Neues Entklebe-Verfahren:
iPhone-Akku wird leichter austauschbar
Da inzwischen klar ist, dass Gerätehersteller es ihren Kunden ermöglichen müssen, Reparaturen selbst vorzunehmen, findet auch ein gewisses Umdenken statt. Apple beispielsweise arbeitet an einem neuen Weg, den Akku eines iPhones austauschbar zu machen.
Apple könnte jetzt natürlich zu den altbekannten Konzepten der Integration von Wechselakkus zurückkehren. Das tut das Unternehmen aber nicht, da dieser Weg wohl zu einigen Problemen führen dürfte. Die Anschluss-Vorrichtungen dürften zu dickeren Designs führen und eine Abdeckung mit einer einfachen Klappe würde dafür sorgen, dass das Gerät nicht mehr wasserdicht wäre.
Apple setzt daher weiter auf einen festen Einbau, nur soll sich der fest sitzende Akku nach dem Öffnen des Gehäuses einfach entfernen lassen. Das Unternehmen erforscht dafür einen speziellen Klebemechanismus, der durch eine Metallfolie auf der Außenseite der Batterie gekennzeichnet ist, berichtet das Magazin The Information unter Berufung auf mehrere Personen, die am Herstellungsprozess der Geräte beteiligt sind.
Wann die neue Technik in neuen iPhones zu finden sein wird, ist bislang nicht klar. Möglich wäre es, dass bereits das iPhone 16, das in diesem Jahr auf den Markt kommt, entsprechend ausgestattet ist. Spätestens aber nächstes Jahr soll es so weit sein. Apple muss den Schritt ohnehin gehen, da die EU-Gesetzgebung vorschreibt, dass Akkus von Smartphones ab 2027 leicht austauschbar sein müssen. Siehe auch:
- Gerätehersteller müssen Kunden ermöglichen, Reparaturen selbst vorzunehmen
- Apple arbeitet an einem neuen Weg, iPhone-Akkus austauschbar zu machen
- Gesetzlich gezwungen, Ersatzteile und Dokumentationen bereitzustellen
- Austausch eines iPhone-Akkus bleibt bislang ein schwieriges Unterfangen
- Apple setzt auf festen Einbau, Akku soll sich einfach entfernen lassen
- Spezieller Klebemechanismus durch Metallfolie auf Batterieaußenseite
- Elektrisch induziertes Klebstoff-Debonding erleichtert Akkuentfernung
Keine Klappe am iPhone
In immer mehr Regionen wird der Hersteller bereits gesetzlich gezwungen, auch unabhängigen Werkstätten und Privatkunden Ersatzteile und Dokumentationen bereitzustellen. Trotzdem bleibt der Tausch eines iPhone-Akkus bisher ein schwieriges Unterfangen. Denn der Stromspeicher lässt sich nur mit Spezialwerkzeug erreichen und ist dann auch noch im Gerät verklebt, sodass das Herauslösen schon eine Kunst ist.Apple könnte jetzt natürlich zu den altbekannten Konzepten der Integration von Wechselakkus zurückkehren. Das tut das Unternehmen aber nicht, da dieser Weg wohl zu einigen Problemen führen dürfte. Die Anschluss-Vorrichtungen dürften zu dickeren Designs führen und eine Abdeckung mit einer einfachen Klappe würde dafür sorgen, dass das Gerät nicht mehr wasserdicht wäre.
Apple setzt daher weiter auf einen festen Einbau, nur soll sich der fest sitzende Akku nach dem Öffnen des Gehäuses einfach entfernen lassen. Das Unternehmen erforscht dafür einen speziellen Klebemechanismus, der durch eine Metallfolie auf der Außenseite der Batterie gekennzeichnet ist, berichtet das Magazin The Information unter Berufung auf mehrere Personen, die am Herstellungsprozess der Geräte beteiligt sind.
Strom entklebt
Der Stromspeicher sitzt so weiterhin fest an seinem Platz. Soll er getauscht werden, würde es aber ausreichen, eine Spannung anzulegen. Das elektrisch induzierte Klebstoff-Debonding, so der etwas sperrige Name der Technik, würde die Verbindungen dann zügig freigeben und der Akku ließe sich herausnehmen.Wann die neue Technik in neuen iPhones zu finden sein wird, ist bislang nicht klar. Möglich wäre es, dass bereits das iPhone 16, das in diesem Jahr auf den Markt kommt, entsprechend ausgestattet ist. Spätestens aber nächstes Jahr soll es so weit sein. Apple muss den Schritt ohnehin gehen, da die EU-Gesetzgebung vorschreibt, dass Akkus von Smartphones ab 2027 leicht austauschbar sein müssen. Siehe auch:
- Apple überrascht: iPhone 15-Akkus halten länger als zunächst gedacht
- iPhone 16-Modelle könnten größere Akkus haben - aber nicht alle
- Apple plant Akku-Revolution: längere Laufzeiten für iPhone & Co.
- Viele Apple Watches mit Akku-Problem: Patch soll Fehler bald beheben
- iPhone-Akkus: Apple kann sich nicht aus 2-Mrd.-€-Klage herauswinden
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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