KI-Chaos: Apple sieht Grund für Siri-Fiasko in eigenem hohem Anspruch

Apple zeigt sich selbstkritisch bezüglich der Siri-Verzögerungen. Man bezeichnet die Verspätung als "peinlich" und sieht die hohen eigenen Standards als Grund. Andere Firmen hätten ihre Assistenten in einem ähnlichen Zustand einfach veröffentlicht, so ein Manager.
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Selbstkritik in Cupertino

Apple sieht sich momentan massiver Kritik ausgesetzt. Denn diese Woche musste das Unternehmen mitteilen, dass die für dieses Frühjahr angekündigten Verbesserungen für Siri nun frühestens im nächsten Jahr erwartet werden. Eventuell muss man die bisherige Arbeit an der Sprachassistentin sogar komplett einstampfen und von vorn beginnen. Insider warfen Apple daher vor, über seine KI und ihre Fähigkeiten gelogen zu haben. Denn das Unternehmen habe Funktionen in Werbekampagnen und auf Konferenzen bereits stark beworben, die noch gar nicht existieren bzw. funktionieren.

Wie Mark Gurman für Bloomberg jetzt berichtet, ist Apple auch intern mit seinem Scheitern bei Siri beschäftigt. In einer Mitarbeiterversammlung bezeichnete Robby Walker, leitender Direktor für Siri, die Verzögerungen bei den wichtigen KI-Funktionen als "schlimm" und "peinlich".


Qualität vor Schnelligkeit

Im Rahmen der Versammlung erklärte Walker, dass die neuen Siri-Funktionen derzeit nur in etwa zwei Drittel bis 80 Prozent der Fälle korrekt funktionieren. Wettbewerber hätten ihre Assistenten in ähnlichen oder sogar schlechteren Zuständen auf den Markt gebracht. Für Apple sei das aber keine Option.

Trotz der Rückschläge bleibt man in Cupertino optimistisch. Walker lobte sein Team und betonte, man könne stolz auf die bisher geleistete Arbeit sein. Sinngemäß erklärte er, man habe etwas noch nie dagewesenes erreicht. Anstatt diesen Umstand gebührend anzuerkennen, würde man jetzt aber kritisieren, dass nicht alles perfekt gelaufen sei. Trotzdem versprach er "den weltbesten virtuellen Assistenten" zu liefern.

Mögliche Auswirkungen

Die Verzögerungen bei Siri könnten weitreichende Folgen für Apple haben. Der virtuelle Assistent ist ein zentraler Bestandteil der "Apple Intelligence"-Initiative, die das Unternehmen als Wachstumstreiber sieht. Eine schwache Leistung in diesem Bereich könnte sich negativ auf die Verkaufszahlen auswirken, insbesondere bei Produkten wie dem iPhone, das stark mit den neuen KI-Funktionen beworben wurde. Direkte Folgen in Form von Entlassungen auf Managementebene soll die jetzige Situation aber erst einmal keine haben.

Früher Start, großer Rückstand

Siri wurde bereits 2011 als Teil des iPhone 4s eingeführt und war einer der ersten weitverbreiteten virtuellen Assistenten auf dem Markt. Trotz dieses frühen Starts hatte Apple in den letzten Jahren Schwierigkeiten, mit den KI-Fortschritten der Konkurrenz Schritt zu halten. Das Unternehmen steht mittlerweile unter hohem Druck, Unternehmen wie Google und Amazon nicht noch weiter davonziehen zu lassen, die in den letzten Jahren bereits etliche KI-Produkte auf den Markt gebracht haben.

Was haltet ihr von Apples Ansatz bei KI und virtuellen Assistenten? Findet ihr, dass der Fokus auf Qualität die Verzögerungen rechtfertigt, oder sollte Apple seine Produkte schneller herausbringen? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Apple verschiebt angekündigte Siri-Verbesserungen auf nächstes Jahr
  • Robby Walker nennt Verzögerungen bei KI-Funktionen 'schlimm' und 'peinlich'
  • Neue Siri funktioniert nur in höchstens 80 % der Fälle korrekt
  • Apple-Team will "weltbesten virtuellen Assistenten" liefern
  • Unternehmen fokussiert sich auf Qualität statt schnelle Markteinführung
  • Verzögerungen könnten negative Auswirkungen auf Apple-Verkaufszahlen haben
  • Apple steht unter Druck, mit KI-Fortschritten der Konkurrenz mitzuhalten

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