Senf dazu: Außer KI hat Microsofts Build nichts mehr zu bieten
Eine coole neue Browser-Basis, innovative Frameworks, KI in Cloud und Office, einfacheres Plug & Play und eine Entwicklungs-Umgebung für überall. Das und vieles mehr war die Microsoft Build-Konferenz vor fünf Jahren. Heute scheint es nur noch ein Thema zu geben.
Die gestrige Keynote zur Eröffnung der wohl wichtigsten Firmen-Veranstaltung des Jahres zeigte auf jeden Fall, dass Microsoft in einer entscheidenden Phase der Entwicklung des Unternehmens angekommen ist: All die Kern-Produkte wie Windows, Office und Co. sind weiterhin hochprofitabel, das eigentliche Wachstum findet aber in der Cloud und der KI-Technologie statt.
Microsoft wandelt sich so seit Jahren immer spürbarer von einem Nutzer-orientierten zu einem Infrastruktur-Konzern.
Aktuell ist dies auch das Erfolgsrezept. Microsoft wurde so zum wertvollsten Unternehmen der Welt - mit großem Abstand vor allen anderen, wenn man einmal von Apple absieht. Die Bilanzen sehen auch glänzend aus: während die Weltwirtschaft mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hat, wächst Microsoft kontinuierlich weiter.
Microsoft nimmt dabei allerdings auch das Risiko auf sich, die starke Basis seiner bisherigen Stabilität ein Stück weit aufzugeben: die breite Verankerung mit diversen Produkten, die sich gegenseitig stützen und füreinander einspringen konnten. Genau dieses Fundament sorgte vor gut zehn Jahren dafür, dass Microsoft nicht davon umgeworfen wurde, dass man schlicht damit scheiterte, selbst eine große Mobile-Plattform auf die Beine zu stellen.
Auslöser können hier durchaus Kleinigkeiten sein - ein Fehltritt des Technologie-Partners OpenAI etwa, oder auch nur etwas mehr Geschick eines Wettbewerbers bei der Beschaffung der nächsten wichtigen Hardware-Komponenten.
Microsoft ist vielleicht 'Too Big to Fail' - zumindest im Großen und Ganzen. Aber die aktuelle Position als größter der Giganten in der Tech-Branche ist auch nicht in Stein gemeißelt. Bei aller Begeisterung für die aktuellen KI-Technologien wäre es daher durchaus nicht verkehrt, wenn man jenen Entwicklern, die (noch) auf diese Technik verzichten wollen, nicht gänzlich die kalte Schulter zeigt.
Siehe auch:
Eine Antwort auf alle Fragen
Die Arbeit von Entwicklern ist so vielfältig, wie es letztlich die Anwender sind. Entsprechend breit dürften auch die Interessen und Fragen der Community sein, die von einer Konferenz wie der Build angezogen werden soll. Microsoft scheint allerdings nur noch eine einzige Antwort zu kennen: Künstliche Intelligenz.Die gestrige Keynote zur Eröffnung der wohl wichtigsten Firmen-Veranstaltung des Jahres zeigte auf jeden Fall, dass Microsoft in einer entscheidenden Phase der Entwicklung des Unternehmens angekommen ist: All die Kern-Produkte wie Windows, Office und Co. sind weiterhin hochprofitabel, das eigentliche Wachstum findet aber in der Cloud und der KI-Technologie statt.
Microsoft wandelt sich so seit Jahren immer spürbarer von einem Nutzer-orientierten zu einem Infrastruktur-Konzern.
Aktuell ist dies auch das Erfolgsrezept. Microsoft wurde so zum wertvollsten Unternehmen der Welt - mit großem Abstand vor allen anderen, wenn man einmal von Apple absieht. Die Bilanzen sehen auch glänzend aus: während die Weltwirtschaft mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hat, wächst Microsoft kontinuierlich weiter.
Eine Build nach Aktionärs-Geschmack
Hier liegt allerdings eine Gefahr: Der Aktienkurs und damit der Firmenwert wird aktuell auch ein gutes Stück davon getragen, dass die Anleger an den Börsen den Verheißungen des KI-Hypes vollkommen erlegen sind. Als führender Anbieter schwimmt der Redmonder Konzern ganz oben auf dieser Welle. Und entsprechend ist faktisch die gesamte Build-Konferenz auf dieses Thema ausgerichtet.Microsoft nimmt dabei allerdings auch das Risiko auf sich, die starke Basis seiner bisherigen Stabilität ein Stück weit aufzugeben: die breite Verankerung mit diversen Produkten, die sich gegenseitig stützen und füreinander einspringen konnten. Genau dieses Fundament sorgte vor gut zehn Jahren dafür, dass Microsoft nicht davon umgeworfen wurde, dass man schlicht damit scheiterte, selbst eine große Mobile-Plattform auf die Beine zu stellen.
Plattform für KI-Entwicklung: Die Windows Copilot Runtime im Video
Nichts bleibt ewig
Mittelfristig ist natürlich nicht unbedingt damit zu rechnen, dass die KI-Technologien mit dem Ende des Hypes in die graue Normalität heruntergezogen werden. Sie werden durchaus auf längere Sicht eine entscheidende Rolle in vielen Bereichen spielen. Microsoft muss hier aber nicht zwingend die treibende Kraft bleiben. Auch Amazon, Google und sogar Apple haben durchaus realistische Chancen, die führende Position der Redmonder anzugreifen.Auslöser können hier durchaus Kleinigkeiten sein - ein Fehltritt des Technologie-Partners OpenAI etwa, oder auch nur etwas mehr Geschick eines Wettbewerbers bei der Beschaffung der nächsten wichtigen Hardware-Komponenten.
Microsoft ist vielleicht 'Too Big to Fail' - zumindest im Großen und Ganzen. Aber die aktuelle Position als größter der Giganten in der Tech-Branche ist auch nicht in Stein gemeißelt. Bei aller Begeisterung für die aktuellen KI-Technologien wäre es daher durchaus nicht verkehrt, wenn man jenen Entwicklern, die (noch) auf diese Technik verzichten wollen, nicht gänzlich die kalte Schulter zeigt.
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