Google: Leak zeigt ganzes Ausmaß der Probleme bei den Pixel-Chips

Google hat ein Problem: Geleakte interne Dokumente zeigen, dass der hauseigene Tensor-Chip die Erwartungen des Un­ter­neh­mens bislang nicht erfüllt hat. Die für die Google-Pixel-Serie entwickelten mobilen Prozessoren leiden an einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten.
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Techniker ist informiert

Berichtet wird von Performance-Problemen, thermischen Herausforderungen, einem zu hohen Energiebedarf mit entsprechenden Folgen für die Akkulaufzeit und hohe Herstellungskosten. Diese technischen Schwächen des Chips haben nun dazu geführt, dass Google Veränderungen für zukünftige Versionen angehen will, wie aus einem Bericht von Android Authority hervorgeht.

Seit dem Debüt des ersten Tensors in der Pixel-6-Reihe im Jahr 2021 gibt es Kritik. Ursprünglich sollte der Chip speziell für KI-basierte Funktionen optimiert werden und Aufgaben wie die Bildverarbeitung effizienter erledigen. Doch die Realität sieht anders aus: Nutzer klagen häufig über mäßige Performance, Überhitzung und schwache Akkulaufzeiten, wobei der Tensor-Chip im direkten Vergleich mit dem Snapdragon-Prozessor von Qualcomm regelmäßig unterliegt. Besonders die thermischen Werte und die geringe Energieeffizienz sind laut interner Unterlagen zentrale Probleme. Fast ein Drittel aller Nutzerbeschwerden und Rückgaben sei auf Überhitzung zurückzuführen.


Außerdem liegen die Herstellungskosten des Tensor-Chips weit über den Erwartungen. Google strebt jetzt für den Tensor G6 eine Kostensenkung auf rund 65 Dollar pro Chip an, was nur einen Bruchteil der Kosten für einen vergleichbaren Qualcomm-Prozessor ausmacht. Diese Anpassung soll das Geschäftsmodell des Tensor-Projekts zukunftsfähig machen.

Akkulaufzeit schwierig

Google erkennt laut den Berichten auch an, dass die Akkulaufzeit eines der größten Probleme für die Nutzerzufriedenheit ist. Viele Anwender der Pixel-Modelle schaffen es kaum durch einen Tag, ohne nachladen zu müssen. Mit dem G6 plant Google, die thermische Effizienz zu verbessern und den Energieverbrauch insbesondere beim Videoaufzeichnen zu senken, um das Nutzungserlebnis zu verbessern.

Trotz dieser Schwierigkeiten will Google das Projekt auf keinen Fall aufgeben. Stattdessen sollen kleinere Anpassungen die Leistungsfähigkeit zukünftiger Tensor-Versionen verbessern. Der für 2025 erwartete Tensor G5 wird laut den Informationen auf einem neuen Produktionsprozess basieren, der die Energieeffizienz und die Wärmeentwicklung verbessern soll, jedoch kaum Auswirkungen auf die allgemeine Rechenleistung haben wird. Für 2026 ist der Tensor G6 geplant, der mit verbesserter Energieverwaltung und effizienteren Komponenten punkten soll. Ein vorrangiges Ziel der Entwicklung des G6 ist es, die Produktionskosten zu senken, um langfristig die Rentabilität der Tensor-Chips zu sichern.

Zusammenfassung
  • Geleakte Dokumente zeigen Probleme mit Googles Tensor-Chip
  • Performance, Überhitzung und Akkulaufzeit bereiten Schwierigkeiten
  • Herstellungskosten des Chips liegen deutlich über den Erwartungen
  • Fast ein Drittel der Nutzerbeschwerden bezieht sich auf Überhitzung
  • Google plant Verbesserungen für zukünftige Tensor-Chip-Versionen
  • Tensor G5 soll 2025 mit verbesserter Energieeffizienz erscheinen
  • Für 2026 ist der Tensor G6 mit Kostensenkung und Effizienz geplant

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