Drillisch kündigt jetzt Kunden der eingestellten Marke Free-Prepaid

Drillisch stellt seinen Free-Prepaid-Tarif ein und kündigt nun den Bestandskunden. Die Nutzer haben nur wenig Zeit, um zu reagieren. Nun deutet sich an: Auch andere Prepaid-Marken des Anbieters könnten betroffen sein.
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Überraschende Kündigung für Prepaid-Kunden

Kunden des Mobilfunkanbieters Drillisch erleben derzeit eine unangenehme Überraschung. Wie der IT-Experte Günter Born in seinem Blog berichtet, erhalten Nutzer des Free-Prepaid-Tarifs aktuell Kündigungen per E-Mail. Der Grund: Drillisch stellt sein Prepaid-Angebot komplett ein.

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir unser Prepaid-Produkt einstellen. Der Grund dafür sind notwendige Anpassungen in der Netzinfrastruktur durch unseren technischen Partner, die eine Fortführung Ihres Anschlusses mit den gewohnten Leistungen unmöglich machen.
Drillisch in der Kündigungsmail

Kurzes Intermezzo für Free-Prepaid

Die Einstellung des Free-Prepaid-Tarifs kommt nicht völlig überraschend. Bereits im Juli 2022 berichtete das Fachportal teltarif.de, dass Drillisch die Neuvermarktung des Angebots einstellt. Damals hieß es noch, Bestandskunden könnten ihre Tarife weiter nutzen.

Nun folgt jedoch das endgültige Aus. Free-Prepaid war erst im Mai 2020 gestartet. Das Angebot warb mit kostenlosen Starterpaketen, täglicher Kündbarkeit und Datenpaketen ab 4,95 Euro für vier Wochen. Das Konzept scheint sich für Drillisch jedoch nicht bewährt zu haben.

Wenig Zeit für Kunden

Die betroffenen Kunden haben nun nur wenig Zeit zum Handeln. Laut der Kündigungsmail endet der Vertrag zum nächstmöglichen Termin. Die Rufnummer kann danach nicht mehr genutzt werden. Für eine Rufnummernmitnahme zu einem anderen Anbieter bleiben den Kunden 120 Tage vor Vertragsende und bis zu 85 Tage danach.

Weitere Drillisch-Marken könnten folgen

Ein Leser von Borncity warnt, dass die Kündigungswelle möglicherweise nicht nur Free-Prepaid-Kunden betrifft. Er zitiert die Drillisch-Hotline, dass langfristig das gesamte Sub-Marken-Portfolio betroffen sein könnte. Dazu gehören bekannte Namen wie Simply, WinSim, PremiumSim und Yourfone.

Die Gründe für diesen radikalen Schritt bleiben unklar. Für Kunden bedeutet dies in jedem Fall eine Umstellung - und möglicherweise höhere Kosten.

Kritik an Vorgehensweise

Die Vorgehensweise von Drillisch stößt auf Kritik. Ein Leser von Borncity brachte es auf den Punkt: Insbesondere Wenignutzer wie Senioren oder Nutzer von Alarmanlagen mit SIM-Karten könnten durch den Wegfall günstiger Prepaid-Optionen zu teureren Verträgen gezwungen werden.

Wichtig zu erwähnen und von Hotline mündlich bestätigt. Langfristig Betroffen ist gesamtes Sub-Marken-Portfolio. Alle Kunden mit "alten" Prepaid-Tarifen die zB kein Interesse an Vertragsbindung oder Datenvolumen haben werden lt. Support angemailt, sie nannte "40 Marken", dann betrifft es mit Sicherheit auch andere Bekannte.
Ein Leser auf Günter Borns Blog

Hintergründe zur Drillisch AG

Die Drillisch AG, eine Tochtergesellschaft der United Internet AG, ist seit 2017 im TecDAX gelistet. Das Unternehmen nutzte bislang das Netz von Telefónica Deutschland (O2) und bietet seine Dienste unter verschiedenen Marken an. Das eigene Netz ist nun seit 2021 im Bau.

Was denkt ihr über Drillischs Entscheidung, die Prepaid-Tarife einzustellen? Seid ihr selbst betroffen oder kennt ihr jemanden, der nun umsteigen muss - vielleicht auf von den anderen Drillisch-Marken? Teilt eure Erfahrungen und Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Drillisch stellt Free-Prepaid-Tarif ein; Kündigungen verschickt
  • Nutzer müssen bis 14. Oktober 2024 reagieren
  • Grund: Anpassungen in der Netzinfrastruktur
  • Rufnummernmitnahme bis zu 85 Tage nach Vertragsende
  • Weitere Sub-Marken von Drillisch könnten betroffen sein
  • Kritik wegen Wegfall günstiger Prepaid-Optionen
  • Drillisch nutzt Telefónica-Netz und baut eigenes Netz


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