Steam: Japanische Banken verweigern Sex-Game-Entwicklern ihr Geld
Japanische Entwickler von Erwachsenenspielen auf Steam stehen vor einem finanziellen Problem: Denn Landesbanken blockieren die Auszahlung ihrer Einnahmen. Das wirft diverse Fragen auf, denn die Begründung der Banken steht auf wackeligen Beinen.
Der japanische Politiker Taro Yamada, Mitglied des Oberhauses des Parlaments, machte kürzlich auf dieses Problem aufmerksam. Er berichtete von zahlreichen Fällen, in denen Entwickler ihre Gewinne nicht von Steams Bank in den USA auf ein japanisches Bankkonto überweisen konnten. Sowohl die japanische Finanzdienstleistungsaufsicht (FSA) als auch das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) haben die Existenz dieses Problems bestätigt.
Yamada argumentiert jedoch, dass es sich bei diesen Transaktionen um legale, offengelegte Geschäfte handele, die daher zugelassen werden sollten. Er arbeitet derzeit mit der FSA und dem METI an einer Lösung für dieses Problem. Der Politiker, der sich auf seinem X-Profil als Spezialist für Meinungsfreiheit und Digitalpolitik bezeichnet, sieht in diesem Vorgehen der Banken eine Bedrohung für die freie Meinungsäußerung.
Die Situation zeigt auch die wirtschaftliche Bedeutung der Spielebranche in Japan: Angesichts der Tatsache, dass das Land Anime und Videospiele als Kernbranchen für das Wirtschaftswachstum positioniert, erscheint das Vorgehen der japanischen Banken kontraproduktiv. Salopp gesagt: Man kann (im Normalfall) nicht schwanger werden, ohne Sex zu haben.
Japan hat eine lange Tradition in der Entwicklung von Erwachsenenspielen, die bis in die 1980er Jahre zurückreicht. Diese Spiele, die oft als "Eroge" bezeichnet werden, haben einen signifikanten Einfluss auf die gesamte japanische Spieleindustrie ausgeübt und zur Entwicklung beliebter Genres wie Visual Novels beigetragen.
Siehe auch:
Finanzieller Engpass für Adult-Game-Entwickler
Japanische Entwickler von Erwachsenenspielen auf Steam sehen sich mit einem unerwarteten Problem konfrontiert: Sie können ihre Einnahmen nicht mehr von der Plattform abziehen. Der Grund dafür sind japanische Banken, die die Überweisung von Geldern aus dem Verkauf solcher Spiele blockieren. Das stellt viele Entwickler vor existenzielle Herausforderungen, denn das Erwachsenen-Genre auf Steam, das zu rund 50 Prozent aus Hentai-Spielen besteht, ist überaus populär.Der japanische Politiker Taro Yamada, Mitglied des Oberhauses des Parlaments, machte kürzlich auf dieses Problem aufmerksam. Er berichtete von zahlreichen Fällen, in denen Entwickler ihre Gewinne nicht von Steams Bank in den USA auf ein japanisches Bankkonto überweisen konnten. Sowohl die japanische Finanzdienstleistungsaufsicht (FSA) als auch das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) haben die Existenz dieses Problems bestätigt.
Banken rechtfertigen ihr Vorgehen
Wie Automaton berichtet (via PC Gamer), gaben die Banken in einer Anhörung mit der FSA eine vage Begründung für ihr Vorgehen. Sie erklärten, dass die Blockade nicht allein darauf beruhe, dass es sich um Spiele für Erwachsene handele. Stattdessen sei es eine "umfassende Entscheidung" basierend auf Gesetzen wie dem Gesetz zur Verhinderung der Übertragung von Erträgen aus Straftaten und dem Außenwirtschaftsgesetz.Yamada argumentiert jedoch, dass es sich bei diesen Transaktionen um legale, offengelegte Geschäfte handele, die daher zugelassen werden sollten. Er arbeitet derzeit mit der FSA und dem METI an einer Lösung für dieses Problem. Der Politiker, der sich auf seinem X-Profil als Spezialist für Meinungsfreiheit und Digitalpolitik bezeichnet, sieht in diesem Vorgehen der Banken eine Bedrohung für die freie Meinungsäußerung.
Nicht der erste derartige Fall
Dies ist nicht das erste Mal, in dem japanische Entwickler von Adult-Content mit finanziellen Hindernissen konfrontiert werden. Im Dezember 2024 wurden Visa-Zahlungen auf der Otaku-Dating-Seite Aellune vorübergehend ausgesetzt, was ebenfalls zu Diskussionen über die Auswirkungen solcher plötzlichen Entscheidungen auf legitime Unternehmen führte.Die Situation zeigt auch die wirtschaftliche Bedeutung der Spielebranche in Japan: Angesichts der Tatsache, dass das Land Anime und Videospiele als Kernbranchen für das Wirtschaftswachstum positioniert, erscheint das Vorgehen der japanischen Banken kontraproduktiv. Salopp gesagt: Man kann (im Normalfall) nicht schwanger werden, ohne Sex zu haben.
Japan hat eine lange Tradition in der Entwicklung von Erwachsenenspielen, die bis in die 1980er Jahre zurückreicht. Diese Spiele, die oft als "Eroge" bezeichnet werden, haben einen signifikanten Einfluss auf die gesamte japanische Spieleindustrie ausgeübt und zur Entwicklung beliebter Genres wie Visual Novels beigetragen.
Zusammenfassung
- Japanische Banken blockieren Auszahlungen für Erwachsenenspiele auf Steam
- Entwickler können ihre Einnahmen nicht von der US-Bank auf japanische Konten
- Politiker Taro Yamada macht auf das Problem aufmerksam und sucht Lösungen
- Banken begründen Blockade vage mit Gesetzen zur Geldwäscheprävention
- Yamada sieht darin eine Bedrohung für die freie Meinungsäußerung
- Ähnliche Probleme gab es im Dezember 2024 bei Visa-Zahlungen
- Vorgehen der Banken steht im Widerspruch zur Wirtschaftsförderung Japans
Siehe auch:
- Wie das Steam Deck noch tragbarer machen? Kurioses Bastler-Projekt
- Microsoft machts wie Steam: Browser-Overlay für Gamer ist da
- Tempest Rising: Demo zu inoffiziellem C&C-Nachfolger startet auf Steam
- Legion Go 2 Hands-on: Lenovo vereint Switch, Steam Deck & AMD Z2
- Steam Deck auf Steroiden: Acer zeigt Handheld mit 11-Zoll-Display
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