Update-Faulheit: Microsoft SQL Server-Flotte ist völlig veraltet
Veraltete Software ist bei Weitem nicht nur ein Problem bei PCs am Arbeitsplatz oder im Privathaushalt. Zahlreiche Unternehmen betreiben auch geschäftskritische Prozesse auf der Grundlage völlig überholter Microsoft SQL Server - und die Situation wird schlimmer.
Bereits in Kürze wird sich die Lage noch weiter verschärfen. Denn am 9. Juli endet auch der Support für den SQL Server 2014. Dann wird der Anteil veralteter Software, die sich im produktiven Einsatz befindet, auf voraussichtlich 32 Prozent steigen. Schließlich ist kaum damit zu rechnen, dass die betroffenen Unternehmen plötzlich eine Update-Initiative starten.
Bei der 2014er-Version ist es immerhin noch möglich, den erweiterten Support zu buchen. Gegen Zahlung zusätzlicher Gebühren, kann man dann noch für maximal drei weitere Jahre Sicherheitspatches von Microsoft bekommen. Allerdings muss man wohl davon ausgehen, dass Firmen, die sich über lange Zeit nicht um eine Modernisierung ihrer Infrastruktur kümmerten, auch nur selten bereit sind, für diese Support-Verlängerung zu zahlen.
Dass diese Ansicht ein Problem ist, wird in vielen Fällen erst deutlich, wenn das Kind dann in den Brunnen gefallen ist. Auch aufgrund der Update-Faulheit in vielen Bereichen ist es unter anderem Ransomware-Banden möglich, weltweit durch die IT-Infrastrukturen zu marodieren und mit ihren Erpressungs-Manövern gigantische Schäden anzurichten.
Siehe auch:
2014er fällt aus dem Support
Seitens der IT-Asset-Management-Plattform Lansweeper hat man eine große Zahl an SQL Servern gescannt und statistische Daten über die Versionen gesammelt. Dabei zeigte sich, dass 19,8 Prozent der aktuell genutzten Instanzen mit einer Version der Microsoft-Software arbeiten, die vom Hersteller bereits nicht mehr unterstützt wird, berichtet das britische Magazin The Register exklusiv unter Berufung auf Lansweeper-Manager Roel Decneut.Bereits in Kürze wird sich die Lage noch weiter verschärfen. Denn am 9. Juli endet auch der Support für den SQL Server 2014. Dann wird der Anteil veralteter Software, die sich im produktiven Einsatz befindet, auf voraussichtlich 32 Prozent steigen. Schließlich ist kaum damit zu rechnen, dass die betroffenen Unternehmen plötzlich eine Update-Initiative starten.
Bei der 2014er-Version ist es immerhin noch möglich, den erweiterten Support zu buchen. Gegen Zahlung zusätzlicher Gebühren, kann man dann noch für maximal drei weitere Jahre Sicherheitspatches von Microsoft bekommen. Allerdings muss man wohl davon ausgehen, dass Firmen, die sich über lange Zeit nicht um eine Modernisierung ihrer Infrastruktur kümmerten, auch nur selten bereit sind, für diese Support-Verlängerung zu zahlen.
Einladung an Kriminelle
Dass auf eine Aktualisierung verzichtet wird, liegt in der Regel nicht daran, dass für neuere Versionen eine gewisse Investition nötig wäre. Vielmehr herrscht vielerorts eine Haltung vor, nach der ein funktionierendes System keine großartigen Änderungen nötig hat und man sich die damit verbundene Arbeit - inklusive der Anpassung selbst entwickelter Codes - sparen kann.Dass diese Ansicht ein Problem ist, wird in vielen Fällen erst deutlich, wenn das Kind dann in den Brunnen gefallen ist. Auch aufgrund der Update-Faulheit in vielen Bereichen ist es unter anderem Ransomware-Banden möglich, weltweit durch die IT-Infrastrukturen zu marodieren und mit ihren Erpressungs-Manövern gigantische Schäden anzurichten.
Zusammenfassung
- Veraltete Software ist nicht nur ein Problem auf PCs am Arbeitsplatz
- Zahlreiche Unternehmen nutzen überholte Microsoft SQL Server für wichtige Prozesse
- 19,8 Prozent der SQL Server-Versionen werden bereits nicht mehr unterstützt
- Am 9. Juli endet der Support für den SQL Server 2014, Anteil steigt auf 32 Prozent
- Erweiterten Support für SQL Server 2014 gibt es gegen zusätzliche Gebühren
- Viele Firmen sind nicht bereit, für die Support-Verlängerung zu zahlen
- Update-Faulheit ermöglicht Ransomware-Banden große Schäden anzurichten
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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