Chery & Ebro: Erster chinesischer Hersteller baut Autos in Europa
Mit Chery hat erstmals ein chinesischer Autohersteller in Europa die Produktion aufgenommen. In der spanischen Stadt Barcelona will Chery in Kooperation mit einer wiederbelebten Marke namens Ebro bald die Serienfertigung von zwei SUV-Modellen durchführen.
EV Motors und Chery hatten sich im April 2024 auf eine Kooperation verständigt, bei der ein früheres Werk der japanischen Marke Nissan wieder Autos fertigen soll. Der Standort von Nissan wurde vor drei Jahren geschlossen. Künftig sollen 1200 Mitarbeiter, die dort früher für Nissan Fahrzeuge bauten, wieder Autos bauen.
Bald soll mit dem Ebro S800 zudem ein zweites Modell dort gefertigt werden, bevor dann mit dem Beginn der Produktion eines Ebro Omoda 5 genannten weiteren Modells die Mitarbeiterzahl auf mindestens 850 anwachsen soll. Bis 2026 sollen dann wieder rund 1250 frühere Nissan-Mitarbeiter für das neue Unternehmen in Barcelona tätig sein.
Beim Ebro S700 und S800 handelt es sich nicht um reine Elektroautos. Stattdessen sind die beiden SUVs als Verbrenner oder Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge geplant. Mit dem Omoda 5 will Chery zusammen mit EV Motors in Barcelona mittelfristig aber auch ein reines Elektro-SUV bauen, für das man mit Preisen ab nur rund 37.000 Euro wirbt.
Für Chery Automobile ist die Kooperation mit EV Motors vor allem eine Möglichkeit, die Bedrohung durch Strafzölle auf die Einfuhr von chinesischen Elektroautos in Europa zu umgehen. Die Fahrzeuge aus dem Werk in Barcelona werden in China vormontiert und dann in Spanien fertiggestellt. Zumindest den Omoda 5 soll es übrigens auch als rein benzinbetriebenes Fahrzeug geben, wobei das Kompakt-SUV für nur rund 26.000 Euro starten wird.
Siehe auch:
- Chinesischer Autohersteller Chery startet Produktion in Barcelona
- Joint-Venture mit EV Motors zur Fertigung von Ebro-Modellen
- Wiederbelebung der spanischen Marke Ebro mit chinesischer Hilfe
- Produktion von SUVs als Verbrenner und Plug-in-Hybride geplant
- Bis zu 1250 ehemalige Nissan-Mitarbeiter sollen bis 2026 beschäftigt sein
- Strategie zur Umgehung möglicher Strafzölle auf chinesische E-Autos
- Preislich attraktive Modelle, darunter ein E-SUV ab 37.000 Euro
Alte spanische Marke Ebro wird wiederbelebt
Im Rahmen eines Joint-Ventures produziert die spanische Firma EV Motors jetzt laut CatalanNews zusammen mit Chery Automobile zunächst das SUV Ebro S700. Am Samstag wurde in dem Automobilwerk, das sich in der Zona Franca in Barcelona befindet, in Anwesenheit des katalanischen Präsidenten Salvador Illa und hochrangiger Vertreter von Chery und der chinesischen Regierung der Produktionsbeginn zelebriert.EV Motors und Chery hatten sich im April 2024 auf eine Kooperation verständigt, bei der ein früheres Werk der japanischen Marke Nissan wieder Autos fertigen soll. Der Standort von Nissan wurde vor drei Jahren geschlossen. Künftig sollen 1200 Mitarbeiter, die dort früher für Nissan Fahrzeuge bauten, wieder Autos bauen.
Werk soll bald auch Elektroautos bauen
Mit dem Ebro S700 wird nun eine historische spanische Automarke wiederbelebt, die früher für ihre Traktoren, Busse und Nutzfahrzeuge bekannt war. Ebro war 1987 pleitegegangen und soll jetzt mit chinesischer Hilfe wieder neu belebt werden. Bis Mitte 2025 sollen in dem früheren Nissan-Werk in Barcelona zunächst rund 350 Menschen in drei Schichten arbeiten.Bald soll mit dem Ebro S800 zudem ein zweites Modell dort gefertigt werden, bevor dann mit dem Beginn der Produktion eines Ebro Omoda 5 genannten weiteren Modells die Mitarbeiterzahl auf mindestens 850 anwachsen soll. Bis 2026 sollen dann wieder rund 1250 frühere Nissan-Mitarbeiter für das neue Unternehmen in Barcelona tätig sein.
Beim Ebro S700 und S800 handelt es sich nicht um reine Elektroautos. Stattdessen sind die beiden SUVs als Verbrenner oder Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge geplant. Mit dem Omoda 5 will Chery zusammen mit EV Motors in Barcelona mittelfristig aber auch ein reines Elektro-SUV bauen, für das man mit Preisen ab nur rund 37.000 Euro wirbt.
Für Chery Automobile ist die Kooperation mit EV Motors vor allem eine Möglichkeit, die Bedrohung durch Strafzölle auf die Einfuhr von chinesischen Elektroautos in Europa zu umgehen. Die Fahrzeuge aus dem Werk in Barcelona werden in China vormontiert und dann in Spanien fertiggestellt. Zumindest den Omoda 5 soll es übrigens auch als rein benzinbetriebenes Fahrzeug geben, wobei das Kompakt-SUV für nur rund 26.000 Euro starten wird.
Siehe auch:
- Radikale Strategie: Audi entfernt seine Ringe für E-Auto-Erfolg in China
- Zollstreit um E-Autos: China droht EU mit Vergeltungsmaßnahmen
- Deutsche Autoriesen zunehmend von Chinas EV-Industrie abgehängt
- E-Auto-Absatz legt stark zu - vor allem China boomt, USA schwächelt
- Die EU beschließt empfindliche Zölle auf chinesische E-Autos
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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