AMD: Zen-5-CPUs erhalten durch BIOS-Update weiteren Leistungsschub

Auch nach der Veröffentlichung der ersten Zen-5-Chips arbeitet AMD weiter an deren Optimierung. Jetzt kommt ein BIOS-Update, das die Latenzen zwischen den einzelnen Kernen der Prozessoren um mehr als die Hälfte verringert und so Multithreading deutlich verbessert.
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AMD bessert bei Zen 5 weiter nach

Für viele Nutzer war die Leistung der neuen Ryzen 9000 Desktop-CPUs von AMD zu ihrer Veröffentlichung enttäuschend. Schnell plante man einen TDP-Patch und veröffentlichte Updates für Windows 11 24H2 und 23H2, die zu deutlichen Leistungssteigerungen führten.

Hohe Latenzen zwischen Kernen werden behoben

Daneben wurde jedoch auch entdeckt, dass es zu Latenzen zwischen den einzelnen Kernen der Zen-5-CPUs kommt, die deutlich größer ausfallen als noch bei den Zen-4-Prozessoren. Teilweise über 200 Nanosekunden Verzögerung wurden bei einem Test von AnandTech gemessen. Diese sogenannte Core Complex Die Latency (CCD) führt dazu, dass Instruktionen länger brauchen, um zwischen den einzelnen Kernen des Prozessors transferiert zu werden. Das hat negative Auswirkungen auf die Leistung der CPUs.


Wie es scheint, hat AMD die Probleme bei der Kommunikation der Kerne untereinander im kommenden AGESA 1.2.0.2 BIOS-Update aber schon behoben. Als erster großer Hersteller hat Asus eine entsprechende Version für seine X670E-, B650E- und B650-Mainboards veröffentlicht. Nutzer, die einen der Ryzen 9000-Chips verwenden und das Update installieren, sollten eine deutliche Verbesserung bei der Inter-CCD-Latenz von im Durchschnitt 58 Prozent sehen.
AMD: AGESA 1.2.0.2 LatenzenreduzierungLatenzen vor ... AMD: AGESA 1.2.0.2 Latenzenreduzierung... und nach dem Update

Leistungssteigerung von Gebrauch abhängig

Insgesamt sollte sich die Leistungssteigerung der Prozessoren durch den Patch aber nicht allzu oft bemerkbar machen. Denn häufig nutzt AMDs Scheduler nur den schnellsten CCD. Wie stark die Leistung der CPUs erhöht wird, hängt also vor allem damit zusammen, ob verwendete Programme Gebrauch von Multithreading machen. In solchen Fällen dürften Nutzer dann aber mit substanziellen Verbesserungen rechnen.

Was Benchmarks angeht, erzielen die CPUs wie der Ryzen 9 9950X zwischen 400 und 600 Punkten mehr in Cinebench R23. Auch in CPU-Z und 3DMark sind laut einiger Nutzer (via WCCFTech) höhere Ergebnisse nach dem Update zu beobachten. Dabei soll es zudem keinerlei Probleme mit dem BIOS gegeben haben.

Andere Mainboard-Hersteller dürften Asus in den nächsten Tagen und Wochen folgen und ebenfalls das AGESA 1.2.0.2 BIOS-Update für ihre Hardware bereitstellen. Erst dann lässt sich sagen, ob der Patch die Probleme bei der Inter-CCD-Latenz wirklich zuverlässig beheben kann. Die ersten Ergebnisse stimmen allerdings zuversichtlich

Zusammenfassung
  • Enttäuschende Leistung der Ryzen-9000-CPUs bei Veröffentlichung
  • Update für Windows 11 verbessert die Leistung der Ryzen 9000 CPUs
  • AMD optimiert weiterhin die Zen-5-Chips
  • Neues BIOS-Update halbiert Latenzen zwischen Zen-5-Kernen
  • AGESA 1.2.0.2 BIOS-Update von Asus verbessert Inter-CCD-Latenz um 52%
  • Leistungssteigerung hängt von Multithreading-Nutzung ab
  • Höhere Benchmark-Werte für Ryzen 9 9950X nach Update
  • Andere Hersteller werden das BIOS-Update bald anbieten

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