Blade Runner-Regisseur: KI ist "globale H-Bombe", wir sind "gefickt"

Ridley Scott schuf mit Blade Runner einen der prägendsten Filme über künstliche Intelligenzen aller Zeiten, auch in Alien kommen "Synthetics" vor. Der 85-Jährige, der derzeit mit Napoleon für Aufsehen sorgt, hat sich nun überaus kritisch und auch "blumig" zum Thema KI geäußert.
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Hollywood und KIs: Gleich mehrfach ein Thema

KIs sind bzw. waren in Hollywood in den vergangenen Monaten auf gleich mehrfache Weise ein Thema, denn das war einer der zentralen Punkte im Streik der Drehbuchautoren sowie Schauspieler. Sie alle forderten eine Regulierung von KIs und konnten dies gegenüber den Studios auch durchsetzen.

Für Ridley Scott ist das Thema alles andere als neu, schließlich hat er mit Blade Runner einen absoluten Klassiker des Genres geschaffen, der das Thema KI auch philosophisch betrachtet bzw. beleuchtet. Deshalb verwundert es nicht, dass Scott nun auf das Thema angesprochen wurde. In einem Interview mit dem Rolling Stone sagte er, dass er alles andere als optimistisch ist, dass man den Geist wieder in die Flasche zurückbekommen kann.

"In der Regierung wird diskutiert: 'Wie können wir die KI eindämmen?' Ist das ein Witz? Man wird sie nie abschalten können. Wenn sie einmal draußen ist, ist sie draußen", sagte Scott. "Wenn ich eine KI entwerfe, werde ich einen Computer entwerfen, dessen erste Aufgabe es ist, einen anderen Computer zu entwerfen, der noch schlauer ist als der erste. Und wenn sie sich zusammentun, hast du ein Problem, denn dann kann er das gesamte Strom- und Währungssystem der Welt übernehmen und abschalten. Das ist deine erste Katastrophe. Es ist eine technische Wasserstoffbombe."

Trailer zur Ridley Scotts epischem Historienfilm Napoleon

Gleichzeitig meint Scott, dass Daten auch etwas "Unkreatives" an sich hätten: "Du wirst ein Gemälde bekommen, das von einem Computer erstellt wurde, aber ich glaube - und ich sage das ohne Zuversicht -, dass es nicht mit etwas Besonderem funktionieren wird, das Emotionen oder Seele erfordert."

"Wir sind gefickt"

Auch gegenüber Deadline sprach der Regisseur über KIs und wurde noch deutlicher: "In dem Moment, in dem du eine KI erschaffst, die schlauer ist als du, wirst du es nie wissen, bis die KI beschließt, ihr eigenes Ding zu machen, und dann hast du keine Kontrolle mehr."

Scott weiter: "Wenn ich eine KI-Box hätte, könnte ich sagen: 'Ich möchte, dass du herausfindest, wie man den Strom in London abstellt.' Bumm. Alles wäre tot. Das ist eine verdammte Zeit ... nein, das ist eine Wasserstoffbombe. Die Welt würde untergehen, wenn ich sie ausschalte, und wir sind alle gefickt. Wir sind wieder bei Kerzen und Streichhölzern. Hast du Kerzen und Streichhölzer zu Hause? Ich lebe in Frankreich, also habe ich welche. "

Zusammenfassung
  • Ridley Scott sieht KI kritisch
  • KI zentrales Thema in Hollywood-Streiks
  • Schauspieler, Drehbuchautoren forderten Regulierung
  • Scott im Interview: KI-Abschaltung unmöglich, sie sei "draußen"
  • Er warnt vor KI, die grundlegende Systeme kontrollieren könnte
  • Er betont, Kontrollverlust tritt ein, wenn KI klüger als Schöpfer wird
  • Scotts hypothetisches Szenario: KI könnte Stromversorgung lahmlegen

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