital Markets Act: Dieser trat im März 2024 vollständig in Kraft und verpflichtet sogenannte "Gatekeeper" wie Meta, Apple und Google dazu, ihre Plattformen für Konkurrenten zu öffnen. WhatsApp mit seinen über zwei Milliarden Nutzern weltweit gilt als einer der wichtigsten Messaging-Dienste und war daher ein primäres Ziel dieser Regulierung.
Mit der neuen Interoperabilität könnten kleinere Anbieter eine echte Chance erhalten, innovative Features zu entwickeln, ohne befürchten zu müssen, dass Nutzer den Zugang zu ihrem bestehenden Netzwerk verlieren.
Haiket hingegen verfolgt einen innovativeren Ansatz als Voice-Messaging-App mit kontextbewusster Technologie. Die App verspricht, Nachrichten ohne Aktivierungswörter, Tippen oder Bildschirme zu versenden, da sie die Sprachabsicht des Nutzers automatisch erkennt. Diese Technologie könnte besonders für Nutzer interessant sein, die häufig unterwegs sind oder ihre Hände nicht freihaben.
Andere etablierte Apps wie Signal, Telegram und sogar Metas eigener Messenger sollen in den kommenden Monaten folgen, sobald sie sich an die DMA-Anforderungen sowie die Technik angepasst haben.
Was haltet ihr von der WhatsApp-Interoperabilität? Werdet ihr die neuen Cross-Platform-Features nutzen oder bleibt ihr bei separaten Apps? Teilt eure Gedanken zu dieser wegweisenden Entwicklung in den Kommentaren mit uns!
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Siehe auch:
WhatsApp öffnet sich für andere Apps
WhatsApp führt in Europa die Interoperabilität mit anderen Messaging-Diensten ein und erfüllt damit die Anforderungen des Digital Markets Act (DMA) der EU. BirdyChat und Haiket werden die ersten Drittanbieter-Dienste sein, die eine Messaging-Interoperabilität mit WhatsApp implementieren. Das ist eine sicherlich bemerkenswerte Entwicklung in einem Markt, der bisher von streng geschlossenen Ökosystemen geprägt war.WhatsApp-Nutzer auf iOS und Android, die sich für die Interoperabilitätsunterstützung entscheiden, können Nachrichten, Bilder, Sprachnachrichten, Videos und Dateien austauschen. Meta kündigte an, dass auch die Option zum Erstellen von Gruppen mit Drittanbieter-Nutzern verfügbar wird, sobald die Partner bereit sind, diese Funktion zu unterstützen. Die Interoperabilität beschränkt sich zunächst auf mobile Geräte, Meta hat bisher weder Web-Apps noch Desktop-Anwendungen erwähnt.
Wie aus einem Meta-Blogbeitrag hervorgeht, sind diese Partnerschaften mit BirdyChat und Haiket das Ergebnis von mehr als drei Jahren intensiver Arbeit mit europäischen Messaging-Diensten und der Europäischen Kommission. Das Ziel war es, eine Lösung für Drittanbieter-Chats zu entwickeln, die den strengen Anforderungen des DMA entspricht und gleichzeitig die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer bestmöglich bewahrt.
Die Chats können kombiniert, aber auch separat gehalten werden
Sicherheit und technische Anforderungen
Die technischen Hürden für die Interoperabilität sind beträchtlich. WhatsApp verlangt von Drittanbietern die Verwendung des Signal-Protokolls zur Maximierung der Nutzersicherheit - dem gleichen Verschlüsselungsstandard, der seit 2016 WhatsApps Grundlage bildet. Dieses Protokoll, ursprünglich von Open Whisper Systems entwickelt und später von der Signal Foundation übernommen, gilt als Goldstandard für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der Messaging-Branche.Nicht jede Messaging-App kann diese strengen Verschlüsselungsanforderungen sofort erfüllen, was erklärt, warum größere Namen wie Telegram und Signal noch nicht integriert wurden. Telegram beispielsweise verwendet ein eigenes MTProto-Protokoll, während Signal ironischerweise trotz der Namensgleichheit des Protokolls noch Anpassungen vornehmen muss, um die spezifischen Interoperabilitätsanforderungen zu erfüllen.
