20-Mrd.-$-Programm: Google koppelt Datenzentren mit Wind und Solar

Bei Google scheint sich die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass die Versorgung von Datenzentren mit kleinen Atomkraftwerken schlicht ein Wunschtraum ist. Daher legt das Unternehmen jetzt ein Milliarden-Programm für Erneuerbare auf.
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Schnell steigender Bedarf

Google hat jetzt eine Partnerschaft mit dem Energieunternehmen Intersect Power und der Klimaschutzorganisation TPG Rise Climate angekündigt. Über diese sollen die zukünftigen Rechenzentren des Tech-Konzerns mit sauberer Energie versorgt werden. Angesichts des rasanten Wachstums der Energie-Nachfrage aus dem Bereich der KI muss dabei durchaus rangeklotzt werden.

Rechenzentren sind für ihren hohen Energieverbrauch bekannt. Mit dem zunehmenden Ausbau digitaler Infrastruktur drohen sie, mehr Energie zu verbrauchen, als derzeit überhaupt verfügbar ist. Dieser wachsende Energiebedarf stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihre Expansion mit ihren Nachhaltigkeitszielen in Einklang zu bringen.


Um diese Problematik anzugehen, plant Google nun, seine Rechenzentren direkt an Solar- und Windparks anzuschließen. Dies soll die Abhängigkeit von Stromnetzen verringern. Gleichzeitig würde die Belastung der ohnehin angespannten Stromnetze reduziert und deren Zuverlässigkeit für andere Verbraucher verbessert.

Die erste Phase des neuen Projekts soll bis 2026 umgesetzt werden und ist Teil einer Gesamtinvestition von 20 Milliarden Dollar, teilte Google mit. Wo immer möglich, will Google seine Anlagen im Zuge dessen in sogenannten "co-located industrial parks" ansiedeln, dabei handelt es sich um Gewerbegebiete, die komplett mit einer eigenen Stromversorgung aus Windkraft, Fotovoltaik und Batteriespeichern ausgestattet sind.

Atomstrom ist teuer

"Um das Potenzial von KI zu realisieren, muss das Wachstum des Strombedarfs durch neue, saubere Energiequellen gedeckt werden", erklärte Amanda Peterson Corio, Googles globale Leiterin für Energieversorgung in Rechenzentren. Sie fügte hinzu, dass die Entwicklung von Rechenzentren in unmittelbarer Nähe zu kohlenstofffreier Energie eine Chance bietet, die Infrastruktur komplett neu zu überdenken.

Zuletzt hatten die großen Datenzentren-Betreiber sich in Richtung Kernkraft orientiert. Das birgt aber zwei grundlegende Probleme: Die bevorzugten Klein-Reaktoren gibt es in der Praxis noch gar nicht, und ob sie je in größerem Stil gebaut werden, ist angesichts der zu erwartenden Nachteile unsicher. Außerdem ist Strom aus Kernkraftwerken wesentlich teurer und mit den Erneuerbaren nicht konkurrenzfähig, sodass auch die Datenzentren Wettbewerbsnachteile hätten.

Zusammenfassung
  • Google plant 20-Milliarden-Dollar-Programm für erneuerbare Energien
  • Partnerschaft mit Intersect Power und TPG Rise Climate angekündigt
  • Rechenzentren sollen direkt an Solar- und Windparks angeschlossen werden
  • Erste Phase des Projekts soll bis 2026 umgesetzt werden
  • Ansiedlung in 'Co-located Industrial Parks' mit eigener Stromversorgung
  • Ziel: Wachstum des Strombedarfs durch saubere Energiequellen decken
  • Abkehr von Kernkraft aufgrund hoher Kosten und fehlender Praktikabilität

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