Wetter bremst Polaris Dawn:
SpaceX muss Starttermine absagen

Die private Weltraummission Polaris Dawn wurde erneut verschoben. Ungünstige Wetterprognosen für die Landezone der SpaceX Dragon-Kapsel verhindern den Start. Das ambitionierte Projekt samt Welt­raum­spazier­gang muss nun auf bessere Bedingungen warten.
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Polaris Dawn

SpaceX verschiebt Polaris-Dawn-Mission erneut

Die für den 28. August geplante Polaris-Dawn-Mission wurde erneut verschoben. Grund dafür sind ungünstige Wettervorhersagen für die Küstenregion Floridas, wo die Dragon-Kapsel nach Missionsende im Meer landen soll. SpaceX gab bekannt, dass auch der Ersatztermin am 29. August nicht infrage kommt.

Erst vor wenigen Tagen kam es bereits aufgrund eines Helium-Lecks an der sogenannten "Quick Disconnect"-Verbindung zwischen Rakete und Startturm zu Verzögerungen. Geplant war der Start eigentlich bereits für Dienstagmorgen. Nun bremst das Wetter die Mission weiter aus.

Jared Isaacman, Milliardär und Kopf des Polaris-Programms, erklärte auf der Plattform X:

Unsere Startkriterien hängen stark von den vorhergesagten Wet­ter­be­din­gun­gen für den Wieder­eintritt ab. Da es kein Rendezvous mit der ISS gibt und nur begrenzte Le­bens­er­hal­tungs­sys­te­me zur Verfügung stehen, müssen wir vor dem Start absolut sicher sein, dass das Wetter für den Wiedereintritt günstig ist.
Jared Isaacman, Leiter des Polaris-Programms
SpaceX zeigt den Extravehicular Activity (EVA)-Anzug in einem Video

Ambitionierte Ziele der Polaris-Dawn-Mission

Polaris Dawn hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Geplant ist unter anderem der erste private Weltraumspaziergang in einer Höhe von etwa 700 Kilometern. Dabei sollen neue, von SpaceX entwickelte Raumanzüge getestet werden. Zudem soll die Crew-Dragon-Kapsel eine Rekordhöhe von 1400 Kilometern erreichen - die höchste Erdumlaufbahn seit den Apollo-Missionen in den frühen 1970er Jahren.

An Bord der Kapsel werden sich neben Isaacman der ehemalige Air-Force-Pilot Scott Poteet sowie die SpaceX-Mitarbeiterinnen Sarah Gillis und Anna Menon befinden. Es ist das erste Mal, dass Angestellte von SpaceX an einem bemannten Raumflug teilnehmen.

Forschung und technische Innovationen

Während der mehrtägigen Mission sind 36 wissenschaftliche Experimente geplant. Diese sollen sowohl der Gesundheitsforschung auf der Erde als auch bei längeren Weltraumaufenthalten dienen. Ein besonderer Fokus liegt auf Studien zur Weltraumstrahlung, da die Kapsel durch den Van-Allen-Strahlungsgürtel fliegen wird.


Zusätzlich soll ein neues laserbasiertes Starlink-System zur Welt­raum­kom­mu­ni­ka­tion getestet werden. Dies könnte für zukünftige Missionen von großer Be­deu­tung sein, insbesondere für SpaceX' langfristiges Ziel der Mars-Kolonisierung.

Herausforderungen und Risiken

Die geplanten Aktivitäten, speziell der Weltraumspaziergang, bergen erhebliche Risiken. Alle vier Crewmitglieder und das Innere der Crew Dragon werden dem Vakuum des Weltraums ausgesetzt sein. Dies könnte Schwierigkeiten beim Wiederverschließen der Luke aufgrund von Druckunterschieden mit sich bringen.

SpaceX betont, dass man Vorkehrungen getroffen habe, um mögliche Gefahren zu minimieren. Dennoch unterstreicht die wiederholte Verschiebung des Starts die Komplexität und die hohen Sicherheitsanforderungen der Mission.

Polaris Dawn ist Teil eines größeren Programms, das die Fähigkeiten der bemannten Raumfahrt schnell verbessern soll. Es markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der kommerziellen Raumfahrt, bei der private Unternehmen zunehmend Aufgaben übernehmen, die bisher staatlichen Raum­fahrt­or­ga­ni­sa­tio­nen vorbehalten waren.

Was haltet ihr von privaten Weltraummissionen wie Polaris Dawn? Seht ihr darin Chancen für die Raumfahrt oder überwiegen für euch die Risiken? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • Polaris Dawn Start wegen schlechten Wetters verschoben
  • Neuer Termin nach 28. August ebenfalls unsicher
  • Jared Isaacman betont Bedeutung sicherer Wetterbedingungen
  • Geplanter privater Weltraumspaziergang auf 700 km Höhe
  • Crew besteht aus SpaceX-Mitarbeitern und ehemaligem Air-Force-Pilot
  • 36 wissenschaftliche Experimente an Bord geplant
  • Neues Starlink-System zur Kommunikation wird getestet
  • Hohe Sicherheitsmaßnahmen und Risiken der Mission betont
  • Polaris Dawn wichtiger Schritt für kommerzielle Raumfahrt

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