Kind des Lockdowns: Peopoly stellt sehr schnellen 3D-Drucker vor
Der 3D-Drucker-Hersteller Peopoly hat mit seinem neuesten Modell Magneto X in der Szene für einiges Aufsehen gesorgt. Denn das Gerät bringt nicht nur einen großen Druckraum mit, sondern ist auch deutlich schneller als die Konkurrenz.
Der Druckkopf, der als "MagXY"-System bezeichnet wird, scheint ohne offensichtliche Hilfsmittel auf seiner Lagerbrücke zu schweben. Mit einer maximalen Druckgeschwindigkeit von 800 mm/s und einer maximalen Beschleunigung von 22.000 mm/s ist er schneller als die modernen Core XY-Drucker von Bambu Lab.
Die Entwicklungsgeschichte des 3D-Druckers ist dabei recht interessant: Wie Peopoly-Gründer Mark Peng berichtete, erfolgte die hauptsächliche Entwicklungsarbeit, als mitten in der Arbeitszeit ein umfassender Lockdown über Shenzhen verhängt wurde. Die Mitarbeiter des Entwicklungslabors konnten für 21 Tage nicht nach Hause gehen und waren an ihrem Arbeitsplatz quasi eingeschlossen. Lediglich Bestellungen von außen wurden noch geliefert - und neben Lebensmitteln und Ersatzkleidung orderten die Entwickler Bauteile für neue Produktideen.
Das vereinfachte Design des MagXY-Linearmotorsystems weist dabei weniger Kalibrierungsbedarf auf als andere Technologien. Das System ist so in der Lage, die Position des Motors zu überwachen und anzupassen, um eine hohe Druckqualität zu gewährleisten. Peopoly beabsichtigt, den 3D-Drucker ab Ende November auszuliefern. Das Gerät soll zukünftig im Handel rund 2000 Dollar kosten, eine begrenzte Zahl von Kunden kann sich aber bereits über die Vorbestellungen ein System für 1400 Dollar sichern.
Siehe auch:
- Peopoly stellt neuen 3D-Drucker "Magneto X" vor
- Gerät nutzt magnetische Linearmotoren statt Schrittmotoren
- Druckkopf ("MagXY"-System) ermöglicht präzise Steuerung bei hoher Geschwindigkeit
- Entwicklung während eines 21-tägigen Lockdowns im Shenzhen
- Drucker bietet großen Druckbereich von 400 x 300 x 300 mm
- MagXY-Linearmotorsystem erfordert weniger Kalibrierung
- Verkaufsstart Ende November, Preis liegt bei 2000 Dollar.
Magnetische Linearmotoren
Normalerweise bewegen 3D-Drucker ihre Komponenten mit rotierenden Schrittmotoren, die an Zahnrädern und Riemenscheiben befestigt sind. Peopoly geht hier nun allerdings einen anderen Weg und verbaut magnetische Linearmotoren. Mit diesen ist es möglich, die zu bewegenden Bauteile bei höherer Geschwindigkeit sehr präzise zu steuern.Der Druckkopf, der als "MagXY"-System bezeichnet wird, scheint ohne offensichtliche Hilfsmittel auf seiner Lagerbrücke zu schweben. Mit einer maximalen Druckgeschwindigkeit von 800 mm/s und einer maximalen Beschleunigung von 22.000 mm/s ist er schneller als die modernen Core XY-Drucker von Bambu Lab.
Peopoly Magneto X: Schneller 3D-Drucker mit Linearmotoren
Die Entwicklungsgeschichte des 3D-Druckers ist dabei recht interessant: Wie Peopoly-Gründer Mark Peng berichtete, erfolgte die hauptsächliche Entwicklungsarbeit, als mitten in der Arbeitszeit ein umfassender Lockdown über Shenzhen verhängt wurde. Die Mitarbeiter des Entwicklungslabors konnten für 21 Tage nicht nach Hause gehen und waren an ihrem Arbeitsplatz quasi eingeschlossen. Lediglich Bestellungen von außen wurden noch geliefert - und neben Lebensmitteln und Ersatzkleidung orderten die Entwickler Bauteile für neue Produktideen.
Ab November zu haben
Dadurch musste man mit einigen Beschränkungen leben, sodass der Hersteller, der eigentlich Drucker anbietet, die mit Flüssigharz arbeiten, jetzt auch einen Kunststoff-Drucker produziert. Beibehalten hat man dabei aber den von vielen Kunden geschätzten großen Druckbereich, der es auf 400 x 300 x 300 mm bringt.Das vereinfachte Design des MagXY-Linearmotorsystems weist dabei weniger Kalibrierungsbedarf auf als andere Technologien. Das System ist so in der Lage, die Position des Motors zu überwachen und anzupassen, um eine hohe Druckqualität zu gewährleisten. Peopoly beabsichtigt, den 3D-Drucker ab Ende November auszuliefern. Das Gerät soll zukünftig im Handel rund 2000 Dollar kosten, eine begrenzte Zahl von Kunden kann sich aber bereits über die Vorbestellungen ein System für 1400 Dollar sichern.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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