Arcturus: Neue Generation von Internetsatelliten scheitert erst einmal

Einer der vielversprechendsten Internetsatelliten einer neuen Generation muss als verloren angesehen werden. Das System namens Arcturus ist zwar erfolgreich bis in die geostationäre Umlaufbahn geflogen, kann von dort aus aufgrund technischer Probleme die Arbeit aber nicht aufnehmen.
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Erfolgreicher Hinflug

Der Satellit des Unternehmens Astranis wurde von einer Falcon Heavy-Trägerrakete in den Orbit gebracht. Von dort flog das System mit eigenem Antrieb weiter bis zur endgültigen Position in einem geostationären Orbit. Dort allerdings traten während der letzten Vorbereitungen für den Betrieb plötzlich Fehler auf.

Es zeigte sich, dass die Antriebseinheit für die Solarpaneele, mit denen dafür gesorgt wird, dass diese stets in Richtung Sonne ausgerichtet sind, nicht funktioniert. Das führt dazu, dass Arcturus schlicht nicht genug Energie bekommen wird, um seiner Aufgabe nachzukommen und ständig Datenverbindungen zur Erde bereitzustellen.


"Wir haben das Problem nun am Boden in einer Vakuumkammer reproduziert, die genaue Fehlerquelle gefunden und wissen, wie wir sie für künftige Raumfahrzeuge beheben können", erklärte John Gedmark, Mitbegründer von Astranis, gegenüber Ars Technica. Dies bedeutet aber eben auch, dass der aktuelle Satellit wohl nicht mehr zu retten sein wird.

Alles wäre bereit

"Dies ist eine frustrierende Situation - das Arcturus-Raumschiff befindet sich in einem sicheren Zustand und ist vollständig unter unserer Kontrolle, die Nutzlast und unsere anderen von Astranis selbst entwickelten Komponenten funktionieren alle einwandfrei, und die Tanks sind für einen jahrelangen Betrieb in der Umlaufbahn betankt", sagte er. "Aber wenn sich nicht etwas Wesentliches ändert, wird sich die Mission, Internetanbindungen in Alaska bereitzustellen, verzögern", erklärte Gedmark weiter.

Der Satellit ist aber nicht nur für die potenziellen Nutzer in der genannten Region wichtig. Er gilt als wichtiges Pilotprojekt einer neuen Klasse von Kommunikations-Satelliten. Es soll gezeigt werden, dass man für die Bereitstellung von Internetanbindungen aus der geostationären Umlaufbahn nicht zwingend hunderte Millionen Dollar teure, große Systeme benötigt. Bei Arcturus handelt es sich um ein deutlich kleineres und billigeres System, das eine Alternative zu den erdnahen Netzwerken wie Starlink darstellen könnte.

Zusammenfassung
  • Satellit Arcturus aufgrund technischer Probleme nicht betriebsfähig
  • Astranis weiß, was die Fehlerquelle ist und wie man sie behebt
  • Satellit ist in sicherem Zustand und Komponenten funktionieren
  • Arcturus sollte als Pilotprojekt einer neuen Klasse dienen
  • Kleineres und billigeres System als Alternative zu Starlink
  • Satellit kann seine Aufgabe nicht erfüllen

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