Mikroskopische Schwerkraft gemessen:
Quantengravitation rückt näher
Wenn wir die Extreme des sehr großen und sehr kleinen ergründen, sind Einsteins Theorien und die Quantenmechanik unsere besten Ansätze. Das Problem: Bis jetzt wissen wir nicht, wie Schwerkraft und Quantenwelt zusammenpassen. Ein Experiment macht jetzt Hoffnung.
Das Team aus Physikern der Universität Southampton und Wissenschaftlern in ganz Europa setzt auf einen ausgeklügelten Aufbau aus supraleitenden Vorrichtungen, Magnetfeldern und empfindlichen Detektoren. Wichtig für den Erfolg war demnach aber vor allem eine fortschrittliche Schwingungsisolierung, die den Aufbau zuverlässig von äußeren Einflüssen entkoppelt. Das Experiment selbst findet ein Hundertstel Grad über dem absoluten Nullpunkt statt.
Hauptautor Tim Fuchs von der Universität Southampton betont mit Nachdruck die Bedeutung dieses Erfolgs: "Ein Jahrhundert lang haben Wissenschaftler erfolglos versucht zu verstehen, wie Schwerkraft und Quantenmechanik zusammenwirken. Jetzt, da wir erfolgreich Gravitationssignale bei der kleinsten jemals gemessenen Masse gemessen haben, sind wir der Erkenntnis, wie das Zusammenspiel funktioniert, einen Schritt näher gekommen."
Die Technik, extrem tiefe Temperaturen und Geräte zur Isolierung der Teilchenschwingungen zu nutzen, sei sehr vielversprechend, um den "richtigen Weg für die Messung der Quantengravitation" zu beschreiten.
Siehe auch:
Quantengravitation: Messbare Ergebnisse erzielt
Es ist eines der großen wissenschaftlichen Rätsel, über das sich schon Einstein seinen Kopf zerbrochen hat. Jetzt wollen Wissenschaftler einen wichtigen Schritt gemacht haben, um die Entwicklung einer Theorie der Quantengravitation entscheiden voranzubringen. Laut dem Bericht in Science Advances (via Phys) ist es erstmals gelungen, die schwache Gravitationskraft auf ein winziges Teilchen in einem Experiment nachzuweisen.Das Team aus Physikern der Universität Southampton und Wissenschaftlern in ganz Europa setzt auf einen ausgeklügelten Aufbau aus supraleitenden Vorrichtungen, Magnetfeldern und empfindlichen Detektoren. Wichtig für den Erfolg war demnach aber vor allem eine fortschrittliche Schwingungsisolierung, die den Aufbau zuverlässig von äußeren Einflüssen entkoppelt. Das Experiment selbst findet ein Hundertstel Grad über dem absoluten Nullpunkt statt.
Hauptautor Tim Fuchs von der Universität Southampton betont mit Nachdruck die Bedeutung dieses Erfolgs: "Ein Jahrhundert lang haben Wissenschaftler erfolglos versucht zu verstehen, wie Schwerkraft und Quantenmechanik zusammenwirken. Jetzt, da wir erfolgreich Gravitationssignale bei der kleinsten jemals gemessenen Masse gemessen haben, sind wir der Erkenntnis, wie das Zusammenspiel funktioniert, einen Schritt näher gekommen."
Eine Tür geht auf
Die Experimente liefern uns kein fertiges Rezept für eine Theorie der Quantengravitation, wie der beteiligte Forscher Hendrik Ulbricht betont "öffnen sie die Tür" für weitere Forschung, die immer kleinere Objekte und Kräfte erfassen kann.Die Technik, extrem tiefe Temperaturen und Geräte zur Isolierung der Teilchenschwingungen zu nutzen, sei sehr vielversprechend, um den "richtigen Weg für die Messung der Quantengravitation" zu beschreiten.
Zusammenfassung
- Schwerkraft und Quantenwelt bisher unvereinbar
- Experiment zeigt erstmals Gravitation bei kleinsten Massen
- Universität Southampton führt fortschrittliches Experiment durch
- Erfolgreiche Schwingungsisolierung für Messung entscheidend
- Experiment nahe dem absoluten Nullpunkt durchgeführt
- Neue Technik ebnet Weg für Quantengravitationsmessung
Siehe auch:
- Alternative zu GPS: Quantennavigation kommt einen guten Schritt voran
- KI kürzt Quantenphysik-Komplex von 100.000 auf nur 4 Gleichungen
- Physiker öffnen zweite Zeitdimension in einem Quantencomputer
- Quantenkommunikation über interstellare Entfernungen wohl möglich
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