Halloween-KI: Generierter Artikel lockt Tausende zu Fake-Parade
Ein mit KI generierter Artikel über eine angebliche Halloween-Parade hat tausende Bürger in Dublin auf die Straße gelockt. Die angekündigten Umzugswägen und Schausteller kamen jedoch nie. Der Webseitenbetreiber fühlt sich aufgrund der Kritik ungerecht behandelt.
Dabei bedient man sich auch ChatGPT. Die Mitteilung zu der Veranstaltung in Dublin scheint dabei aber eine Halluzination der KI gewesen zu sein. Der Webseitenbetreiber beteuert in einem Interview mit Wired, man würde alle Artikel von menschlichen Mitarbeitern überprüfen und redigieren lassen. Bei diesem einen Text sei "nur ein Fehler" unterlaufen.
Tausende Besucher warteten in den Straßen von Dublin auf die angekündigte Parade
Die komplette Verantwortung schien man dann aber doch nicht übernehmen zu wollen. Nutzer dürften eben auch nicht alles glauben, was sie bei Google finden: "Google ist nur eine Suchmaschine, und jeder kann dort alles einstellen. Glauben Sie es nicht einfach. Überprüfen Sie es".
Immerhin behielten die Besucher der Fake-Halloween-Parade in den Straßen Dublins ihre gute Laune. Schließlich löste die Polizei die 'Veranstaltung' friedlich auf. Aufgrund des Andrangs sollten sich die Offiziellen in Dublin jedoch überlegen, ob sie nicht für nächstes Jahr tatsächlich eine Parade planen wollen. Genug Interesse scheint es auf jeden Fall zu geben.
Siehe auch:
KI erfindet Halloween-Parade
In Zeiten vor dem Aufkommen von künstlicher Intelligenz hätte man das Ganze wohl als einen etwas verspäteten Aprilscherz bezeichnet. Denn tausende Bewohner von Irlands Hauptstadt Dublin ließen sich am Halloween-Abend aus ihren Häusern locken, um einer Parade beizuwohnen, die es gar nicht gab. Dabei wurden die Bürger auf das angebliche Event über Werbung auf Social Media und Google aufmerksam gemacht, die von einer Seite namens My Spirit Halloween geschaltet wurden, wie The Independent berichtet.KI-Artikel zu Veranstaltungen als Geschäftsmodell
Die Seite gehört zu einem Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Internetauftritte über saisonalen Paraden, Feiern und Veranstaltungen zu erstellen. Das Geschäftsmodell besteht darin, viele Artikel zu den Festivitäten zu erstellen, um bei Google möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu erscheinen. Geld wird dann über Affiliate-Links und Google Ads verdient.Dabei bedient man sich auch ChatGPT. Die Mitteilung zu der Veranstaltung in Dublin scheint dabei aber eine Halluzination der KI gewesen zu sein. Der Webseitenbetreiber beteuert in einem Interview mit Wired, man würde alle Artikel von menschlichen Mitarbeitern überprüfen und redigieren lassen. Bei diesem einen Text sei "nur ein Fehler" unterlaufen.
"Glauben Sie nicht einfach alles"
Das Unternehmen habe bis dato noch nie eine Beschwerde zu Fake-Artikeln erhalten. Dabei habe man schon tausende Texte mit KI erstellt. Aufgrund der momentanen Berichterstattung in den Medien fühle man sich daher ungerecht behandelt. "Das war einfach ein Fehler. Und ihr solltet nicht sagen, dass wir Betrüger sind", meint der Besitzer des Unternehmens. "Wir sind zutiefst enttäuscht und beschämt, und ehrlich gesagt, fühlen wir uns schlecht".
Tausende Besucher warteten in den Straßen von Dublin auf die angekündigte Parade
Die komplette Verantwortung schien man dann aber doch nicht übernehmen zu wollen. Nutzer dürften eben auch nicht alles glauben, was sie bei Google finden: "Google ist nur eine Suchmaschine, und jeder kann dort alles einstellen. Glauben Sie es nicht einfach. Überprüfen Sie es".
Immerhin behielten die Besucher der Fake-Halloween-Parade in den Straßen Dublins ihre gute Laune. Schließlich löste die Polizei die 'Veranstaltung' friedlich auf. Aufgrund des Andrangs sollten sich die Offiziellen in Dublin jedoch überlegen, ob sie nicht für nächstes Jahr tatsächlich eine Parade planen wollen. Genug Interesse scheint es auf jeden Fall zu geben.
Zusammenfassung
- KI-generierter Artikel lockt Tausende zu nicht existenter Halloween-Parade
- Webseitenbetreiber nutzt KI zur Erstellung von Artikeln für Saisonveranstaltungen
- Unternehmen verdient Geld durch Affiliate-Links und Google-Anzeigen
- Betreiber behauptet, es sei nur ein Fehler bei der Überprüfung gewesen
- Firma fühlt sich von Medienberichterstattung ungerecht behandelt
- Verantwortung wird teilweise auf leichtgläubige Nutzer abgewälzt
- Trotz Enttäuschung blieben Besucher in Dublin friedlich und gut gelaunt
Siehe auch:
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Thema:
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