Switch 2: Nintendo importiert in den USA Millionen Geräte in die Lager

Nintendo bereitet sich auf den Launch der Switch 2 vor und profi­tiert dabei von einer 90-tägigen Pause bei US-Zollerhöhungen. Das Unternehmen hat bereits Millionen von Konsolen in die USA impor­tiert, verkauft diese aber möglicherweise trotzdem mit Verlust.
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Nintendo füllt Lager mit Switch 2 für US-Launch

Nintendo nutzt die vorübergehende Pause bei den US-Zollerhöhungen, um massive Lagerbestände der kommenden Switch 2 für den amerikanischen Markt aufzubauen. Der für den 5. Juni 2025 geplante Start der Konsole soll einen der größten Gaming-Hardware-Launches der Branchengeschichte darstellen. Bereits im Februar hat der Nintendo-Zulieferer Hosiden mehr Geräte aus Vietnam in die USA verschifft, als in den sechs Monaten zuvor zusammen.

Die Daten zeigen eine deutliche Strategieänderung: Während in den zwölf Monaten vor Januar 2025 nur etwa elf Prozent der Hosiden-Produktion in die USA gingen, sind es seither etwa zwei Drittel. Diese Umstellung ermöglicht es Nintendo, einen Vorrat von mehreren Millionen Konsolen anzulegen, bevor potenzielle Zollerhöhungen nach der aktuellen 90-Tage-Frist wieder greifen könnten.

Nintendo stellt die Switch 2 im Übersichtstrailer ausführlich vor

Laut Bloomberg, wo man sich auf Zolldaten beruft, profitiert Nintendo erheblich von der Pause bei den US-Zollerhöhungen. Statt eines geplanten 46-Prozent-Zolls auf Importe aus Vietnam gilt vorerst nur ein allgemeiner 10-Prozent-Satz. Das verschafft dem japanischen Unternehmen die erforderliche Zeit, um die Markteinführung seiner 450-Dollar-Konsole vorzubereiten. Und das ist auch dringend nötig, denn der US-Markt macht mehr als ein Drittel des Nintendo-Geschäfts aus.

Die Situation bleibt dennoch herausfordernd. Analysten schätzen, dass die Kosten der Switch 2 bei etwa 400 Dollar liegen, bei einem Zoll in Höhe von zehn Prozent würde Nintendo die Switch 2 damit immer noch mit Verlust verkaufen. "Aber der Verlust wäre etwas, das Nintendo verkraften könnte", so Toyo Securities-Analyst Hideki Yasuda. Bei einem 46-Prozent-Zoll hätte eine Preiserhöhung um 50 bis 100 Dollar gedroht.

Die Zollsituation ist und bleibt allerdings unberechenbar. Die Erhöhung der China-Zölle auf 125 Prozent (die nicht nur gefühlt täglich höher werden) stellt besonders für Konkurrenten wie Sony eine Herausforderung dar, da der japanische Hersteller den Großteil seiner PlayStation-Produktion in China hat. Nintendo hingegen hat etwa ein Drittel seiner Switch 2-Fertigung in Vietnam angesiedelt, was unter den aktuellen Bedingungen einen strategischen Vorteil darstellt.

Was haltet ihr von Nintendos Strategie? Glaubt ihr, dass die Switch 2 trotz der Zollproblematik in den USA ein Erfolg wird? Teilt eure Meinungen zu den Auswirkungen der Handelspolitik auf die Gaming-Branche in den Kommentaren!

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Zusammenfassung
  • Nintendo importiert Millionen Switch 2 Konsolen in die USA
  • Geplanter Launch am 5. Juni 2025 soll Branchen-Rekorde brechen
  • Unternehmen nutzt 90-tägige Pause bei US-Zollerhöhungen aus
  • Zwei Drittel der Produktion gehen seit Januar in die USA
  • Kosten von ca. 400 Dollar bei Verkaufspreis von 450 Dollar
  • 10% statt 46 Prozent Zoll ermöglicht knapp kostendeckenden Verkauf
  • Produktion in Vietnam verschafft Vorteil gegenüber Konkurrenten

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