Microsoft-Daten zeigen: Der nie endende Arbeitstag greift um sich
Daten von Microsoft zeigen, wie massiv sich die Lohnarbeit trotz zahlreicher Warnungen immer weiter in der Freizeit ausdehnt. Hinzu kommt, dass die Produktivität während der Arbeitszeit durch immer häufigere Störungen vermindert wird.
Doch selbst nach Feierabend endet der digitale Druck nicht: Beschäftigte verschicken oder empfangen im Schnitt 58 Sofortnachrichten außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit - das ist ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der E-Mail-Verkehr bleibt hoch: Täglich gehen im Schnitt 117 E-Mails pro Person ein. Besonders auffällig: Bis 22 Uhr checkt rund ein Drittel erneut das Postfach - ein Zeichen für die wachsende Belastung durch Überstunden.
"Der moderne Arbeitstag hat für viele keinen klaren Anfang und kein klares Ende mehr", heißt es im Bericht von Microsoft. Zeit, die einst für Konzentration oder Erholung vorgesehen war, werde heute zunehmend für Nachbereitung, Koordination und das Abarbeiten offener Punkte verwendet. Die Folge: Ein Drittel der Beschäftigten gab in einer globalen Umfrage unter 31.000 Arbeitnehmern an, mit dem aktuellen Arbeitstempo kaum noch Schritt halten zu können.
Hier kommt noch hinzu, dass die normale Arbeitszeit für die ausufernden Meetings kaum noch ausreicht. So ist die Zahl der zwischen 20 Uhr und Mitternacht angesetzten Online-Besprechungen, wie sie beispielsweise mit Microsoft Teams geplant und durchgeführt werden, binnen nur eines Jahres um 16 Prozent gestiegen.
Siehe auch:
275 Unterbrechungen täglich
Der durchschnittliche Angestellte wird demnach während eines gewöhnlichen Acht-Stunden-Tages im Schnitt alle zwei Minuten unterbrochen - durch Meetings, E-Mails oder Chatnachrichten. Das summiert sich auf etwa 275 Unterbrechungen täglich, heißt es in einem Microsoft-Bericht, der auf der Auswertung anonymisierter Nutzungsdaten von Microsoft 365 beruht.Doch selbst nach Feierabend endet der digitale Druck nicht: Beschäftigte verschicken oder empfangen im Schnitt 58 Sofortnachrichten außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit - das ist ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der E-Mail-Verkehr bleibt hoch: Täglich gehen im Schnitt 117 E-Mails pro Person ein. Besonders auffällig: Bis 22 Uhr checkt rund ein Drittel erneut das Postfach - ein Zeichen für die wachsende Belastung durch Überstunden.
"Der moderne Arbeitstag hat für viele keinen klaren Anfang und kein klares Ende mehr", heißt es im Bericht von Microsoft. Zeit, die einst für Konzentration oder Erholung vorgesehen war, werde heute zunehmend für Nachbereitung, Koordination und das Abarbeiten offener Punkte verwendet. Die Folge: Ein Drittel der Beschäftigten gab in einer globalen Umfrage unter 31.000 Arbeitnehmern an, mit dem aktuellen Arbeitstempo kaum noch Schritt halten zu können.
Im Meeting-Wahn
Besonders kritisch sieht Microsoft die Häufung von Meetings in produktiven Tagesphasen: Die Hälfte aller Besprechungen findet zwischen 9 und 11 Uhr sowie zwischen 13 und 15 Uhr statt - genau dann, wenn laut Forschung viele Menschen ihr höchstes Konzentrationsniveau erreichen. Statt konzentriertem Arbeiten dominiere dann oft ein endloser Kreislauf aus Videokonferenzen und Abstimmungen.Hier kommt noch hinzu, dass die normale Arbeitszeit für die ausufernden Meetings kaum noch ausreicht. So ist die Zahl der zwischen 20 Uhr und Mitternacht angesetzten Online-Besprechungen, wie sie beispielsweise mit Microsoft Teams geplant und durchgeführt werden, binnen nur eines Jahres um 16 Prozent gestiegen.
Zusammenfassung
- Laut Microsoft werden Angestellte etwa alle zwei Minuten unterbrochen
- Durchschnittlich 58 Chat-Nachrichten außerhalb der Arbeitszeit versandt
- Ein Drittel der Beschäftigten checkt bis 22 Uhr nochmals das Postfach
- Arbeitszeit hat für viele keinen klaren Anfang und kein klares Ende mehr
- Meetings finden hauptsächlich während produktiver Tagesphasen statt
- Besprechungen zwischen 20 Uhr und Mitternacht stiegen um 16 Prozent
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