KI braucht bald mehr Strom als Bitcoin - und der Hunger steigt weiter
Während die Entwicklung von KI rasant voranschreitet, wächst auch ihr Energieverbrauch - und das schneller als bisher angenommen. Einer neuen Studie zufolge könnte der Strombedarf von KI-Systemen schon bis Ende 2025 den von Bitcoin-Mining übersteigen.
De Vries-Gao zieht Parallelen zur Kryptowährungsbranche, in der die Devise "größer ist besser" längst zu einer ökologischen Belastung geworden ist. Ein ähnlicher Trend zeichne sich nun in der KI-Industrie ab: Immer leistungsfähigere Chips, immer dichtere Serverparks - mit entsprechenden Konsequenzen für den Energiebedarf.
Besonders stark betroffen ist laut der Studie der US-Markt, wo KI gemeinsam mit Bitcoin-Mining und klassischen Rechenzentren bis 2030 einen Anstieg des Stromverbrauchs um 25 Prozent verursachen könnte. Doch nicht nur die Menge des Stroms zählt - auch dessen Herkunft spielt eine Rolle. Ein KI-gestützter Suchvorgang in West Virginia verursacht beispielsweise fast doppelt so hohe CO₂-Emissionen wie derselbe Vorgang in Kalifornien, wo erneuerbare Energien dominieren.
Hinzu kommen indirekte Belastungen: Der steigende Bedarf an spezialisierten Chips und anderen Komponenten treibt die Nachfrage nach seltenen Rohstoffen nach oben, während der Wasserverbrauch zur Kühlung der Systeme deutlich zunimmt. In verschiedenen Regionen steht die Ansiedlung von Datenzentren und ihr Wasserverbrauch bereits im Konflikt mit dem Bedarf der regionalen Bevölkerung.
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Rasante Steigerung
Laut Berechnungen des Umweltökonomen Alex de Vries-Gao von der Vrije Universiteit Amsterdam wird KI in knapp eineinhalb Jahren sogar fast die Hälfte des weltweiten Stromverbrauchs von Rechenzentren ausmachen - derzeit liegt dieser Anteil noch bei etwa 20 Prozent. Besonders kritisch sei dabei die mangelnde Transparenz der Tech-Konzerne: Die tatsächlichen Energiekosten für KI-Anwendungen bleiben oft im Dunkeln.De Vries-Gao zieht Parallelen zur Kryptowährungsbranche, in der die Devise "größer ist besser" längst zu einer ökologischen Belastung geworden ist. Ein ähnlicher Trend zeichne sich nun in der KI-Industrie ab: Immer leistungsfähigere Chips, immer dichtere Serverparks - mit entsprechenden Konsequenzen für den Energiebedarf.
Besonders stark betroffen ist laut der Studie der US-Markt, wo KI gemeinsam mit Bitcoin-Mining und klassischen Rechenzentren bis 2030 einen Anstieg des Stromverbrauchs um 25 Prozent verursachen könnte. Doch nicht nur die Menge des Stroms zählt - auch dessen Herkunft spielt eine Rolle. Ein KI-gestützter Suchvorgang in West Virginia verursacht beispielsweise fast doppelt so hohe CO₂-Emissionen wie derselbe Vorgang in Kalifornien, wo erneuerbare Energien dominieren.
Auch andere Ressourcen
Trotz Fortschritten bei Effizienz und Nachhaltigkeit - etwa durch die verstärkte Nutzung grüner Energie bei Großanbietern wie Google oder Microsoft - bleibt die Entwicklung besorgniserregend. Der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren könnte laut der Internationaler Energieagentur (IEA) bis 2026 auf das Niveau des gesamten Energiebedarfs Japans steigen.Hinzu kommen indirekte Belastungen: Der steigende Bedarf an spezialisierten Chips und anderen Komponenten treibt die Nachfrage nach seltenen Rohstoffen nach oben, während der Wasserverbrauch zur Kühlung der Systeme deutlich zunimmt. In verschiedenen Regionen steht die Ansiedlung von Datenzentren und ihr Wasserverbrauch bereits im Konflikt mit dem Bedarf der regionalen Bevölkerung.
Zusammenfassung
- KI-Stromverbrauch überholt laut Studie Bitcoin-Mining bis Ende 2025
- Anteil am Stromverbrauch von Rechenzentren steigt von 20 auf 50 Prozent
- Tech-Konzerne halten die tatsächlichen Energiekosten für KI-Anwendungen geheim
- In den USA könnte KI den Stromverbrauch bis 2030 um 25 Prozent erhöhen
- CO₂-Fußabdruck variiert je nach Herkunft des genutzten Stroms erheblich
- Globaler Rechenzentren-Energiebedarf könnte bald dem von Japan entsprechen
- Erhöhter Bedarf an seltenen Rohstoffen und Wasser für Kühlsysteme
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