Auf neue Chat-Anbieter sollen Nutzer aufmerksam gemacht werden
Für WhatsApp-Nutzer ist die Verbindung mit Personen in anderen Messaging-Apps vollständig optional. Nutzer müssen die Drittanbieter-Chat-Unterstützung manuell über Einstellungen aktivieren, wobei WhatsApp eine deutliche "Warnung" anzeigt, dass Betrug und Spam in diesen Unterhaltungen häufiger auftreten können. Diese Vorsichtsmaßnahme spiegelt Metas Bedenken wider, dass die Öffnung des Ökosystems neue Sicherheitsrisiken mit sich bringen könnte, kann aber auch als Abschreckung zu einer Maßnahme gesehen werden, die Meta unfreiwillig durchführt bzw. durchführen muss.
Verantwortlich für diese Öffnung ist die EU und der Digital Markets Act: Dieser trat im März 2024 vollständig in Kraft und verpflichtet sogenannte "Gatekeeper" wie Meta, Apple und Google dazu, ihre Plattformen für Konkurrenten zu öffnen. WhatsApp mit seinen über zwei Milliarden Nutzern weltweit gilt als einer der wichtigsten Messaging-Dienste und war daher ein primäres Ziel dieser Regulierung.
Mit der neuen Interoperabilität könnten kleinere Anbieter eine echte Chance erhalten, innovative Features zu entwickeln, ohne befürchten zu müssen, dass Nutzer den Zugang zu ihrem bestehenden Netzwerk verlieren.
Die ersten Partner im Detail
BirdyChat positioniert sich als Produktivitäts-Messaging-App, die es Nutzern ermöglicht, ihre WhatsApp-Kontakte direkt aus BirdyChat zu kontaktieren und Arbeitsunterhaltungen von persönlichen Chats getrennt zu halten. Das Unternehmen zielt auf Geschäftskunden ab, die eine klare Trennung zwischen beruflicher und privater Kommunikation wünschen, ohne mehrere Apps parallel verwenden zu müssen.Haiket hingegen verfolgt einen innovativeren Ansatz als Voice-Messaging-App mit kontextbewusster Technologie. Die App verspricht, Nachrichten ohne Aktivierungswörter, Tippen oder Bildschirme zu versenden, da sie die Sprachabsicht des Nutzers automatisch erkennt. Diese Technologie könnte besonders für Nutzer interessant sein, die häufig unterwegs sind oder ihre Hände nicht freihaben.
Andere etablierte Apps wie Signal, Telegram und sogar Metas eigener Messenger sollen in den kommenden Monaten folgen, sobald sie sich an die DMA-Anforderungen sowie die Technik angepasst haben.
Was haltet ihr von der WhatsApp-Interoperabilität? Werdet ihr die neuen Cross-Platform-Features nutzen oder bleibt ihr bei separaten Apps? Teilt eure Gedanken zu dieser wegweisenden Entwicklung in den Kommentaren mit uns!
Download WhatsApp Desktop - Client für Windows
Zusammenfassung
- WhatsApp führt in Europa Interoperabilität mit anderen Messaging-Apps ein
- BirdyChat und Haiket sind die ersten Partner für Drittanbieter-Chats
- Nutzer können nach manueller Aktivierung Nachrichten appübergreifend senden
- Signal-Protokoll wird als Verschlüsselungsstandard für die Sicherheit verlangt
- Funktion bleibt zunächst auf mobile Geräte beschränkt, nicht für Desktop
- EU-Gesetz Digital Markets Act erzwingt Öffnung geschlossener Plattformen
- Kleinere Anbieter erhalten Chance auf Innovation ohne Netzwerknachteil
Siehe auch:
- Beta jetzt verfügbar: WhatsApp kommt endlich auf die Apple Watch
- WhatsApp verbannt KI-Chatbots: Kein Schreiben mit ChatGPT & Co mehr
- WhatsApp vs. Spam: Monatliches Limit für Nachrichtenversand geplant
- WhatsApp-Nutzernamen: Der Kampf um die besten @Namen naht
- WhatsApp & Threema kritisieren EU-Plan zur Messenger-Überwachung
Thema:
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