Disney-Chef verrät unabsichtlich, wie viele das Werbeabo nutzen

Disney-Chef Bob Iger hat unbeabsichtigt vertrauliche Streaming-Daten enthüllt: Der CEO hat in einer Telefonkonferenz die Nutzerzahlen des werbefinanzierten Disney+-Angebots verraten - das war ein durch­aus bemerkenswerter Fehltritt des erfahrenen Managers.
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Wenn das Mikrofon zum Verräter wird

In der Welt der Unternehmenskommunikation kann ein unachtsamer Moment weitreichende Folgen haben. Diese Erfahrung musste nun auch Bob Iger, CEO des Unterhaltungsriesen Disney, machen. Während einer Telefonkonferenz zu den aktuellen Quartalszahlen des Unternehmens "entkamen" Iger versehentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Informationen über die Nutzerzahlen des werbefinanzierten Streaming-Angebots von Disney+.

Der Vorfall ereignete sich, als Iger auf eine Frage eines Wall-Street-Analysten zur Wachstumsstrategie und Preisgestaltung von Disney+ antwortete. Dabei nannte er die besagten konkreten Zahlen: In den USA nutzen demnach 37 Prozent der Abonnenten das werbefinanzierte Angebot, weltweit sind es 30 Prozent. Diese Offenheit ist ungewöhnlich in der Streaming-Branche, denn Unternehmen wie Netflix vermieden bisher solche detaillierten Aufschlüsselungen.

Wie IndieWire berichtet, wurde Iger sein Fehler offenbar kurz darauf bewusst. In einem unbeabsichtigten "Hot-Mic"-Moment war er zu hören: "Ich weiß nicht, ob ich diese AVOD-Zahlen hätte preisgeben sollen." AVOD steht dabei für "Advertising-based Video-on-Demand", also werbefinanziertes Streaming.

Positive Quartalszahlen

Disney verzeichnete einen Zuwachs von 4,4 Millionen Abonnenten bei Disney+ und weitere 900.000 bei der Schwesterplattform Hulu. Auch an den Kinokassen lief es rund: Filme wie "Deadpool & Wolverine" und "Inside Out 2" spielten jeweils über eine Milliarde Dollar ein. Infografik 100 Jahre Disney: Die Meilensteine von Micky Maus bis Star Wars100 Jahre Disney: Die Meilensteine von Micky Maus bis Star Wars Iger betonte während der Konferenz die strategische Bedeutung des werbefinanzierten Angebots: "Es geht nicht nur um Preiserhöhungen. Es geht darum, die Verbraucher auf die werbeunterstützte Seite der Streaming-Plattform zu bringen." Etwa 60 Prozent aller Neuabonnenten in den USA entscheiden sich laut Iger für das werbefinanzierte Modell.

Konkrete Zahlen durch Versprecher

Aus Igers versehentlicher Enthüllung und den offiziellen Abonnentenzahlen lassen sich konkrete Nutzerzahlen ableiten:

  • USA: Etwa 20,7 Millionen Menschen nutzen das werbefinanzierte Disney+-Angebot
  • Weltweit: Rund 36,8 Millionen Nutzer haben das werbefinanzierte Modell abonniert

Zum Vergleich: Netflix gab kürzlich bekannt, dass weltweit 70 Millionen Nutzer ihr werbefinanziertes Angebot nutzen - allerdings bei einer deutlich größeren Gesamtnutzerbasis.

Zusammenfassung
  • Disney-CEO Bob Iger enthüllt versehentlich vertrauliche Streaming-Daten
  • 37 Prozent der US-Abonnenten nutzen werbefinanziertes Disney+-Angebot
  • Weltweit entscheiden sich 30 Prozent für das Werbemodell von Disney+
  • Iger betont strategische Bedeutung des werbefinanzierten Angebots
  • 60 Prozent der Neuabonnenten in den USA wählen das Werbemodell
  • Konkrete Nutzerzahlen: 20,7 Mio. in den USA, 36,8 Mio. weltweit
  • Netflix hat mit 70 Mio. mehr Nutzer im werbefinanzierten Segment

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