Vulcan Energy: Lithiumproduktion in Deutschland ist gestartet

Die deutsche Wirtschaft kann bald auch auf Lithium zurückgreifen, das im eigenen Land gefördert und veredelt wurde. Das Unternehmen Vulcan Energy hat mit der Produktion von Lithiumhydroxid in Frankfurt-Höchst begonnen.
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Start in Frankfurt

Die australisch-deutsche Firma hat dort nun ihre zentrale Lithiumelektrolyse-Optimierungsanlage (CLEOP) in Betrieb genommen. In dieser kann das Lithiumchlorid, das Vulcan selbst fördert, in Lithiumhydroxidmonohydrat (LHM) weiterverarbeitet werden. Dieses wird dann beispielsweise für die Batterie-Produktion eingesetzt.

Das Unternehmen arbeitet seit Jahren an einer innovativen Möglichkeit zur Förderung von Lithium. Das Metall wird dabei aus dem Sole-Wasser herausgefiltert, das die Geothermie-Kraftwerke im Oberrheintal nach oben pumpen. Damit wird inzwischen eben nicht nur die Wärme zur Energiegewinnung genutzt, sondern parallel auch gleich noch ein wichtiger Rohstoff abgeschieden.


Ausgefiltert wird dabei erst einmal Lithiumchlorid. Dieses muss dann weiterverarbeitet werden, bis es in einer Form des Lithiumhydroxids vorliegt, die von den industriellen Kunden genutzt werden kann. Den Produktionszweig will die Firma jetzt erst einmal auf eine Menge von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr ausbauen.

Muster gehen an Kunden

Die ersten Mengen, die jetzt von CLEOP hergestellt werden, wird Vulcan an Stellantis, Renault, LG und Umicore abgeben. Dort wird der Rohstoff dann erst einmal für die Produktvalidierung genutzt, bevor Abnahmeverträge über größere Mengen abgeschlossen werden.

Vulcan betont, dass bei der Gewinnung und Veredelung der Lithium-Verbindungen keine fossilen Energieträger zum Einsatz kommen. Die Anlagen werden demnach komplett mit Strom aus regenerativen Quellen betrieben und auch die Prozesswärme stammt aus solchen. Vom Fertigungsstandort aus habe man außerdem vergleichsweise kurze Lieferwege zu verschiedenen Batteriewerken der Autohersteller.

Zusammenfassung
  • Vulcan Energy startet Lithium-Produktion in Frankfurt-Höchst
  • Innovative Förderung aus Sole-Wasser von Geothermie-Kraftwerken
  • Weiterverarbeitung zu Lithiumhydroxidmonohydrat für Batterien
  • Geplanter Ausbau auf 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr
  • Erste Lieferungen an Stellantis, Renault, LG und Umicore
  • Produktion ohne fossile Energieträger, nur mit erneuerbaren Quellen
  • Kurze Lieferwege zu verschiedenen Batteriewerken der Autohersteller

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