Bilderkennungs-KI: Microsoft untersagt die Nutzung durch die Polizei

Microsoft untersagt die Nutzung seiner Produkte für verschiedene Dinge - als ungewöhnlich dürfte es dabei allerdings erscheinen, dass das Unternehmen auch den Einsatz bei der Polizei einschränkt. Diese darf insbesondere die KI-Services nicht für alles verwenden.
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Fehler sorgte für Verwirrung

In einem Update der Nutzungsbestimmungen für die Azure OpenAI Services wurde jetzt klargestellt, dass das Angebot nicht "für Gesichtserkennungszwecke von oder für Polizeidienststellen in den Vereinigten Staaten verwendet werden darf". Gleiches gilt im Grunde auch für Polizeibehörden in anderen Regionen, was allerdings von den dort gültigen Vertragsbestimmungen definiert wird.

Microsoft hatte dabei für einige Verwirrung gesorgt. Denn in einem ersten Update des Vertragstextes hatte man die Beschränkung auf die Gesichtserkennung vergessen. Entsprechend hieß es dann, dass Polizeibehörden überhaupt nicht auf die KI-Dienste in der Microsoft-Cloud zurückgreifen dürfen. Das ist aber so nicht der Fall, wie der Redmonder Konzern jetzt klarstellte.


Der Azure OpenAI Service ermöglicht es Entwicklern, KI-Algorithmen in eigene Anwendungen einzubinden. So kann man von der Technologie Analysen durchführen lassen, ohne einen eigenen Algorithmus trainieren zu müssen. Die Bildanalyse-Verfahren, die hier bereitgestellt werden, sind grundsätzlich auch in der Lage, Gesichtserkennungssystemen als Grundlage zu dienen.

Rechtliche Bedenken

Allerdings gibt es diesbezüglich rechtliche Bedenken hinsichtlich Sicherheit, Datenschutz und Diskriminierung, wie die US-Handelsbehörde FTC jüngst klarstellte. "In den letzten Jahren ist die biometrische Überwachung immer ausgefeilter und allgegenwärtiger geworden und stellt eine neue Bedrohung für die Privatsphäre und die Bürgerrechte dar", sagte Samuel Levine, FTC-Direktor für Verbraucherschutz.

Hier ist es eine Sache, wenn Verbraucher und privatwirtschaftliche Unternehmen sich in einem Vertrag auf den Einsatz solcher Technologien einigen. Etwas anders ist es, wenn der Staat diese einsetzt. Dies spiegelt sich nun in den Regelungen Microsofts wider.

Zusammenfassung
  • Microsoft schränkt KI-Nutzung durch Polizei ein
  • Nutzungsverbot für Gesichtserkennung durch Polizei in USA
  • Auch andere Regionen von Einschränkungen betroffen
  • Ursprüngliche Fassung des Vertrags sorgte für Verwirrung
  • Azure OpenAI Service erleichtert Einbindung von KI-Algorithmen
  • FTC äußert Bedenken bezüglich biometrischer Überwachung
  • Microsofts Regelungen reflektieren staatliche Datenschutzbedenken

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