UnitedHealth: Ransomware-Schaden klettert in den Milliarden-Bereich
Ransomware-Angriffe werden vielfach noch immer als mehr oder weniger kleines Übel angesehen - und der Schutz davor entsprechend vernachlässigt. Zumindest beim Versicherungskonzern UnitedHealth dürfte man dies inzwischen deutlich anders sehen.
Während die Darlehen wohl mit überschaubaren Verlusten zurückgezahlt werden, ist die erstgenannte Summe auf jeden Fall weg. Der Betrag wird sich außerdem durch Aufwendungen, die erst später bilanziert werden, noch erhöhen. Man kann also bereits davon ausgehen, dass der Angriff den Konzern, der in den USA hauptsächlich Krankenversicherungen anbietet, einen Milliardenverlust beschert hat. Das Management rechnet mit insgesamt 1,35 bis 1,6 Milliarden Dollar, berichtet The Register.
Damit stellt der Vorfall selbst den schwerwiegenden Ransomware-Vorfall beim US-Glücksspielkonzern MGM in den Schatten. Dieser musste im letzten Jahr Wiederherstellungskosten in Höhe von 100 Millionen Dollar für den Wiederaufbau seiner Systeme und die Folgen von Ausfällen, Betriebsstörungen und angeblich durchgesickerten Daten aufbringen.
Change Healthcare hatte sogar das Problem, zweimal in der gleichen Angelegenheit erpresst worden zu sein. Dies hatte seine Ursache darin, dass die ersten Empfänger des Lösegelds sich mit dem Betrag aus dem Staub machten und ihre Komplizen, die für die technische Umsetzung zuständig waren, sitzen ließen.
Siehe auch:
Kosten steigen weiter
Dessen Tochtergesellschaft Change Healthcare wurde im Februar erfolgreich von Ransomware-Erpressern angegriffen. Wie das Unternehmen nun mitteilte, beliefen sich die daraus folgenden Kosten im ersten Quartal auf 872 Millionen Dollar. Hinzu kommen Vorfinanzierungen und zinslose Darlehen, die UnitedHealth den von der Störung betroffenen Leistungserbringern zur Verfügung gestellt hat - eine Summe, die sich auf über 6 Milliarden Dollar beläuft.Während die Darlehen wohl mit überschaubaren Verlusten zurückgezahlt werden, ist die erstgenannte Summe auf jeden Fall weg. Der Betrag wird sich außerdem durch Aufwendungen, die erst später bilanziert werden, noch erhöhen. Man kann also bereits davon ausgehen, dass der Angriff den Konzern, der in den USA hauptsächlich Krankenversicherungen anbietet, einen Milliardenverlust beschert hat. Das Management rechnet mit insgesamt 1,35 bis 1,6 Milliarden Dollar, berichtet The Register.
Damit stellt der Vorfall selbst den schwerwiegenden Ransomware-Vorfall beim US-Glücksspielkonzern MGM in den Schatten. Dieser musste im letzten Jahr Wiederherstellungskosten in Höhe von 100 Millionen Dollar für den Wiederaufbau seiner Systeme und die Folgen von Ausfällen, Betriebsstörungen und angeblich durchgesickerten Daten aufbringen.
Doppelte Erpressung
Der Fall zeigt auch, dass es wenig bringt, die Erpresser zu bezahlen. Change Healthcare ging auf die Forderungen ein, die von den Tätern gestellt wurden, nachdem sie mit der ALPHV/BlackCat-Ransomware umfassende Daten gestohlen hatten. Trotzdem kam es zu umfangreichen Ausfällen und der Notwendigkeit, einen nicht unwesentlichen Teil der IT-Infrastruktur komplett neu aufzubauen.Change Healthcare hatte sogar das Problem, zweimal in der gleichen Angelegenheit erpresst worden zu sein. Dies hatte seine Ursache darin, dass die ersten Empfänger des Lösegelds sich mit dem Betrag aus dem Staub machten und ihre Komplizen, die für die technische Umsetzung zuständig waren, sitzen ließen.
Zusammenfassung
- UnitedHealth erleidet durch Ransomware hohen Verlust
- Change Healthcare im Februar von Erpressern angegriffen
- Kosten für UnitedHealth belaufen sich bisher auf 872 Millionen Dollar
- Weitere 6 Milliarden Dollar in Vorfinanzierungen und Darlehen
- Gesamtschaden könnte 1,35 bis 1,6 Milliarden Dollar erreichen
- Zahlung des Lösegelds verhinderte Ausfälle bei Change nicht
Siehe auch:
Thema:
Beliebte Downloads
Beliebt im Preisvergleich
- Antivirus:
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!