Amazon 'Haul': Neue Billigsparte im Temu-Stil kommt nach Deutschland

Amazon plant die Expansion seines Billig-Portals "Haul" nach Europa. Mit Produkten unter 20 Dollar nimmt der E-Commerce-Riese direkt Temu und Shein ins Visier. Doch das Geschäftsmodell birgt nicht nur Vorteile für Verbraucher.
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Billig-Sparte wohl bald auch in Deutschland

Der E-Commerce-Gigant Amazon bereitet offenbar die globale Expansion seines Billig-Portals "Haul" vor. Nach einem erfolgreichen Testlauf in den USA plant der Konzern, den Dienst noch in diesem Jahr auch in Europa zu starten. Damit reagiert Amazon auf die wachsende Konkurrenz durch chinesische Anbieter wie Temu und Shein, die mit extrem niedrigen Preisen den Markt aufmischen.

"Haul" ist Amazons Antwort auf den Trend zu ultragünstigen Produkten aus China. Das Portal, das bislang nur über die Amazon-App in den USA zugänglich ist, bietet Waren für maximal 20 Dollar an. Kunden müssen dafür längere Lieferzeiten in Kauf nehmen - ein Kompromiss, den viele für die Schnäppchen offenbar gerne eingehen.


Hinweise auf weltweite Einführung

Wie The Information (via CNBC) berichtet, hat Amazon kürzlich Stellenausschreibungen für "Haul"-bezogene Positionen veröffentlicht, die auf eine weltweite Einführung hindeuten. Eine Stellenanzeige für einen Software-Entwickler im "Haul"-Team erwähnte explizit die Unterstützung eines globalen Starts. Amazons Top-Führungskräfte haben dem Bericht zufolge das Ziel ausgegeben, "Haul" in diesem Jahr sowohl in den USA als auch weltweit zu expandieren. Zu welchem genauen Datum der Dienst etwa in Deutschland startet, ist aber noch ungewiss.

Vor- und Nachteile für deutsche Verbraucher

Für deutsche Verbraucher könnte die Expansion von "Haul" ein zweischneidiges Schwert sein. Einerseits lockt das Versprechen von Schnäppchen, andererseits wirft das Geschäftsmodell Fragen auf. So gelten für Bestellungen unter 25 Dollar längere Lieferzeiten von bis zu zwei Wochen, zudem fallen Versandkosten an. Amazon prüft nach eigenen Angaben, die über "Haul" vertriebenen Produkte auf Sicherheit und Echtheit - ob dies bei der Masse an Billigwaren immer gewährleistet werden kann, ist aber fraglich. Infografik: Amazon sitzt die chinesische Konkurrenz im NackenAmazon sitzt die chinesische Konkurrenz im Nacken

Mögliche regulatorische Hürden

Die Expansion von "Haul" könnte jedoch auf regulatorische Hürden stoßen. In den USA steht die sogenannte De-minimis-Regel, die den zollfreien Import von Waren unter 800 Dollar ermöglicht, auf dem Prüfstand. Eine Änderung dieser Regelung könnte das Geschäftsmodell von "Haul" und ähnlichen Plattformen erheblich beeinflussen. Auch in Europa hat man bereits stärkere Kontrollen entsprechender Waren angekündigt.

Neuerungen auch bei Alexa

Neben der geplanten Ausweitung von "Haul" geht auch Amazons neue Sprachassistentin namens Alexa+ demnächst an den Start. Erst diese Woche hatte der Versandriese seine neue KI vorgestellt, die Alexa in Zukunft deutlich verbessert. Allerdings kostet der Dienst auch stattliche 15 Dollar im Monat. Für Prime-Kunden ist er jedoch kostenlos.

Was denkt ihr über Amazons Vorstoß in den Billig-Markt? Seid ihr bereit, für günstigere Preise längere Lieferzeiten in Kauf zu nehmen? Oder seht ihr die Expansion kritisch? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Amazon plant Expansion seines Billig-Portals 'Haul' nach Europa
  • 'Haul' bietet Produkte unter 20 Dollar mit längeren Lieferzeiten an
  • Amazons Antwort auf Konkurrenz durch chinesische Anbieter wie Temu
  • Stellenausschreibungen deuten auf weltweite Einführung von 'Haul' hin
  • Geschäftsmodell wirft Fragen zu Produktsicherheit und -echtheit auf
  • Mögliche regulatorische Hürden könnten Start erschweren

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