Wegen Bitcoin-Wallet entführt und gefoltert:
Verdächtige gefasst

Im brutalen Bitcoin-Folterfall wurde ein dritter Verdächtiger verhaftet. In Manhattan wurde ein Krypto-Investor 17 Tage gefoltert, um sein Wallet-Passwort zu erpressen. Der Fall zeigt einen beunruhigenden Trend: sogenannte "Wrench Attacks".
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Brutale Bitcoin-Entführung

Der schockierende Fall einer brutalen Entführung samt anschließender Folter in Manhattan hat eine neue Wendung genommen. Der 33-jährige Krypto-Investor William D. stellte sich am Dienstag der New Yorker Polizei. Er ist der dritte Verdächtige in einem Fall, der die Krypto-Welt erschüttert und Fragen zur Sicherheit digitaler Vermögenswerte aufwirft.

D. wird beschuldigt, gemeinsam mit dem bereits verhafteten John W. (37) den italienischen Krypto-Investor Michael Valentino Teofrasto Carturan fast drei Wochen lang in einem luxuriösen Stadthaus in Manhattan gefangen gehalten und gefoltert zu haben. Die Täter wollten das Passwort zu Carturans Bitcoin-Wallet erpressen, das Berichten zufolge Millionen wert sein soll. Eine dritte Person, die 24-jährige Beatrice F., wurde ebenfalls kurzzeitig festgenommen, aber später ohne Anklage freigelassen.


Wie die New York Times berichtet, begann die Tortur am 6. Mai, als Carturan in dem 17-Zimmer-Stadthaus in der Prince Street eintraf. Er wollte sich mit seinem ehemaligen Fondspartner W. treffen, mit dem er zuvor in einem Krypto-Hedgefonds in New York zusammengearbeitet hatte. Doch statt eines Geschäftstreffens erwartete ihn ein Hinterhalt. Die Täter nahmen ihm sofort seinen Pass und elektronische Geräte ab.

Brutale Folter

Laut Polizeiangaben wurde das Opfer während der 17-tägigen Gefangenschaft an den Handgelenken gefesselt, mit Elektrodrähten geschockt, mit einer Pistole geschlagen, am Bein mit einer Säge verletzt und gezwungen, Crack zu rauchen. Außerdem wurde Carturan vom obersten Stockwerk des fünfstöckigen Gebäudes über die Kante gehängt und dadurch mit dem Tod bedroht. Die Ermittler fanden bei einer Durchsuchung des Hauses Polaroid-Fotos, die die Folter dokumentieren, sowie mehrere Waffen, eine kugelsichere Weste und andere belastende Beweise.

D. verhandelte mehrere Tage lang mit der New Yorker Polizei über seine Übergabe, bevor er sich schließlich stellte. Ihm drohen nun Anklagen wegen Entführung, Körperverletzung, Freiheitsberaubung und illegalen Waffenbesitzes. Im Falle einer Verurteilung könnte er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden.



Zunehmende "Wrench Attacks"

Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von sogenannten "Wrench Attacks" und anderen Gewaltverbrechen, die auf Krypto-Investoren und Branchenprofis abzielen. In diesen Fällen werden physische Gewalt oder Drohungen eingesetzt, um an die privaten Schlüssel der Opfer zu gelangen.

Der Begriff "Wrench Attack" (Schraubenschlüssel-Angriff) spielt darauf an, dass Angreifer statt komplizierter Hacking-Methoden einfach rohe Gewalt anwenden, um an Kryptowährungen zu gelangen. Der Name leitet sich von einem bekannten Meme ab, das zeigt, wie ein Fünf-Dollar-Schraubenschlüssel effektiver sein kann als aufwendige Hacking-Versuche.

Laut einem (erstaunlich langen) GitHub-Repository von Jameson Lopp, das solche Vorfälle dokumentiert, wurden allein im Jahr 2025 bereits 22 solcher Angriffe auf Krypto-Besitzer verzeichnet. In vielen Fällen kann die örtliche Polizei eingreifen, bevor jemand verletzt wird und Gelder verloren gehen. Doch es gibt einen wachsenden Trend zu immer gewalttätigeren und erfolgreicheren Angriffen, von denen einige zu dauerhaften Schäden und sogar zum Tod geführt haben.

Was haltet ihr von diesem erschreckenden Fall? Sollten Krypto-Besitzer mehr für ihre persönliche Sicherheit tun? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Dritter Verdächtiger im Bitcoin-Folterfall von Manhattan verhaftet
  • Krypto-Investor 17 Tage gefangen gehalten und brutal misshandelt
  • Täter wollten das Passwort zu millionenschwerem Bitcoin-Wallet erpressen
  • Opfer wurde mit Elektroschocks, Waffen und Todesdrohungen gequält
  • Der Fall gehört zu den zunehmenden 'Wrench Attacks' gegen Krypto-Besitzer
  • Bereits 22 ähnliche gewaltsame Angriffe im Jahr 2025 dokumentiert
  • Bei Verurteilung droht dem 33-jährigen Verdächtigen lebenslange Haft

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