WhatsApp erreicht kritische Größe - und fällt nun unter den DSA der EU
WhatsApp hat in der EU inzwischen eine kritische Größe erreicht, wodurch es strengeren rechtlichen Grundlagen unterliegt. Insbesondere wird die Plattform somit zukünftig wohl nach dem Digital Services Act (DSA) behandelt.
"WhatsApp hat Nutzerzahlen veröffentlicht, die den Schwellenwert für die Einstufung als sehr große Online-Plattform nach dem DSA überschreiten", erklärte Thomas Regnier, Sprecher der EU-Kommission, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Nach den Regeln des DSA gelten Plattformen mit mehr als 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern in der EU als "sehr große Online-Plattformen" und unterliegen strengeren Vorschriften zur Inhaltsmoderation.
Hierzu zählen unter anderem verpflichtende Risikoanalysen zur Verbreitung illegaler oder schädlicher Inhalte sowie Strategien zu deren Eindämmung. Unternehmen, die gegen diese Vorschriften verstoßen, drohen empfindliche Geldstrafen von bis zu sechs Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes. Die eigentliche Messaging-Funktion von WhatsApp bleibt allerdings von dieser Einstufung unberührt.
Ob WhatsApp nun strengeren EU-Regulierungen unterliegt, hängt von der weiteren Prüfung der EU-Kommission ab. Meta selbst hat sich zu den Entwicklungen bislang nicht geäußert. Allerdings hofft man bei dem Unternehmen - ebenso wie bei anderen US-Konzernen - auf die neue US-Regierung. Vizepräsident JD Vance hatte in der vergangenen Woche die Regulierungspläne der EU bereits scharf kritisiert und fälschlicherweise behauptet, sie würden gegen die Meinungsfreiheit wirken.
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Mehr als 45 Millionen User
Der Mutterkonzern Meta hatte am 14. Februar eine neue Meldung von Nutzerzahlen bei der EU eingereicht. Laut diesen Daten erreichten die offenen Kanäle auf WhatsApp, die Nachrichtenplattformen oder öffentlichen Persönlichkeiten zugeordnet sind, im zweiten Halbjahr 2024 durchschnittlich 46,8 Millionen monatliche Nutzer. Diese Kanäle sind nach dem Digital Services Act (DSA) der EU mit sozialen Netzwerken vergleichbar."WhatsApp hat Nutzerzahlen veröffentlicht, die den Schwellenwert für die Einstufung als sehr große Online-Plattform nach dem DSA überschreiten", erklärte Thomas Regnier, Sprecher der EU-Kommission, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Nach den Regeln des DSA gelten Plattformen mit mehr als 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern in der EU als "sehr große Online-Plattformen" und unterliegen strengeren Vorschriften zur Inhaltsmoderation.
Hierzu zählen unter anderem verpflichtende Risikoanalysen zur Verbreitung illegaler oder schädlicher Inhalte sowie Strategien zu deren Eindämmung. Unternehmen, die gegen diese Vorschriften verstoßen, drohen empfindliche Geldstrafen von bis zu sechs Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes. Die eigentliche Messaging-Funktion von WhatsApp bleibt allerdings von dieser Einstufung unberührt.
Kommission ist gefragt
Die EU-Kommission muss jedoch noch formell entscheiden, ob WhatsApp in die streng regulierte Kategorie aufgenommen wird. Laut DSA sind Plattformen verpflichtet, alle sechs Monate ihre Nutzerzahlen offenzulegen. Auch der Messaging-Dienst Telegram hat in dieser Woche ein entsprechendes Update veröffentlicht und erklärt, dass die monatlichen Nutzer seiner öffentlichen Kanäle in der EU deutlich unter 45 Millionen liegen.Ob WhatsApp nun strengeren EU-Regulierungen unterliegt, hängt von der weiteren Prüfung der EU-Kommission ab. Meta selbst hat sich zu den Entwicklungen bislang nicht geäußert. Allerdings hofft man bei dem Unternehmen - ebenso wie bei anderen US-Konzernen - auf die neue US-Regierung. Vizepräsident JD Vance hatte in der vergangenen Woche die Regulierungspläne der EU bereits scharf kritisiert und fälschlicherweise behauptet, sie würden gegen die Meinungsfreiheit wirken.
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Zusammenfassung
- WhatsApps offene Kanäle erreichen 46,8 Millionen monatliche Nutzer
- Überschreitung des DSA-Schwellenwerts für große Online-Plattformen
- Strengere Vorschriften zur Inhaltsmoderation könnten bald gelten
- Verpflichtende Risikoanalysen und Strategien gegen schädliche Inhalte
- Bei Verstößen drohen Geldstrafen bis zu 6 % des Jahresumsatzes
- EU-Kommission muss über WhatsApp-Einstufung noch formell entscheiden
- US-Vizepräsident Vance kritisiert EU-Regulierungspläne scharf
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