KI-Wettstreit: Der Unterschied zwischen OpenAI, Google und Microsoft
Microsoft - Die Möglichmacher
Ein wenig im Gegensatz dazu steht Microsoft. Mit der Build 2024 an diesem Dienstag setzte sich ein jahrelanger Trend fort, den Steve Ballmer noch zu seiner Zeit als CEO um die Jahrtausendwende bei seiner legendären .NET-Präsentation setzte: Developers, Developers, Developers! Und so gab es für den "gewöhnlichen" Endverbraucher nur sehr wenig Interessantes zu sehen. Nun gut. Am Ende des Tages ist die Microsoft Build eine Entwicklerkonferenz, aber das ist die Google I/O auch.Die Vorstellung seiner neuen Copilot+ PCs lagerte Microsoft sogar auf den Vortag aus. Die Präsentation fand in einem kleinen Rahmen exklusiv vor ausgewählten Medienvertretern statt und wurde nicht einmal gestreamt. Eine bewusste Entscheidung, die Bände spricht.
Mit der Hilfe anderer an die Spitze
Dieser Fokus scheint sich aber auszuzahlen, was nicht zuletzt der Börsenwert von Microsoft zeigt. Aus dem Software-Riesen ist mittlerweile ein KI-Riese geworden. Microsoft hat strategische Partnerschaften begründet, mit deren Hilfe sich das Unternehmen in kurzer Zeit an die Spitze im Rennen um künstliche Intelligenz katapultiert hat.Im Gegensatz zu Google hat Microsoft zunächst massiv in externe Unternehmen wie OpenAI und Mistral AI investiert und deren Lösungen in die eigenen Produkte implementiert. ChatGPT dürfte dementsprechend auch vorerst das Rückgrat von Copilot bilden. Microsoft hat mit Phi und MAI mittlerweile aber auch eigene Modelle im Gebrauch und in der Entwicklung. Infografik Künstliche Intelligenz: Marktwachstum von jährlich rund 20 Prozent
Microsofts große Stärke begründet sich also zum einen in den Partnerschaften, zum anderen natürlich in der weiten Verbreitung seiner Anwendungen im Unternehmensbereich. Nur wenige Firmen kommen ganz ohne Software der Redmonder aus. Doch auch hier zeigte sich von Anfang an der Fokus auf Entwickler. GitHub Copilot war 2021 die allererste integrierte Copilot Funktion, die Microsoft bereitstellte.
Ein indirekter Ansatz
Natürlich heißt das nicht, dass die Endverbraucher überhaupt nichts von Microsofts KI haben. Denn schließlich sind sie im Endeffekt ja die Nutzer von Copilot, Teams und Office. Nur die Strategie, mit der das Unternehmen seine neuen Innovationen voranbringt und implementiert, ist eben eine andere als zum Beispiel bei Google. Denn auch etliche Jahre nach Steve Ballmer sieht Microsoft den Schlüssel zum Erfolg bei den Entwicklern. Sie erstellen die Anwendungen der Zukunft und sind so maßgeblich am Erfolg von Microsofts Ökosystem beteiligt.KI ist die Zukunft
Egal ob Fan oder Feind der künstlichen Intelligenz: In den letzten acht Tagen ist noch einmal sehr deutlich geworden, dass es sich kein Berufstätiger mit einem digitalen Arbeitsplatz in einem Alter unter 55 Jahren leisten kann, die momentane Entwicklung zu ignorieren. Jeder wird sich zwangsläufig mit KI auseinandersetzen müssen.Konzerne wie OpenAI mit GPT, Google mit Gemini oder Microsoft mit Copilot sind mit Vollgas unterwegs. Wer zum Schluss mit seiner Strategie die Nase vorn hat, bleibt aber spannend.
Zusammenfassung
- OpenAI, Google und Microsoft präsentierten jüngst ihre neuesten Errungenschaften
- Sie zeigten Innovationen und zukünftige Produkte
- OpenAI stellte GPT-4o vor, einen multimodalen Assistent für Sprache, Bild und Text
- OpenAI-Produkte sind flexibel und durch Partnerschaften weitverbreitet
- Google setzt mit Gemini auf die Integration von KI in alle Angebote
- Google fokussiert sich stark auf Endnutzer und interne Entwicklungen
- Microsoft konzentriert sich auf Entwickler und strategische Partnerschaften
- Microsoft investiert in externe Unternehmen und entwickelt eigene KI-Modelle
Siehe auch:
- Metas KI-Forschungschef: LLMs werden niemals so schlau wie Menschen
- Windows 11 mit Recall: 'Killer-Feature' der KI-PCs wird Speicherfresser
- Senf dazu: Außer KI hat Microsofts Build nichts mehr zu bieten
- Experten warnen vor "Auslöschung der Menschheit" durch KI
- Windows 11 bekommt Copilot Runtime: KI-Tools für alle Entwickler
Thema:
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