Spektakulär: KI-Projekt enthüllt Hunderte unentdeckte Nazca-Glyphen

Ein KI-gestütztes Forschungsprojekt hat zu einer spektakulären Entdeckung in der peruanischen Wüste geführt: Hunderte bisher unbekannte Nazca-Linien wurden identifiziert. Diese Entdeckung verdoppelt nahezu die Anzahl der bekannten Geoglyphen in der Region.

KI-Archäologie: 300 neue Nazca-Linien entdeckt

Das Herzstück des Projekts war ein KI-System namens ResNet50. Das neuronale Netzwerk wurde für diesen Zweck darauf trainiert, potenzielle Geoglyphen auf Luftaufnahmen zu erkennen. Die KI analysierte 11 × 11 Meter große Bildausschnitte und berechnete die Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein von Bodenzeichnungen. Insgesamt identifizierte das System etwa 50.000 Kandidaten für weitere Untersuchungen.

Nach der KI-Analyse folgte ein mehrstufiger Verifizierungsprozess. Zunächst sichtete das internationale Forscherteam unter der Leitung von Masato Sakai von der Yamagata Universität in Japan die Kandidaten und reduzierten sie auf 1.309 wahrscheinliche Geoglyphen. Eine anschließende Felduntersuchung mit Drohnenaufnahmen bestätigte 178 bisher nicht bekannte geometrische Muster. Während der Untersuchungen vor Ort entdeckten die Forscher zusätzlich 125 weitere Bodenzeichnungen. Die Ergebnisse wurde in PNAS veröffentlicht. KI-gestützte Nazca-Vermessung: Yamagata Universität in JapanEinige der 303 neu entdeckten Nazca-Geoglyphen Die Ergebnisse der Studie sind laut Sciencealert beeindruckend: Insgesamt wurden damit 303 neue "figurative Geoglyphen" identifiziert, was fast einer Verdoppelung der bisher bekannten Anzahl entspricht. Bemerkenswert ist, dass diese Entdeckung innerhalb von nur sechs Monaten Feldforschung gelang. Für die bestätigten Geoglyphen erstellten die Archäologen Umrisszeichnungen, um die oft schwer erkennbaren Formen zu verdeutlichen.

KI-gestützte Nazca-Vermessung: Yamagata Universität in JapanKI-gestützte Nazca-Vermessung: Yamagata Universität in JapanKI-gestützte Nazca-Vermessung: Yamagata Universität in JapanKI-gestützte Nazca-Vermessung: Yamagata Universität in Japan

Die neu entdeckten Geoglyphen gehören zum sogenannten Relief-Typ, der kleiner und schwerer zu erkennen ist als die bekannteren Linien-Geoglyphen. Sie stellen meist Menschen und Haustiere dar, während der andere Typ eher wilde Tiere abbilden. Sakai und sein Team vermuten, dass diese Geoglyphen Teil eines Pilgerwege-Systems waren, das zum zeremoniellen Zentrum "Cahuachi" führte.

Die Entdeckung der neuen Nazca-Linien verdeutlicht die Stärke der Zusammenarbeit zwischen KI und menschlichen Experten. ResNet-50, das eingesetzte KI-Modell, diente als leistungsfähiges Werkzeug zur ersten Bildanalyse und wurde in Zusammenarbeit mit dem IBM Thomas J. Watson Research Center entwickelt. Seine 50 Schichten und spezielle Architektur heben die Erkennung komplexer visueller Muster auf ein neues Niveau. Doch erst die anschließende Arbeit der Archäologen machte die Funde real.

Zusammenfassung
  • Hunderte neue Nazca-Linien in Peru entdeckt
  • KI-System ResNet-50 identifiziert tausende potenzielle Geoglyphen
  • Forscher reduzieren Kandidaten auf 1.309 wahrscheinliche Geoglyphen
  • 178 neue Muster durch Drohnen bestätigt, 125 vor Ort gefunden
  • 303 neue "figurative Geoglyphen" fast eine Verdoppelung
  • Neue Geoglyphen zeigen Menschen und Haustiere

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