Gema-Gebühren: Städte klagen über "explodierende" Rechnungen

Um die Gema, also die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, ist es in den letzten Jahren eher still geworden, doch nun ist man wieder in den Schlagzeilen zurück. Grund dafür sind "schockierende" Rechnungen, über die sich Kommunen beschweren.
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Gema war schon immer "beliebt"

Die Verwertungsgesellschaft Gema war früher ein Stammgast in News sowie den Kommentarbereichen, dabei hatten die Nutzer nur selten etwas Gutes über die in Berlin ansässige Verwertungsgesellschaft zu sagen. Der vielleicht bekannteste Fall war die schier endlose Auseinandersetzung mit YouTube, man fiel aber auch immer wieder durch überzogene Forderungen auf, da man auch nicht vor Kitas und Seniorenheimen haltmachte.

Zuletzt hat man sich aber sichtlich zurückgenommen, denn einen Aufreger gab es schon seit Jahren nicht. Bis jetzt jedenfalls: Denn laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks sorgen sich einige Städte im Freistaat um die Stimmung auf den nächsten Christkindlmärkten. Grund dafür sind Gema-Rechnungen, die für die Vorjahres-Märkte vorliegen, denn diese sind "völlig überzogen und überhöht", so u. a. die Stadt Bayreuth.


Im Vergleich sei die aktuelle Gema-Rechnung um 8000 Prozent höher als jene von 2019, das war aufgrund der coronabedingten Zwangspause die letzte Ausgabe, die stattgefunden hat. Damals waren es 493 Euro, nun soll die Stadt 40.000 Euro bezahlen. Grund dafür ist eine neue Tarifstruktur, die die Verwertungsgesellschaft zwischenzeitlich eingeführt hat.

Die Bayreuther Verantwortlichen sparen auch nicht mit Kritik und schreiben, dass die "wucherartige Erhöhung völlig überraschend und ohne Reaktionsmöglichkeiten der Stadt" gekommen sei. Man teilt der Gema mit, dass man künftig wohl auf lizenzfreie Musik wechseln muss, weil man diese Preise nicht akzeptieren kann und will.

Auch andere Städte berichten Ähnliches und bei der Gema zeigt man sich immerhin gesprächsbereit: "Wir befinden uns aktuell in direktem Austausch und führen Gespräche mit dem Deutschen Städtetag. Derzeit suchen wir nach gemeinsamen Lösungen, die wir Anfang September präsentieren, um entstandene Härten abzufedern und für die Zukunft zu vermeiden."

Zusammenfassung
  • Gema ist wieder in den Schlagzeilen wegen "schockierender" Rechnungen
  • Kommunen beschweren sich über überhöhte Gema-Forderungen
  • Gema-Rechnung für Stadt Bayreuth ist 8000 Prozent höher als 2019
  • Erhöhung aufgrund neuer Tarifstruktur der Gema
  • Bayreuth erwägt Wechsel zu lizenzfreier Musik wegen hoher Kosten
  • Andere Städte berichten ähnliche Probleme mit Gema
  • Gema ist gesprächsbereit und sucht nach Lösungen

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