Konfliktminerialien im iPhone:
Täuscht Apple 'saubere Lieferkette' vor?
Die Demokratische Republik Kongo hat Apple in mehreren Europäischen Ländern angezeigt, um eine strafrechtliche Verfolgung des Unternehmens wegen der mutmaßlichen Verwendung von sogenannten Konfliktmineralien in Produkten wie dem iPhone zu erreichen.
Konkret geht es darum, dass Apple angeblich Mineralien wie Zinn, Tantal und Wolfram aus Minen einsetzt, mit deren Betrieb sich bestimmten kriminelle Gruppen im Kongo finanzieren. Apple nutze Mineralien, die aus dem Kongo stammen und deren Herkunft durch internationale Lieferketten verschleiert wird, wodurch Apple sich bei kriminellen Aktivitäten im Kongo mitschuldig mache.
Apple sei sich seiner Beteiligung an systematischen illegalen Taten durchaus bewusst, so die Anwälte des Kongo. Belgien sei besonders dazu verpflichtet, gegen die Ausbeutung des Landes vorzugehen, weil der Abbau der wertvollen Mineralien im Kongo begann, als das Land noch belgische Kolonie war. Die Behörden in Frankreich und Belgien müssen nun entscheiden, ob sie tatsächlich Strafverfahren gegen Apple und entsprechende Ermittlungen einleiten.
Die Vertreter des Kongo werfen Apple unter anderem vor, sich hinter einem Zertifizierungssystem namens ITSCI (International Tin Supply Chain Initiative) zu verstecken, um sich vom Vorwurf der Verwendung von Konfliktmaterialien reinzuwaschen. ITSCI wird von der Metallindustrie finanziert und soll eigentlich die Herkunft von Rohstoffen nachvollziehbar machen. Allerdings wird das System immer wieder als ""Waschsalon" für die Verschleierung der Herkunft von Konfliktmineralien kritisiert.
Siehe auch:
Staatsanwaltschaft soll in Belgien & Frankreich ermitteln
Apple muss sich offenbar auf eine ausführliche Untersuchung seiner Lieferketten für bestimmte Materialien einstellen, weil der Kongo dem Unternehmen vorwirft, in seinen Produkten sogenannte Konflikt-Mineralien einzusetzen. Das Land hat in Belgien und Frankreich Strafanzeige gegen die dort ansässigen Niederlassungen von Apple eingereicht.Konkret geht es darum, dass Apple angeblich Mineralien wie Zinn, Tantal und Wolfram aus Minen einsetzt, mit deren Betrieb sich bestimmten kriminelle Gruppen im Kongo finanzieren. Apple nutze Mineralien, die aus dem Kongo stammen und deren Herkunft durch internationale Lieferketten verschleiert wird, wodurch Apple sich bei kriminellen Aktivitäten im Kongo mitschuldig mache.
Vorwurf: Apple täuscht 'saubere Lieferketten' vor
In ihren Strafanzeigen gegen Apple in Frankreich und Belgien behaupten Anwälte im Auftrag des Kongo, dass Apple Kriegsverbrechen vertusche und die Herkunft von Materialien verschleiert, gestohlene Güter verarbeitet und mit seinen Marketing-Maßnahmen vortäuscht, eine "saubere Lieferkette" zu haben, heißt es bei der Nachrichtenagentur Reuters.Apple sei sich seiner Beteiligung an systematischen illegalen Taten durchaus bewusst, so die Anwälte des Kongo. Belgien sei besonders dazu verpflichtet, gegen die Ausbeutung des Landes vorzugehen, weil der Abbau der wertvollen Mineralien im Kongo begann, als das Land noch belgische Kolonie war. Die Behörden in Frankreich und Belgien müssen nun entscheiden, ob sie tatsächlich Strafverfahren gegen Apple und entsprechende Ermittlungen einleiten.
Die Vertreter des Kongo werfen Apple unter anderem vor, sich hinter einem Zertifizierungssystem namens ITSCI (International Tin Supply Chain Initiative) zu verstecken, um sich vom Vorwurf der Verwendung von Konfliktmaterialien reinzuwaschen. ITSCI wird von der Metallindustrie finanziert und soll eigentlich die Herkunft von Rohstoffen nachvollziehbar machen. Allerdings wird das System immer wieder als ""Waschsalon" für die Verschleierung der Herkunft von Konfliktmineralien kritisiert.
Zusammenfassung
- Kongo verklagt Apple wegen mutmaßlicher Nutzung von Konfliktmineralien
- Strafanzeigen in Belgien und Frankreich gegen Apple-Niederlassungen
- Vorwurf: Apple verwendet Mineralien aus Minen krimineller Gruppen
- Kongo: Apple verschleiert Herkunft der Mineralien durch Lieferketten
- Anwälte werfen Apple Vertuschung von Kriegsverbrechen vor
- Kritik an ITSCI-Zertifizierungssystem als 'Waschsalon' für Konfliktmineralien
- Behörden müssen über Einleitung von Strafverfahren entscheiden
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