AMD soll an eigener Smartphone-CPU im 3nm-Maßstab für 2026 arbeiten

Wilde Gerüchte gibt es immer. Jetzt ist zu hören, dass AMD an­geb­lich über einen Einstieg in den Markt für Smartphone-Prozessoren nach­denkt, um so mehr Kunden für seine Chips zu gewinnen. Angeblich plant der Intel-Konkurrent für 2026 erste entsprechende APUs.
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AMD soll 2026 als Launch-Zeitraum anpeilen

Das taiwanische Portal Economic Daily News (UDN) berichtete gestern, dass AMD angeblich über die Einführung eigener Prozessoren für Smartphones nachdenkt. Diese sollen dem Vernehmen nach bei TSMC mit drei Nanometern Strukturbreite gefertigt werden, wobei die Einführung ab dem übernächsten Jahr erfolgen könnte, heißt es.

Konkret nennt UDN die zweite Jahreshälfte 2026 als angestrebten Zeitraum der Einführung von AMDs neuen Smartphone-Prozessoren. Als eines der Argumente für die Umsetzung des Plans nennt der Bericht den Umstand, dass Samsung mit AMD bereits für die in den Exynos-Chips des koreanischen Konzerns verwendete Xclipse-Grafikeinheit kooperiert hat.

Glaubwürdigkeit des Berichts fraglich

Inwiefern dem Bericht auch nur ein Fünkchen Wahrheitsgehalt beizumessen ist, ist allerdings fraglich. UDN gilt nicht gerade als verlässliche Quelle und streute in der Vergangenheit bereits vielfach Gerüchte, die sich später nicht bewahrheiteten. Hinzu kommt, dass AMD zwar eine ARM-Lizenz besitzt, aber eigentlich wenig Anreiz für die Einführung eigener Chips für mobile Endgeräte verspüren dürfte.

Neben der eigentlichen CPU und einer integrierten Grafikeinheit besitzen moderne System-On-Chip-Designs eigentlich immer auch noch diverse Zusatzelemente. Dazu gehört mittlerweile auch eine eigene Neural Processing Unit (NPU) für die Verarbeitung von KI-Aufgaben. Hinzu kommen diverse Power-Management-, Bildverarbeitungs- und Kommunikationslösungen.

Gerade die bei modernen Mobile-SoCs integrierten Modems könnten für AMD eine gewisse Hürde darstellen. Allerdings besitzt man seit der Übernahme von Xilinx durchaus die Möglichkeit, eigene 5G-Lösungen zu entwickeln. Letztlich stellt sich angesichts der Gerüchte aus Taiwan vor allem die Frage, inwiefern AMD irgendeinen Nutzen aus dem Einstieg in den Markt für Smartphone-Plattformen ziehen könnte, der nach wie vor hart umkämpft ist.
Zusammenfassung
  • AMD plant angeblich Einstieg in den Smartphone-Prozessoren-Markt
  • Einführung eigener 3nm-APUs für Smartphones möglicherweise ab 2026
  • Kooperation mit Samsung für Xclipse-Grafikeinheit als möglicher Grund
  • Verlässlichkeit der Quelle und Wahrheitsgehalt des Berichts fraglich
  • AMD besitzt ARM-Lizenz, aber wenig Anreiz für Mobile-Chip-Entwicklung
  • Herausforderungen: NPU, Power-Management- und Kommunikationslösungen
  • Nutzen für AMD aus Einstieg in umkämpften Markt bleibt unklar

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