Keine KI-Chips für Golfstaaten? USA wollen Nvidia-Exporte beschränken

Die US-Regierung will offenbar den Verkauf von leistungsfähigen KI-Chips von Nvidia und anderen Herstellern der USA in Ländern am Persischen Golf beschränken. Die Ausfuhr soll stärker kontrolliert werden, wobei eine Entscheidung je nach Zielland getroffen würde.
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Nvidia

Nvidia, AMD, Intel & Co wären betroffen

Laut einem Bericht des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg will die US-Regierung unter Präsident Joe Biden mehr Kontrolle ausüben, was den Verkauf von Chips für die Verarbeitung von KI-Daten durch US-Hersteller betrifft. Es sei angedacht, eine Art Obergrenze der Ausfuhr umzusetzen, um allgemein die "Nationale Sicherheit" der USA zu schützen, heißt es.

Noch sei nichts in Stein gegossen, da die zuständigen Stellen derzeit noch interne Überlegungen durchführen, weshalb keine endgültige Entscheidung gefallen sei. Die neuen Vorgaben, durch die die Hersteller von KI-Chips eine Art Exportlizenz für ihre Produkte zur Ausfuhr in bestimmte Länder erwerben müssten, sollen sicherstellen, dass nur "freundliche" Staaten die leistungsfähigen Chips erwerben können.

Commerce Department will Ausfuhr sauberer ordnen

Erst im September hatte das US Commerce Department neue Regelungen vorgestellt, mit denen die Ausfuhr von KI-Chips für die Nutzung in Rechenzentren im Mittleren Osten erleichtert werden soll. Die Betreiber der Rechenzentren würden dann einen sogenannten "geprüften Endnutzer-Status" erwerben können, der ihnen eine generelle Erlaubnis zur Einfuhr von KI-Chips aus den USA verschaffen würde.

Dies wäre eine einfachere Alternative dazu, dass die Chip-Anbieter jeweils individuelle Lizenzen für den Verkauf ihrer Produkte an bestimmte Kunden erwerben müssen. Vor allem der in den USA ansässige Marktführer Nvidia wäre von den neuen Regelungen betroffen. Allerdings wären auch Anbieter wie AMD und Intel betroffen, schließlich bieten sie ebenfalls eine steigende Zahl von Plattformen zur Verarbeitung von KI-Daten an.

Die US-Regierung hatte bereits 2023 die Ausweitung ihrer Vorgaben für den Erwerb von Ausfuhrlizenzen für den Export von leistungsfähigen Chips verschiedener Art über China hinaus vorgenommen. Sie betreffen mittlerweile mehr als 40 Länder, darunter auch einige Staaten im Mittleren Osten. Man will so vermeiden, dass die Chips in die Hände von Ländern gelangen, die sie nach China weiterverkaufen könnten oder selbst von Waffenembargos der USA betroffen sind.

Zusammenfassung
  • USA plant Beschränkung von Nvidia-KI-Chip Exporten in Golfstaaten
  • Verkauf von leistungsfähigen KI-Chips soll stärker kontrolliert werden
  • Entscheidung über Exporte wird je nach Zielland getroffen
  • US-Regierung unter Biden strebt mehr Kontrolle im KI-Chipverkauf an
  • Einführung von Exportlizenzen für KI-Chiphersteller geplant
  • Neue Regelungen sollen Ausfuhr in "freundliche" Staaten sicherstellen
  • Geprüfter Endnutzer-Status könnte Import in den Mittleren Osten erleichtern
  • Regelungen betreffen auch andere große US-Chiphersteller wie AMD und Intel

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