Rapper Bot: Betreiber eines der größten Botnetze weltweit angeklagt
Ein 22-jähriger Mann aus dem US-Bundesstaat Oregon soll hinter einem der bislang mächtigsten bekannten Botnetze gestanden haben. Jetzt wurde gegen den mutmaßlichen Betreiber des Netzwerks "Rapper Bot" offiziell Anklage erhoben.
Das Botnetz bestand aus zehntausenden gekaperten Geräten - darunter Router, Überwachungskameras und digitale Videorekorder. Mit dieser Infrastruktur soll der Angeklagte die Webseiten seiner Opfer mit massiven Datenströmen überflutet haben. Unter anderem traf eine Attacke das Social Network X, das daraufhin für einige Zeit nicht erreichbar war.
Messungen des Netzwerkausrüsters Nokia zeigten im Februar die Dimension der Angriffe: Bei einer Attacke auf eine Gaming-Plattform registrierten die Experten Datenströme von 6,5 Billionen Bit pro Sekunde - ein Wert, der die Kapazität herkömmlicher Internetleitungen um ein Vielfaches übertrifft. Laut Anklageschrift zählt Rapper Bot damit zu den stärksten je dokumentierten DDoS-Netzwerken.
Besonders betroffen waren nach Ermittlerangaben Technologieunternehmen in den USA, Asien und Europa. Insgesamt wurden mehr als 370.000 Angriffe in 80 Ländern verzeichnet. Neben X und der chinesischen KI-Firma DeepSeek sollen auch Netzwerke des US-Verteidigungsministeriums mehrfach attackiert worden sein.
Experten warnen seit Jahren vor der wachsenden Gefahr durch Botnetze, die meist aus unsicheren IoT-Geräten bestehen. Während große Cloud-Dienste die Attacken abwehren können, geraten kleinere Firmen oder staatliche Einrichtungen schnell an ihre Grenzen. "Die Abschaltung von Rapper Bot beseitigt eine der wichtigsten Quellen für die größten Angriffe, die wir beobachten", erklärte Jérôme Meyer vom Netzwerkanalysedienst Nokia Deepfield.
Siehe auch:
Zahlreiche Angriffe
Nach Angaben des Justizministeriums könnten dem Beschuldigten im Falle einer Verurteilung wegen Beihilfe zu Computerangriffen bis zu zehn Jahre Haft drohen, berichtete das Wall Street Journal. Eine Stellungnahme des Angeklagten liegt bislang nicht vor.Das Botnetz bestand aus zehntausenden gekaperten Geräten - darunter Router, Überwachungskameras und digitale Videorekorder. Mit dieser Infrastruktur soll der Angeklagte die Webseiten seiner Opfer mit massiven Datenströmen überflutet haben. Unter anderem traf eine Attacke das Social Network X, das daraufhin für einige Zeit nicht erreichbar war.
Messungen des Netzwerkausrüsters Nokia zeigten im Februar die Dimension der Angriffe: Bei einer Attacke auf eine Gaming-Plattform registrierten die Experten Datenströme von 6,5 Billionen Bit pro Sekunde - ein Wert, der die Kapazität herkömmlicher Internetleitungen um ein Vielfaches übertrifft. Laut Anklageschrift zählt Rapper Bot damit zu den stärksten je dokumentierten DDoS-Netzwerken.
Besonders betroffen waren nach Ermittlerangaben Technologieunternehmen in den USA, Asien und Europa. Insgesamt wurden mehr als 370.000 Angriffe in 80 Ländern verzeichnet. Neben X und der chinesischen KI-Firma DeepSeek sollen auch Netzwerke des US-Verteidigungsministeriums mehrfach attackiert worden sein.
Zur Miete
Überdies soll der Beschuldigte das Botnetz gegen Bezahlung vermietet haben. Kunden seien unter anderem Betreiber von Glücksspielseiten gewesen, die damit Konkurrenten unter Druck setzten oder Erpressungsversuche starteten.Experten warnen seit Jahren vor der wachsenden Gefahr durch Botnetze, die meist aus unsicheren IoT-Geräten bestehen. Während große Cloud-Dienste die Attacken abwehren können, geraten kleinere Firmen oder staatliche Einrichtungen schnell an ihre Grenzen. "Die Abschaltung von Rapper Bot beseitigt eine der wichtigsten Quellen für die größten Angriffe, die wir beobachten", erklärte Jérôme Meyer vom Netzwerkanalysedienst Nokia Deepfield.
Zusammenfassung
- 22-jähriger Mann aus Oregon wegen Betrieb des Botnetzes Rapper Bot angeklagt
- Dem Beschuldigten drohen bei Verurteilung bis zu zehn Jahre Haftstrafe
- Das Botnetz bestand aus zehntausenden gekaperten Geräten wie Routern
- Mit 6,5 Billionen Bit pro Sekunde zählt es zu den stärksten DDoS-Netzwerken
- Über 370.000 Angriffe in 80 Ländern wurden dokumentiert
- Der Angeklagte vermietete das Botnetz gegen Bezahlung an Kunden
- Die Abschaltung beseitigt eine der wichtigsten Quellen für Großangriffe
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