Apple: iPhone und Co. lassen sich bald per Gehirnimplantat steuern
Apple will noch in diesem Jahr einen Standard für die Steuerung seiner Geräte über Gehirnimplantate veröffentlichen. iPhones und Co. sollen sich dann einfach bedienen lassen, indem ein Nutzer an die gewünschte Interaktion denkt.
Bereits im vergangenen Jahr sorgte ein Test mit einem ALS-Patienten für Aufmerksamkeit: Mithilfe des Synchron-Implantats konnte dieser Menüs in der Vision Pro bedienen und virtuell die Schweizer Alpen erleben. Die Technologie weckt große Hoffnungen, insbesondere bei Menschen mit Lähmungen. Synchron betreibt zudem ein Informationsportal für Personen, die sich an künftigen Studien beteiligen möchten.
Trotz der Fortschritte mahnen Experten zur Geduld. Bis Technologien wie die von Synchron oder Neuralink im Alltag weit verbreitet sind, werde es noch dauern. Bob Farrell, Vizepräsident beim Technologie-Testunternehmen Applause, betont: "Auch wenn die Möglichkeiten zunehmend beeindruckend sind, darf man nicht vergessen, dass vollständige Inklusion noch Zeit braucht. Wir müssen weiterhin Produkte entwickeln, die schon heute barrierefrei sind."
Abzuwarten bleibt allerdings auch, wie sich die neuen politischen Voraussetzungen in den USA auf die Entwicklung auswirken. Denn die US-Regierung arbeitet massiv daran, die Inklusion von Menschen mit Behinderungen zurückzufahren. Im Zuge dessen werden nicht nur staatliche Ausgaben für diesen Bereich beschnitten - wer sich für die Inklusion engagiert muss sogar damit rechnen, aktiv von staatlicher Seite benachteiligt zu werden.
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Offener Industriestandard
Der Standard soll dann auch anderen Unternehmen in der Industrie zur Verfügung gestellt werden, berichtet das Wall Street Journal. Die Spezifikationen werden in Zusammenarbeit mit dem Medizintechnikunternehmen Synchron entwickelt. Dieses hat ein Implantat namens "Stentrode" entwickelt, das in eine Vene nahe der motorischen Hirnrinde eingesetzt wird. Es kann Hirnsignale auslesen und diese in Steuerbefehle für elektronische Geräte umwandeln - darunter iPhones, iPads und Apples Virtual-Reality-Headset Vision Pro.Bereits im vergangenen Jahr sorgte ein Test mit einem ALS-Patienten für Aufmerksamkeit: Mithilfe des Synchron-Implantats konnte dieser Menüs in der Vision Pro bedienen und virtuell die Schweizer Alpen erleben. Die Technologie weckt große Hoffnungen, insbesondere bei Menschen mit Lähmungen. Synchron betreibt zudem ein Informationsportal für Personen, die sich an künftigen Studien beteiligen möchten.
Trotz der Fortschritte mahnen Experten zur Geduld. Bis Technologien wie die von Synchron oder Neuralink im Alltag weit verbreitet sind, werde es noch dauern. Bob Farrell, Vizepräsident beim Technologie-Testunternehmen Applause, betont: "Auch wenn die Möglichkeiten zunehmend beeindruckend sind, darf man nicht vergessen, dass vollständige Inklusion noch Zeit braucht. Wir müssen weiterhin Produkte entwickeln, die schon heute barrierefrei sind."
Feindbild Inklusion
Farrell lobt Apple aber für seine Vorreiterrolle im Bereich Inklusion und verweist darauf, dass sich mittlerweile auch andere Branchen - etwa die Spieleindustrie - dem Thema verstärkt widmen. "Barrierefreiheit wird zunehmend als sozialer und wirtschaftlicher Vorteil erkannt", sagt er.Abzuwarten bleibt allerdings auch, wie sich die neuen politischen Voraussetzungen in den USA auf die Entwicklung auswirken. Denn die US-Regierung arbeitet massiv daran, die Inklusion von Menschen mit Behinderungen zurückzufahren. Im Zuge dessen werden nicht nur staatliche Ausgaben für diesen Bereich beschnitten - wer sich für die Inklusion engagiert muss sogar damit rechnen, aktiv von staatlicher Seite benachteiligt zu werden.
Zusammenfassung
- Apple plant Standard für Gerätesteuerung via Gehirnimplantat in 2025
- Zusammenarbeit mit Synchron: Implantat 'Stentrode' liest Hirnsignale
- Test mit ALS-Patient: Bedienung von Vision Pro durch Gedankenkraft
- Experten mahnen zur Geduld bei Verbreitung dieser Technologien
- Branchenübergreifender Trend zu mehr Barrierefreiheit erkennbar
- US-Regierung reduziert Unterstützung für Inklusion massiv
- Engagement für Inklusion könnte staatliche Benachteiligung zur Folge haben
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