ACS3-Sonnensegler taumelt:
Beobachter in Sorge, NASA findet Erklärung
Die von der NASA gerade gestartete Sonde zur Erprobung eines Sonnensegels ist von der Erde aus, aufgrund der Größe ihres Antriebssystems, gut zu beobachten. Zuschauer gerieten nun aber in Sorge, als zu sehen war, wie das Objekt zusehends ins Taumeln geriet.
Das ACS3-Raumschiff besteht aus einem etwa 80 Quadratmeter großen Segel, das bis vor ein paar Tagen innerhalb eines würfelförmigen, mikrowellengroßen Satelliten zusammengefaltet war. Das Segel wird durch neuartige Faltbalken aus einem speziellen Verbundmaterial entfaltet, das 75 Prozent leichter und widerstandsfähiger gegen Sonnenstrahlung ist als frühere Solarsegel.
ACS3 wurde am 23. April erfolgreich an Bord einer Electron-Rakete ins All gebracht, die vom privaten Startplatz des Unternehmens Rocket Labs in Neuseeland abhob. Der CubeSat wurde in einem niedrigen Erdorbit in etwa 965 Kilometern Höhe positioniert, wo er blieb, bis die Wissenschaftler die notwendigen Vorbereitungen für das Entfalten des Segels getroffen hatten.
Am 26. August unternahm das ACS3-Team den ersten Versuch, das Segel zu entfalten, brach den etwa 25-minütigen Vorgang jedoch ab, nachdem ein Onboard-Leistungsmonitor höhere als die zu erwartenden Motorströme erkannt hatte. Nachdem das Problem behoben wurde, konnte das Segel schließlich am 29. August vollständig entfaltet werden.
Die NASA bestätigte nun, dass die Raumsonde tatsächlich rotiere. "Das Raumfahrzeug taumelt derzeit als Teil einer geplanten Entfaltungssequenz des Segels", sagte Jasmine Hopkins, Sprecherin der NASA Space Technology Mission Directorate. Obwohl die NASA keine zusätzlichen Informationen über die Taumelbewegung oder die Entfaltungssequenz preisgab, stellte Hopkins fest, dass das Lageregelungssystem (ACS) der Sonde derzeit offline sei. Es werde wieder aktiviert, wenn das Team mit der Spannung des Segels zufrieden sei. Wann dies geschehen könnte, blieb jedoch unklar. Fakt ist jedoch, dass alles seine Richtigkeit hat und niemand beunruhigt sein muss.
Siehe auch:
Entfaltung klappt
Die Mission des Advanced Composite Solar Sail System (ACS3) hat das Ziel, die Wirksamkeit einer neuen Art von Sonnensegel zu testen. Solche Segel könnten eines Tages Raumfahrzeuge antreiben, indem sie den Strahlungsdruck des Sonnenlichts nutzen. Die Reisen wären zwar recht gemächlich, dafür würde man aber keinen Treibstoff benötigen.Das ACS3-Raumschiff besteht aus einem etwa 80 Quadratmeter großen Segel, das bis vor ein paar Tagen innerhalb eines würfelförmigen, mikrowellengroßen Satelliten zusammengefaltet war. Das Segel wird durch neuartige Faltbalken aus einem speziellen Verbundmaterial entfaltet, das 75 Prozent leichter und widerstandsfähiger gegen Sonnenstrahlung ist als frühere Solarsegel.
ACS3 wurde am 23. April erfolgreich an Bord einer Electron-Rakete ins All gebracht, die vom privaten Startplatz des Unternehmens Rocket Labs in Neuseeland abhob. Der CubeSat wurde in einem niedrigen Erdorbit in etwa 965 Kilometern Höhe positioniert, wo er blieb, bis die Wissenschaftler die notwendigen Vorbereitungen für das Entfalten des Segels getroffen hatten.
Am 26. August unternahm das ACS3-Team den ersten Versuch, das Segel zu entfalten, brach den etwa 25-minütigen Vorgang jedoch ab, nachdem ein Onboard-Leistungsmonitor höhere als die zu erwartenden Motorströme erkannt hatte. Nachdem das Problem behoben wurde, konnte das Segel schließlich am 29. August vollständig entfaltet werden.
Taumeln quasi geplant
Beobachtern fiel dann allerdings eine ungewöhnliche Bewegung auf. Beim Vorbeiflug an einer Satelliten-Tracking-Station in der Nähe von Leiden wurde ACS3 wiederholt dunkler und heller. Diese Veränderungen deuteten darauf hin, dass die Raumsonde langsam taumelt oder wackelt.Die NASA bestätigte nun, dass die Raumsonde tatsächlich rotiere. "Das Raumfahrzeug taumelt derzeit als Teil einer geplanten Entfaltungssequenz des Segels", sagte Jasmine Hopkins, Sprecherin der NASA Space Technology Mission Directorate. Obwohl die NASA keine zusätzlichen Informationen über die Taumelbewegung oder die Entfaltungssequenz preisgab, stellte Hopkins fest, dass das Lageregelungssystem (ACS) der Sonde derzeit offline sei. Es werde wieder aktiviert, wenn das Team mit der Spannung des Segels zufrieden sei. Wann dies geschehen könnte, blieb jedoch unklar. Fakt ist jedoch, dass alles seine Richtigkeit hat und niemand beunruhigt sein muss.
Zusammenfassung
- Sonde testet neues Sonnensegel, von Erde aus sichtbar
- Zuschauer besorgt über sichtbares Taumeln der Sonde
- ACS3-Mission prüft Nutzung von Sonnenlicht als Antrieb
- Sonnensegel aus leichtem, widerstandsfähigem Material
- Start erfolgte am 23. April von Neuseeland aus
- Erster Entfaltungsversuch des Segels am 26. August
- NASA bestätigt geplantes Taumeln während Entfaltung
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