Aus für Fresh: Amazon gibt in Deutschland das Lebensmittel-Liefern auf
Amazon beendet in Deutschland Mitte Dezember seinen Lebensmittel-Lieferdienst Fresh. Nach sieben Jahren zieht der US-Konzern in Berlin, Hamburg und München einen Schlussstrich unter den Service. Stattdessen will das Unternehmen nun auf Kooperationen setzen.
Die Entscheidung folgt einer umfassenden Evaluierung des Angebots und des Logistiknetzwerks in Deutschland. Amazon plant, sein Lebensmittelgeschäft zu vereinfachen und sich künftig auf das umfangreiche und wachsende Geschäft mit haltbaren Lebensmitteln zu konzentrieren. Kunden und Lieferanten wurden bereits über die Einstellung informiert, betroffene Teams wurden ebenfalls über mögliche Konsequenzen unterrichtet.
Zusätzlich kooperiert Amazon in Deutschland mit dem Einzelhandelsunternehmen Tegut. Diese Partnerschaften ermöglichen es dem Unternehmen, weiterhin frische Lebensmittel anzubieten, ohne die Logistik selbst zu betreiben. In den USA hingegen ändert sich hingegen nichts, dort betreibt Amazon u. a. eigene Fresh-Supermärkte.
Das Aus für Amazon Fresh in Deutschland reiht sich in einen allgemeinen Trend ein. Der Markt für Lebensmittel-Lieferdienste hat sich als äußerst herausfordernd erwiesen. Erst vor einigen Monaten hatte der türkische Anbieter Getir, zu dem auch der übernommene Lieferdienst-Startup Gorillas gehört, seinen Rückzug aus dem deutschen Markt angekündigt. Grund dafür ist eine Art Post-Pandemie-Kater: Denn nach einer Hochphase während Corona kämpfen viele Anbieter mit geringen Margen und sind auf regelmäßige Finanzspritzen von Investoren angewiesen.
Amazon Fresh, das 2017 in Deutschland startete, konnte sich trotz anfänglicher Hoffnungen nie richtig durchsetzen. Der Service setzte eine Prime-Mitgliedschaft voraus und bot eine Auswahl von 85.000 Artikeln. Mit Lieferkosten von 3,99 Euro für Bestellungen unter einem bestimmten Warenkorbwert und einem Lieferzeitfenster von zwei Stunden zwischen 5:00 und 22:00 Uhr versuchte Amazon, sich gegen lokale Einzelhändler und Online-Angebote zu behaupten - letztlich aber erfolglos.
Siehe auch:
Aus für Amazon Fresh: Lieferdienst wird eingestellt
Der E-Commerce-Riese Amazon stellt seinen Lebensmittel-Lieferdienst Fresh in Deutschland ein. Wie eine Unternehmenssprecherin mitteilte, wird der Service in Berlin, Hamburg und München am 14. Dezember 2024 beendet.Die Entscheidung folgt einer umfassenden Evaluierung des Angebots und des Logistiknetzwerks in Deutschland. Amazon plant, sein Lebensmittelgeschäft zu vereinfachen und sich künftig auf das umfangreiche und wachsende Geschäft mit haltbaren Lebensmitteln zu konzentrieren. Kunden und Lieferanten wurden bereits über die Einstellung informiert, betroffene Teams wurden ebenfalls über mögliche Konsequenzen unterrichtet.
Neue Partnerschaften
Wie der Spiegel berichtet, hat Amazon erst kürzlich eine Partnerschaft Knuspr (früher als Bringmeister bekannt) angekündigt. Nach dem Start im Großraum Berlin sollen ab Dezember auch Amazon-Prime-Kunden aus dem Rhein-Main-Gebiet und in München mit frischen Produkten beliefert werden können. Infografik Online-Shopping: Amazon führt bei fast allen wichtigen Produktgruppen
Zusätzlich kooperiert Amazon in Deutschland mit dem Einzelhandelsunternehmen Tegut. Diese Partnerschaften ermöglichen es dem Unternehmen, weiterhin frische Lebensmittel anzubieten, ohne die Logistik selbst zu betreiben. In den USA hingegen ändert sich hingegen nichts, dort betreibt Amazon u. a. eigene Fresh-Supermärkte.
Das Aus für Amazon Fresh in Deutschland reiht sich in einen allgemeinen Trend ein. Der Markt für Lebensmittel-Lieferdienste hat sich als äußerst herausfordernd erwiesen. Erst vor einigen Monaten hatte der türkische Anbieter Getir, zu dem auch der übernommene Lieferdienst-Startup Gorillas gehört, seinen Rückzug aus dem deutschen Markt angekündigt. Grund dafür ist eine Art Post-Pandemie-Kater: Denn nach einer Hochphase während Corona kämpfen viele Anbieter mit geringen Margen und sind auf regelmäßige Finanzspritzen von Investoren angewiesen.
Amazon Fresh, das 2017 in Deutschland startete, konnte sich trotz anfänglicher Hoffnungen nie richtig durchsetzen. Der Service setzte eine Prime-Mitgliedschaft voraus und bot eine Auswahl von 85.000 Artikeln. Mit Lieferkosten von 3,99 Euro für Bestellungen unter einem bestimmten Warenkorbwert und einem Lieferzeitfenster von zwei Stunden zwischen 5:00 und 22:00 Uhr versuchte Amazon, sich gegen lokale Einzelhändler und Online-Angebote zu behaupten - letztlich aber erfolglos.
Zusammenfassung
- Amazon beendet Fresh-Lieferdienst in Deutschland am 14. Dezember 2024
- Entscheidung nach siebenjährigem Betrieb in Berlin, Hamburg und München
- Fokussierung auf haltbare Lebensmittel und Partnerschaften mit Knuspr
- Kooperation mit Tegut zur Lieferung frischer Produkte an Prime-Kunden
- Herausfordernder Markt für Lebensmittel-Lieferdienste in Deutschland
- Fresh konnte sich trotz großer Produktauswahl nicht durchsetzen
- Trend zum Rückzug: Auch Getir und Gorillas verlassen deutschen Markt
Siehe auch:
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