KI-Wettstreit: Der Unterschied zwischen OpenAI, Google und Microsoft
Google - Die Einzelgänger
Einen Tag nach OpenAIs Spring Update folgte Google mit seiner I/O-Keynote. Hier erinnerte CEO Sundar Pichai innerhalb seiner ersten 30 Sekunden auf der Bühne alle daran, dass Google sich in der Gemini-Ära befindet. Auch hier dreht sich ab jetzt also alles um die KI.Den Weg, den Google mit dem Wechsel von Bard zu Gemini eingeschlagen hat, geht man jetzt konsequent weiter. Es geht nicht mehr nur um einen isolierten Chatbot, sondern um die Integration von künstlicher Intelligenz mit Gemini in alle Angebote des Unternehmens. Die Strategie besteht darin, eine grundlegende KI-Ebene zu schaffen, die die aktuellen Produkte von Google verbessert.
Nützliche Alltagshilfen für jedermann
Der Fokus von Google liegt also zu einem großen Teil auf Endnutzeranwendungen wie der Suche, Google Workspace oder der Gemini-App selbst. Die KI soll den Nutzern das alltägliche Leben auf der Arbeit, aber auch im privaten Bereich erleichtern. Google Circle to Search ist ein anschauliches Beispiel dafür.Neuigkeiten dazu, dass Gemini jetzt gezielte Informationen aus mehreren E-Mails herausfiltern, zusammenfassen und vergleichen kann, sind nicht unfassbar aufregend. Die Funktion ist für den tatsächlichen Alltagsgebrauch für die meisten Nutzer aber deutlich wertvoller als die Tatsache, dass OpenAIs Chatbot mit Scarlett Johannsons Stimme antwortet, oder dass Microsoft Teams jetzt Quellcode mit Syntax-Formatierung unterstützt. Dabei ist es egal, ob einem die Datensammelei von Google ein Dorn im Auge ist oder nicht. Infografik KI am Arbeitsplatz: Vor- und Nachteile von künstlicher Intelligenz
Werkeln im dunklen Kämmerlein
Google arbeitet schon extrem lange an künstlicher Intelligenz und setzt vor allem auf interne Entwicklungen. Mit strukturellen Veränderungen wie der Zusammenlegung unterschiedlicher Arbeitsgruppen zu einem großen DeepMind-Team hat sich Google nach einem etwas holprigen Start neu aufgestellt. Insgesamt ist Googles System also recht geschlossen.Auch wenn Google in der Vergangenheit einige PR-Desaster mit seiner KI-Technologie erlebt hat, wie bei den Negativschlagzeilen durch die zum Teil rassistischen Bilder, die Gemini erzeugt hatte, scheint das Unternehmen seinen Kurs konsequent weiterzuverfolgen. Ein Fokus liegt hier klar auf den Endkunden, wie nicht zuletzt das Projekt Astra zeigt.
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