Für 8 Monate im All gestrandet:
Medikamenten-Raumschiff darf landen
Ein US-Start-up will mit einer Fabrik im Weltraum neue Produktionsmethoden möglich machen. Doch nach dem ersten Start und Erzeugung von Medikamenten im All verweigerte die Flugaufsicht den Wiedereintritt. Jetzt darf die Kapsel auf die Erde zurück.
Varda hatte vor acht Monaten die Kapsel W1 in den Orbit geschickt, um seinen automatisierten Fertigungsprozess zu testen. Dabei nutzte man die Photon-Plattform von Rocket Lab, die um ein Herstellungsmodul und ein Hitzeschild für den Wiedereintritt erweitert wurde. Noch im letzten Jahr konnte das Unternehmen dann vermelden, dass das Medikament "Ritonavir" erfolgreich an Bord der kleinen Weltraumfabrik hergestellt wurde.
Nach Monaten im All ...
... darf Varda wieder landen
Nach diesem Erfolg sollte die Mission dann aber erst einmal zum Stillstand kommen. Der erste Antrag für den Wiedereintritt war vom Büro für kommerziellen Raumtransport der US-Flugaufsicht im Herbst 2023 abgelehnt worden. Das Problem: Flüge wie der von Varda werden in den USA nach einem neuen Genehmigungsverfahren beurteilt, die FAA hatte Sicherheitsbedenken angemeldet. Laut dem Unternehmen folgten Monate der Verhandlungen.
Jetzt hat die FAA laut Spacenews offiziell ihren Segen erteilt: "Dies ist das erste Mal in der Geschichte unseres Landes, dass die FAA eine Wiedereintrittslizenz nach Part 450 erteilte und über diese Lizenz einem kommerziellen Unternehmen die Landung eines Raumfahrzeugs auf amerikanischem Boden gestattet hat", so Varda stolz in ihrer Erklärung zur Lizenz.
Damit darf die kegelförmige Kapsel mit einem Durchmesser von etwa 90 Zentimetern und 90 Kilogramm Gewicht am 21. Februar gezielt zum Wiedereintritt gebracht werden. Die Landung soll westlich von Salt Lake City auf einem Übungsgelände der U.S. Air Force erfolgen.
Siehe auch:
Lizenz zum Eintritt: Revolutionäre Raumfabrik landet
Die Mikrogravitation im Orbit verspricht große Vorteile bei der Produktion von wertvollen Materialien. Forscher und Unternehmen denken schon lange darüber nach, wie man unter anderem die Herstellung von Halbleitern, Glasfaserkabeln oder pharmazeutischen Produkten durch autonome Fabriken im All revolutionieren kann. Das US-Start-up Varda kommt mit seinem Konzept jetzt einen entscheidenden Schritt voran.Varda hatte vor acht Monaten die Kapsel W1 in den Orbit geschickt, um seinen automatisierten Fertigungsprozess zu testen. Dabei nutzte man die Photon-Plattform von Rocket Lab, die um ein Herstellungsmodul und ein Hitzeschild für den Wiedereintritt erweitert wurde. Noch im letzten Jahr konnte das Unternehmen dann vermelden, dass das Medikament "Ritonavir" erfolgreich an Bord der kleinen Weltraumfabrik hergestellt wurde.
Nach Monaten im All ...
... darf Varda wieder landen
Nach diesem Erfolg sollte die Mission dann aber erst einmal zum Stillstand kommen. Der erste Antrag für den Wiedereintritt war vom Büro für kommerziellen Raumtransport der US-Flugaufsicht im Herbst 2023 abgelehnt worden. Das Problem: Flüge wie der von Varda werden in den USA nach einem neuen Genehmigungsverfahren beurteilt, die FAA hatte Sicherheitsbedenken angemeldet. Laut dem Unternehmen folgten Monate der Verhandlungen.
Jetzt hat die FAA laut Spacenews offiziell ihren Segen erteilt: "Dies ist das erste Mal in der Geschichte unseres Landes, dass die FAA eine Wiedereintrittslizenz nach Part 450 erteilte und über diese Lizenz einem kommerziellen Unternehmen die Landung eines Raumfahrzeugs auf amerikanischem Boden gestattet hat", so Varda stolz in ihrer Erklärung zur Lizenz.
Damit darf die kegelförmige Kapsel mit einem Durchmesser von etwa 90 Zentimetern und 90 Kilogramm Gewicht am 21. Februar gezielt zum Wiedereintritt gebracht werden. Die Landung soll westlich von Salt Lake City auf einem Übungsgelände der U.S. Air Force erfolgen.
Zusammenfassung
- US-Firma plant Fabrikation im Weltraum
- Erste Medikamentenproduktion im All erfolgreich
- Flugaufsicht verweigerte zunächst Wiedereintritt
- Varda darf Kapsel nun zur Erde zurückbringen
- FAA erteilt erstmalig Wiedereintrittslizenz
- Kapsel landet am 21. Februar in den USA
- Landung auf Übungsgelände der Air Force
Siehe auch:
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- Hubble-Weltraumteleskop entdeckt Wasser auf winzigem Exoplaneten
- Zum Kotzen: Das mit dem Salat im Weltraum klappt nicht wie gedacht
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