TikTok-Mutterkonzern verliert Millionen wegen Sabotage von KI-Training

Ein Mitarbeiter des TikTok-Mutterkonzerns ByteDance hat offenbar die KI-Entwicklung bei dem Unternehmen über Monate hinweg sabotiert und dadurch zig Millionen Dollar an Kosten und letztlich Schaden verursacht. Angeblich schleuste er "Schadcode" ein.
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ByteDance kommentierte Gerüchte, sorgt für neue

In den letzten Wochen machten auf chinesischen Social-Media-Plattformen diverse Gerüchte die Runde, wonach ByteDance mehrere Millionen Dollar Verlust erlitt, weil ein "Praktikant" die KI-Modelle des Konzerns sabotiert haben soll. Am Wochenende veröffentlichte das Unternehmen jetzt ein offizielles Statement auf der Plattform Weibo, um den Gerüchten Herr zu werden (via Ars Technica).

In seiner Stellungnahme bestätigte ByteDance, dass man im August einen Praktikanten gefeuert habe, der Teil des sogenannten Commercial Technologyteams gewesen sei. Er habe schädliche Eingriffe beim KI-Training vorgenommen und habe dabei ernst zu nehmende Verstöße gegen die internen Richtlinien begangen, so das Unternehmen.


Rechenzeit verschwendet

Negative Auswirkungen auf Projekte oder Online-Dienste von ByteDance seien dabei aber nicht entstanden und die Large Language Models des Unternehmens seien nicht betroffen gewesen, hieß es außerdem. Berichte darüber, dass angeblich mehr als 8.000 Grafikprozessoren bei der Sabotage verwendet wurden und Schaden in Höhe von zig Millionen Dollar entstanden sein sollen, wies ByteDance als vollkommen übertrieben zurück.

Die Person habe unter anderem falsche Angaben in seinen Online-Profilen hinterlegt, laut denen seine Tätigkeit im Kontext der KI-Abteilung des Unternehmens gestanden habe und nicht in der Abteilung für "Commercial Technology" stattfand. ByteDance erklärte außerdem, dass entsprechende Richtigstellungen auch an die Universität des entlassenen Mitarbeiters und Industrieverbände ausgegeben wurden, damit er keine anderen Stellen täuschen könne.

Die Stellungnahme von ByteDance wurde von chinesischen Kommentatoren allerdings als irreführend kritisiert. So soll das Team für "Commercial Technology" tatsächlich dem "KI-Labor" zugeordnet gewesen sein, wobei als Beleg dafür Stellenausschreibungen mit entsprechenden Angaben angeführt wurden. ByteDance wolle den Schaden herunterführen, so die Kommentatoren weiter. Der Praktikant habe "Schadcode" verwendet, um das KI-Training über Monate hinweg zu sabotieren.

Allein durch die Verschwendung von Rechenleistung dürften ByteDance wahrlich sehr hohe Kosten entstanden sein, die sich laut den Kommentatoren aus China durchaus auf mehrere zehn Millionen Dollar belaufen könnten. ByteDance kann also durchaus behaupten, dass die Sabotage des früheren Mitarbeiters keinen kommerziellen Schaden verursacht hat, doch die Kosten für den Betrieb der mit zahlreichen GPUs ausgerüsteten KI-Rechenzentren sind eben auch nicht zu unterschätzen.

Zusammenfassung
  • ByteDance feuert Praktikanten wegen Sabotage des KI-Trainings
  • Unternehmen bestätigt Vorfall, dementiert aber hohe Schadenssumme
  • Angeblich wurden falsche Angaben in Online-Profilen hinterlegt
  • Kritiker werfen ByteDance vor, den Schaden herunterzuspielen
  • Sabotage soll über Monate hinweg stattgefunden haben
  • Hohe Kosten durch Verschwendung von Rechenleistung vermutet
  • Genaues Ausmaß des Schadens bleibt unklar

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