Warum Fitbit-Uhren bald weniger können:
Google beschneidet Apps
Ab dem kommenden Sommer haben Fitbit-Besitzer in der EU nur noch eine stark eingeschränkte Auswahl an Apps auf ihren Smartwatches zur Verfügung. Google scheint den schwarzen Peter der Europäischen Union zuzuschieben.
Denn Google verkündete nun auf einer Hilfe-Webseite zu den kompakten Gesundheitshelfern, dass das Angebot in der Fitbit-App-Galerie demnächst massiv eingeschränkt wird. Zur Begründung lässt der Konzern seine Kunden dazu Folgendes wissen:
"Nach sorgfältiger Bewertung der Auswirkungen neuer behördlicher Anforderungen haben wir beschlossen, Drittanbieter-Apps und -Zifferblätter für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum im Juni 2024 aus der Fitbit-App-Galerie zu entfernen."
Laut Google sind folgende Fitbit-Modelle von den Einschränkungen betroffen:
Eigentlich soll diese Sammlung an neuen Gesetzen zu einer Öffnung von Plattformen führen und für eine größere Angebotsvielfalt im Hinblick auf Anwendungen sorgen. In diesem konkreten Fall scheint nun jedoch genau das Gegenteil erreicht worden zu sein.
Siehe auch:
App-Angebot wird stark eingeschränkt
Erst Anfang 2021 hatte Google die Übernahme von Smartwatch- und Fitnesstracker-Hersteller Fitbit für angeblich 2,1 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Doch schon knapp drei Jahre danach scheint der Technologie-Riese die Geräte nicht mehr mit der allerhöchsten Priorität zu behandeln.Denn Google verkündete nun auf einer Hilfe-Webseite zu den kompakten Gesundheitshelfern, dass das Angebot in der Fitbit-App-Galerie demnächst massiv eingeschränkt wird. Zur Begründung lässt der Konzern seine Kunden dazu Folgendes wissen:
"Nach sorgfältiger Bewertung der Auswirkungen neuer behördlicher Anforderungen haben wir beschlossen, Drittanbieter-Apps und -Zifferblätter für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum im Juni 2024 aus der Fitbit-App-Galerie zu entfernen."
Nur noch Google-eigene Anwendungen
Bis zu diesem Datum können europäische Nutzer weiterhin Drittanbieter-Apps herunterladen und installieren. Danach sollen allerdings nur noch Anwendungen und Zifferblätter verfügbar sein, die direkt von Fitbit und Google selbst kommen. Zu der Frage, ob bereits installierte Apps von anderen Herstellern nach Juni 2024 noch voll zugänglich und funktionstüchtig sein werden, machte das Unternehmen keine Aussage.Laut Google sind folgende Fitbit-Modelle von den Einschränkungen betroffen:
- Fitbit Sense, Fitbit Sense 2
- Fitbit Versa, Fitbit Versa 2, Fitbit Versa 3, Fitbit Versa 4, Fitbit Versa Lite
- Fitbit Ionic
Eine mögliche Folge neuer EU-Gesetze
Auch wenn durch Google nicht weiter auf die angesprochenen "behördlichen Anforderungen" eingegangen wird, ist es möglich, dass es sich um Auswirkungen des kürzlich in Kraft getretenen Digital Markets Act der Europäischen Union handelt.Eigentlich soll diese Sammlung an neuen Gesetzen zu einer Öffnung von Plattformen führen und für eine größere Angebotsvielfalt im Hinblick auf Anwendungen sorgen. In diesem konkreten Fall scheint nun jedoch genau das Gegenteil erreicht worden zu sein.
Zusammenfassung
- Google mit Fitbit-Übernahme für 2,1 Milliarden US-Dollar 2021
- Technologie-Riese mindert wohl Priorität für Fitbit-Geräte
- Fitbit-App-Galerie in Europa bald mit weniger Inhalten
- Drittanbieter-Apps ab Juni 2024 in EU nicht mehr verfügbar
- Nur noch Fitbit- und Google-Apps nach Fristende erhältlich
- Unklarheit über Zugang zu bereits installierten Drittanbieter-Apps
- Digital Markets Act könnte Ursache für Einschränkungen sein
Siehe auch:
- Google entlässt Hardware-Personal - Fitbit-Gründer verlassen Konzern
- Fitbit-Ladegeräte unterstützen das Aufladen der Google Pixel Watch 2
- Fitbit Charge 6: Google hat seinen neuen Fitness-Tracker enthüllt
- Fitbit: Neues Update macht Fitness-Tracker reihenweise unbrauchbar
- Smartwatches: Fitbit macht jetzt Platz für Googles Dienste
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