Nintendo verklagt erneut Streamer - Lage dieses Mal aber etwas anders
Dass Nintendo sofort mit Anwälten droht und Abmahnungen verschickt, wenn die Japaner auch nur den kleinsten Verstoß gegen ihr Urheberrecht wittern, ist nichts Neues. Jetzt verklagt man wieder einen Streamer. Dieser Fall unterscheidet sich jedoch von dem üblichen.
Neben anderen Spielentwicklern kämpft der Unterhaltungskonzern vor allem gegen die Macher von Emulator-Programmen, mit denen sich etwa Titel für die Switch auch auf anderen Plattformen spielen lassen. Jetzt mahnt man sogar YouTube-Kanäle ab, die lediglich Emulatoren zeigen. Mit dieser Art von rigorosem Vorgehen bringt Nintendo immer wieder viele Gamer gegen sich auf. Vor allem gefährde das die Konservierung alter Spiele, so Kritiker.
So wird dem Streamer vorgeworfen, neue mindestens zehn Nintendo-Spiele noch vor ihrer Veröffentlichung auf Plattformen wie YouTube, Discord, Twitch und TikTok gezeigt zu haben. Dazu nutzte er illegale ROMs und entsprechende Emulatoren. Mit dabei war angeblich auch das brandneue Mari & Luigi: Brothership. Obwohl der Titel erst am 7. November auf den Markt kam, streamte EveryGameGuru das Spiel angeblich vom 22. Bis 25. und am 29. Oktober.
Nachdem Nintendo die Videos von einigen Seiten hatte löschen lassen, machte der Streamer auf der Plattform Loco munter weiter. Nach Angaben des Unternehmens habe er sogar in einer E-Mail an den Spielehersteller geschrieben, er habe tausende Nutzerkonten und könne ewig so weiter machen.
Siehe auch:
Nintendo mit etlichen Klagen
Gerade haben Nintendo und die Pokémon Company das Entwicklerstudio hinter dem Überraschungshit Palworld verklagt. Allerdings verlangt man nur einen geradezu lächerlich geringen Betrag als Schadensersatz. So geht es Nintendo neben dem Geld auch um eine angestrebte Unterlassung, die den weiteren Verkauf des Spiels im japanischen Markt verbieten soll.Neben anderen Spielentwicklern kämpft der Unterhaltungskonzern vor allem gegen die Macher von Emulator-Programmen, mit denen sich etwa Titel für die Switch auch auf anderen Plattformen spielen lassen. Jetzt mahnt man sogar YouTube-Kanäle ab, die lediglich Emulatoren zeigen. Mit dieser Art von rigorosem Vorgehen bringt Nintendo immer wieder viele Gamer gegen sich auf. Vor allem gefährde das die Konservierung alter Spiele, so Kritiker.
Anklage gegen Streamer erhoben
In einem neuen Fall, in dem Nintendo jetzt Anklage gegen einen weiteren Streamer erhoben hat, dürfte es jedoch auch den Befürwortern von Emulatoren schwerfallen, gegen das Vorgehen der Japaner zu argumentieren. Denn mit der Konservierung alter Spiele hat das Verfahren gegen EveryGameGuru überhaupt nichts zu tun. Im Gegenteil.So wird dem Streamer vorgeworfen, neue mindestens zehn Nintendo-Spiele noch vor ihrer Veröffentlichung auf Plattformen wie YouTube, Discord, Twitch und TikTok gezeigt zu haben. Dazu nutzte er illegale ROMs und entsprechende Emulatoren. Mit dabei war angeblich auch das brandneue Mari & Luigi: Brothership. Obwohl der Titel erst am 7. November auf den Markt kam, streamte EveryGameGuru das Spiel angeblich vom 22. Bis 25. und am 29. Oktober.
Nachdem Nintendo die Videos von einigen Seiten hatte löschen lassen, machte der Streamer auf der Plattform Loco munter weiter. Nach Angaben des Unternehmens habe er sogar in einer E-Mail an den Spielehersteller geschrieben, er habe tausende Nutzerkonten und könne ewig so weiter machen.
Forderung einer gigantischen Summe
In der offiziellen Anklageschrift (via 404media) ist von mindestens 50 Vorfällen die Rede, bei denen EveryGameGuru Spiele wie The Legends of Zelda: Echoes of Wisdom, Super Mario Bros. Wonder oder Pikmin 4 vor ihrer Veröffentlichung illegal gestreamt haben soll. Für jeden dieser Vorfälle verlangt Nintendo 150.000 US-Dollar Schadensersatz. Demnach geht es um mindestens 7,5 Millionen US-Dollar. Eine Summe, die der Angeklagte wohl kaum jemals aufbringen kann.
Zusammenfassung
- Nintendo verklagt Streamer wegen vorzeitiger Veröffentlichung neuer Spiele
- Mindestens zehn Spiele wurden illegal vor dem Release-Datum gestreamt
- Streamer nutzte illegale ROMs und Emulatoren für seine Streams
- Nintendo fordert 150.000 US-Dollar Schadensersatz pro Vorfall
- Insgesamt geht es um eine Summe von mindestens 7,5 Millionen US-Dollar
- Streamer drohte, trotz Löschung seiner Videos auf anderen Plattformen weiterzumachen
Siehe auch:
- Palworld-Klage: Nintendo verlangt geradezu lächerlich geringen Betrag
- Einsamer Held: Ein Spieler hielt Nintendo-Server Monate am Leben
- Nintendo: Kompiliertes Pokémon Legends läuft nativ auf dem PC
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